Aktuelles aus unseren Projektländern

Mali

Seit 2013 herrscht in Nord- und Zentral-Mail der Ausnahmezustand, weil immer mehr islamistische Milizen eindringen, um die Vorherrschaft zu übernehmen.  Eine 5.000 Mann starke UN Truppe bemüht sich gemeinsam mit Regierungstruppen um Stabilisation. Insgesamt sind 3.700.000 Menschen betroffen. Seit Januar diesen Jahres kam es bereits zu 115 Auseinandersetzungen, die viele Verletzte und auch Menschenleben forderten. Teilweise waren dies ethnische Konflikte, teilweise auch terroristische Attacken. So trauen sich viele Menschen nicht mehr, ihre Felder zu bearbeiten, weil immer wieder vorbei fahrende Fahrzeuge die Arbeitenden beschossen und teilweise getötet haben. Erst kürzlich wurde der lokale Flughafen mit Bomben attackiert. Ein Selbstmordattentäter tötete mehrere Menschen mit einem gestohlenen Fahrzeug einer Hilfsorganisation. 474 Schulen konnten in diesem Jahr nicht öffnen, weil sie von Terroristen bedroht werden. Auch der Zugang zu Gesundheitsservice und Trinkwasser ist für viele Menschen schwierig. Durch ethnische Konflikte kommt es zu Vertreibungen.

Unsere Regional-Entwicklungsprojekte Dailla und Koulessou liegen am Rand der betroffen Zone von Zentral-Mali. Der Zugang zu unseren Projekten und die Zusammenarbeit mit den dort lebenden Volontären gestaltet sich zunehmend schwieriger. Programmaktivitäten können nur eingeschränkt stattfinden. Die Betreuung der Patenkinder findet statt, die Postbearbeitung dauert jedoch länger als üblich. Wir hoffen auf Ihre Geduld und den Willen, diesen Menschen langfristig wieder vollumfänglich helfen zu können. Aus Sicherheitsgründen sind daher vorerst keine Patenbesuche in den beiden betroffenen Projekten möglich, denn letztendlich sind Unruhen in der derzeitigen Situation möglich.

Die Projekte Kimparana und Diangounté liegen in der südlichen Landeshälfte und sind von den Ausschreitungen nicht betroffen. Wenn Sie Fragen haben, kontaktieren Sie unseren Paten- und Spenderservice.

 

Keine Post nach Guatemala

Die deutsche Post informiert, dass bis auf weiteres keine internationalen Postsendungen nach Guatemala verschickt werden können und deshalb alle gelagerten Postsendungen an den Empfänger zurückgesendet werden. Bisher gibt es diesbezüglich auch 2018 noch keine Änderung.

Wenn Sie möchten, können Sie Ihre Sendung vorübergehend bis zur Aufhebung des Embargos an unser deutsches Büro senden. Wir schicken alle Patenbriefe bis max. 100 Gramm nach einem Monat per Kurier weiter, falls der Postweg noch immer nicht offen ist. Von Päckchen bitten wir Sie abzusehen, da der Versand per Kurier relativ teuer ist. Natürlich können Sie auch selbst nach Aufhebung der Sperre Ihre Post erneut senden.