Hunderttausende Kinder werden weltweit als Soldaten missbraucht. Mit der Kampagne „Kein Kind will töten“ setzte sich World Vision dafür ein, dass ehemalige Kindersoldaten Zugang zu Hilfsprogrammen, psychologischer Betreuung und Bildung erhalten. Gemeinsam mit 18.750 Unterstützerinnen und Unterstützern wurde ein deutliches Zeichen für den Schutz und die Reintegration betroffener Kinder gesetzt.
Kindersoldaten weltweit
Laut internationaler Organisationen wird eine Viertelmillion Kinder zum Einsatz in blutigen Kriegen und Konflikten gezwungen.
Soldat mit 7 Jahren
Milizen in Bürgerkriegsländern entführen regelmäßig Kinder und machen sie zu Soldaten – oft schon im Alter von 7 Jahren.
Ein Drittel sind Mädchen
Wenn sie nicht zum Kämpfen gezwungen werden, werden Mädchen von den Milizen missbraucht, misshandelt und versklavt.
Worum ging es bei der Kampagne „Kein Kind will töten“?
Weltweit werden schätzungsweise 250.000 Kinder als Soldaten in bewaffneten Konflikten missbraucht. Viele werden entführt, militärisch ausgebildet und zum Kämpfen gezwungen. Mädchen sind zusätzlich häufig sexualisierter Gewalt, Missbrauch und Versklavung ausgesetzt.
Die betroffenen Kinder werden zu Tätern gemacht, obwohl sie selbst die ersten Opfer sind. Nach ihrer Befreiung benötigen sie intensive medizinische, psychosoziale und pädagogische Unterstützung, um wieder in ein normales Leben zurückzufinden.
Mit der Kampagne „Kein Kind will töten“ machte World Vision auf die Situation ehemaliger Kindersoldaten aufmerksam und forderte eine langfristige Finanzierung von Hilfs- und Reintegrationsprogrammen.
Eines Tages wurde ein Freund direkt neben mir erschossen. Er fiel einfach tot um. Da wusste ich, dass ich abhauen musste.
Was war das Ziel der Kampagne?
World Vision wollte mit der Kampagne Folgendes erreichen:
- die Öffentlichkeit über das Schicksal von Kindersoldaten aufklären
- politische Entscheidungsträger für die Bedeutung von Reintegrationsprogrammen sensibilisieren
- den Rückgang öffentlicher Fördermittel für ehemalige Kindersoldaten stoppen
- langfristige finanzielle Unterstützung für Betreuung, Bildung und psychosoziale Hilfe sichern
- betroffenen Kindern einen Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen
Das haben wir gemeinsam mit der Kampagne „Kein Kind will töten“ erreicht
18.750 Menschen unterstützten die Petition von World Vision und setzten damit ein starkes Zeichen gegen den Missbrauch von Kindern in bewaffneten Konflikten. Gemeinsam konnte die Aufmerksamkeit von Politik und Öffentlichkeit auf die Situation ehemaliger Kindersoldaten gelenkt werden.
Bewusstsein schaffen in Deutschland - politische Erfolge der Kampagne
Aufklärung über das Schicksal von Kindersoldaten
Mit der Kampagne machte World Vision deutlich, dass Kinder niemals freiwillig zu Soldaten werden.
Die Öffentlichkeit wurde über das Ausmaß der Problematik informiert und darüber aufgeklärt, welche langfristigen Folgen Krieg, Gewalt und Zwangsrekrutierung für Kinder haben.
Mit der Petition wurde die Forderung nach einer besseren Betreuung ehemaliger Kindersoldaten an politische Entscheidungsträger herangetragen. Gleichzeitig sensibilisierte die Kampagne die Öffentlichkeit für die oft vergessenen Folgen bewaffneter Konflikte für Kinder.
Red Hand Day als Auftakt der Kampagne
World Vision engagierte sich gemeinsam mit dem Deutschen Bündnis Kindersoldaten im Rahmen des Red Hand Day, dem internationalen Aktionstag gegen den Einsatz von Kindersoldaten.
Der Aktionstag bildete den Auftakt der Kampagne und rückte das Thema stärker in die öffentliche Wahrnehmung.
18.750 Stimmen für ehemalige Kindersoldaten
18.750 Unterstützerinnen und Unterstützer forderten gemeinsam mit World Vision, dass Deutschland seine Verantwortung gegenüber ehemaligen Kindersoldaten wahrnimmt und Reintegrationsprogramme langfristig sichert.
Im Rahmen der Kampagne veröffentlichte World Vision die Feldstudie „Keine Wahl“, die Ursachen für die Rekrutierung von Kindersoldaten untersucht und mögliche Schutzmaßnahmen identifiziert.
Der begleitende Kampagnenbericht „Kein Kind will töten“ beleuchtete die aktuelle Situation von Kindersoldaten weltweit, stellte Hilfsansätze vor und formulierte konkrete Empfehlungen für politische Akteure.
Beispiele unserer Hilfe vor Ort
Reintegration im Südsudan
Im Südsudan unterstützt World Vision ehemalige Kindersoldaten bei der Rückkehr in ein selbstbestimmtes Leben.
Die Kinder erhalten psychologische Betreuung, werden in ihre Familien zurückgeführt und erhalten Zugang zu Bildungsangeboten. In einem Interim Care Center wurden 311 ehemalige Kindersoldaten betreut.
Hilfe für ehemalige Kindersoldaten im Kongo
Im Kongo engagierte sich World Vision im Projekt „Rebound“, das ehemalige Kindersoldaten bei ihrer Rehabilitation und Reintegration unterstützt. Ziel ist es, den Kindern langfristige Perspektiven außerhalb bewaffneter Gruppen zu ermöglichen.
Unsere Unterstützer
Wolfgang Niedecken
Sänger und BAP-Frontmann
Jerome Flynn
Schauspieler („Game of Thrones“)
Volker Schlöndorff
Filmregisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent
Judith Adlhoch
Fernsehmoderatorin, Produzentin, Drehbuchautorin und Regisseurin
Günter Nooke
Persönlicher Afrikabeauftragter der Bundeskanzlerin im BMZ
Dorothee Bär
Staatsministerin für Digitales
Ottmar von Holtz
Bundestagsabgeordneter, Bündnis 90/Die Grünen
Evrim Sommer
Bundestagsabgeordnete, Die Linke
Michael Brand
Bundestagsabgeordneter, CDU
Renata Alt
Bundestagsabgeordnete, FDP
Omid Nouripour
Bundestagsabgeordneter, Bündnis 90/Die Grünen
Eva-Maria Schreiber
Bundestagsabgeordnete, Die Linke
Ulli Nissen
Bundestagsabgeordnete, SPD
Stefan Liebich
Bundestagsabgeordneter, Die Linke
Olaf in der Beek (FDP), Norbert Altenkamp (CDU), Ulrich Lechte (FDP)
Bundestagsabgeordnete
Volkmar Klein
Bundestagsabgeordneter, CDU
Frank Heinrich
Bundestagsabgeordneter, CDU
Dr. Carsten Brodesser
Bundestagsabgeordneter, CDU