Hilfe für syrische Flüchtlinge

Krieg in Syrien

Millionen Kinder auf der Flucht brauchen dringend Hilfe

Der Syrienkrieg gehört zu den größten humanitären Katastrophen unserer Zeit. Seit fast zehn Jahren ist das Land gezeichnet von anhaltender Gewalt; unzählige Kinder kennen nichts als Armut, Flucht, Hunger und Tod. Inzwischen sind knapp zwölf Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Die Corona-Pandemie verschlimmert das Leid zusätzlich, weil viele Geflüchtete kaum Zugang zu medizinischer Versorgung haben. In überfüllten Flüchtlingscamps ist Social Distancing und das Einhalten von Hygieneregeln kaum möglich. Die Kinder sind den Folgen der Pandemie schutzlos ausgeliefert.

Über elf Millionen Menschen mussten ihre Heimat aufgrund des Krieges bereits verlassen und sind auf der Flucht innerhalb Syriens oder in die Nachbarländer. Die Familien schlafen unter Planen oder in Autos, die Flüchtlingscamps sind völlig überfüllt und die Zustände katastrophal. Knapp drei Millionen Kinder haben keinen Zugang zu Bildung.

Die Kälte in den Wintermonaten gefährdet das Leben von Millionen Kindern zusätzlich. Um die Menschen mit dem Nötigsten wie Trinkwasser, Nahrungsmitteln, Gesundheitsleistungen sowie warmen Decken und Kleidung versorgen zu können, werden dringend Spenden benötigt.

World Vision Katastrophenhilfe Syrien

Mit 60 € können wir eine Familie mit Decken & Matratzen ausstatten, um sie vor der Kälte zu schützen.

World Vision Katastrophenhilfe Syrien

Mit 95 € können wir die Kinder einer Familie mit Hygienepaketen versorgen. 

World Vision Katastrophenhilfe Syrien

Mit 120 € ermöglichen Sie zehn Familien einen Monat lang Zugang zu sauberem Wasser.

World Vision Katastrophenhilfe Syrien

Mit 160 € können wir 15 Kinder mit Spielsachen und Lernmaterialien ausstatten.

Viele Kinder haben in ihrem Leben nichts anderes als Krieg erlebt. Sie können Bomben nach dem Klang bestimmen, aber kaum ihren Namen schreiben.
Johan Mooij, Leiter des Syrien-Einsatzes von World Vision

So hilft Ihre Spende

Dank Ihrer Hilfe und unseren Partnern vor Ort konnten wir im Jahr 2019 über drei Millionen Menschen auf der Flucht helfen, mehr als die Hälfte davon waren Kinder!

Seit Ausbruch der Corona-Pandemie haben wir unsere Hilfsmaßnahmen für Geflüchtete in den Projekten angepasst. Zum Beispiel erhalten Kinder digitale Bildungsangebote und Vorgaben zum Social Distancing werden bei der Vergabe von Hilfsgütern eingehalten. Es werden außerdem Informations- und Aufklärungsmaterialien zu COVID-19 sowie Hygienepakete verteilt und die medizinische Versorgung gestärkt.

Unsere Maßnahmen werden unter Einhaltung der empfohlenen Sicherheitsstandards umgesetzt oder an diese angepasst. So helfen wir den Menschen vor Ort:

Syrischer Junge erhält Trinkwasser

Nahrungsmittel und Wasser

Wir versorgen Kinder mit gesunden Mahlzeiten und verteilen Nahrungsmittel-Gutscheine an die Familien. Außerdem setzen wir zerstörte Wasserleitungen und -tanks instand und konnten so bereits über 55.000 Menschen in acht syrischen Flüchtlingscamps mit sauberem Wasser versorgen.

Katastrophenhilfe Medizinische Versorgung

Medizinische Versorgung

Dank unserer Gesundheitskoordinatoren erhalten die Familien in den Flüchtlingslagern lebenswichtige Schulungen zu den Themen Sanitär und Hygiene. Außerdem leisten wir medizinische Hilfe für tausende Geflüchtete, unter anderem mit zehn mobilen Krankenstationen.

Katastrophenhilfe Versorgung mit Alltagsgütern

Versorgung mit Alltagsgütern

Zusammen mit Partnern vor Ort haben wir Nothilfepakete mit Decken und Heizöfen an knapp 8.000 Haushalte verteilt. So können sich die Familien vor der eisigen Winterkälte schützen. Außerdem unterstützen wir bei der Instandsetzung ihrer Unterkünfte in den Flüchtlingscamps. 

Mädchen lernt im Kinderschutzzentrum

Betreuung und Bildung für Kinder

In Kinderzentren bieten wir geflüchteten Kindern Schutz und Bildungsmöglichkeiten. Jugendliche und Erwachsene erhalten Weiterbildungsmaßnahmen. Im Nordwesten Syriens haben wir elf Kinderschutzzentren eingerichtet, darunter auch Zentren speziell für Frauen und Mädchen. 

Ahmad zieht seinem Bruder eine Maske auf, um ihn zu schützen

Ahmat verliert niemals die Hoffnung

Mit sieben Jahren ist Ahmat mit seiner Familie aus Daraa, seinem Heimatdorf im Südwesten von Syrien, geflohen und hat seine Kindheit seither in Flüchtlingscamps verbracht. „2020 war das schlimmste Jahr“, berichtet der 14-Jährige. „Ich kann nicht in die Schule gehen oder meine Freunde treffen.“ Die Corona-Pandemie hat ihn und seine Familie schwer getroffen. Von World Vision hat die Familie Gesichtsmasken, Seife und Aufklärungsmaterial bekommen. „Ich weiß, dass ich eine Maske tragen und Abstand halten muss. Das erkläre ich auch meinen Geschwistern“, so Ahmat. Gleichzeitig lernt er zuhause weiter. Die Hoffnung verliert er nie: „Ich will weiter lernen, damit ich später eine bessere Zukunft habe. Ich weiß, dass diese schwere Zeit irgendwann vorbei sein wird.“

Zehn Jahre Syrienkrieg: Unendliches Leid für Millionen Kinder

Landkarte Syrien Aleppo Idlib

Die Syrienkrise gehört zu den größten Humanitären Katastrophen unserer Zeit und zerstört das Leben und die Kindheit einer ganzen Generation. Das Leid der Menschen macht sprachlos: Nach fast zehn Jahren anhaltender Kämpfe, Millionen von Toten, Verletzten und Vertriebenen erreichen die Zahlen der Betroffenen kontinuierlich neue Höchststände: Mehr als 5,5 Millionen Syrerinnen und Syrer sind in die Nachbarländer geflohen, über 6 Millionen Menschen sind innerhalb des Landes auf der Flucht und mussten alles zurücklassen. Insgesamt sind fast 12 Millionen Menschen auf Nothilfe angewiesen – über die Hälfte von ihnen sind Kinder!

Eindrücke aus dem Flüchtlingslager, Libanon März 2016

Seit der Krieg im Jahr 2011 begann, ist World Vision vor Ort und leistet humanitäre Hilfe in Syrien, in den Nachbarländern Irak, Jordanien und dem Libanon sowie auf unsicheren Fluchtwegen. Durch die Zerstörung, die Gewalt und die Fluchtbewegungen leben Millionen Menschen in extremer Armut. Es fehlt an Nahrungsmitteln, Wasser und Medizin. Die Gewalt hinterlässt bei den Kindern tiefe Wunden: Sie haben ihr zuhause verloren, wurden von ihren Familien getrennt, können nicht zur Schule gehen oder in sicherer Umgebung spielen. Die Corona-Pandemie verschlimmert ihre Situation weiter. Denn zusätzlich zu gesundheitlichen Gefahren nehmen Kinderarbeit und Frühverheiratung infolge der verstärkten Armut von Familien zu.

Dauerhafte Hilfe für Kinder in Not

Um vor, in und nach kriegerischen Konflikten, Vertreibung oder anderen humanitären Krisen schnell und flexibel helfen zu können, sind wir auf regelmäßige Zuwendungen angewiesen. Unterstützen Sie uns, das Leid dieser Kinder zu beenden und ihnen ein Stück Kindheit zurückzugeben. Herzlichen Dank!

Wir fordern: Ursachen in Herkunftsländern bekämpfen

Je mehr Menschen aus ihrer Heimat fliehen, umso klarer wird: Es ist wichtig, die Ursachen zu bekämpfen.

„Kein Mensch verlässt seine Heimat, seine Familie, seine Eltern, Geschwister, Kinder oder Freunde freiwillig! Menschen fliehen, weil sie den Bombenterror, Folter, Tod und Grausamkeiten des Krieges nicht mehr ertragen, weil sie diskriminiert und unterdrückt werden, weil sie politisch verfolgt werden und weil sie in wirtschaftlichem und sozialem Elend leben“, gibt Christoph Waffenschmidt, Vorstandvorsitzender von World Vision Deutschland, zu bedenken. Seine Forderung: „Statt sich über Aufnahmequoten zu streiten, sollten unsere Politiker die Ursachen der Armut und der Konflikte in den Herkunftsländern bekämpfen!“

World Vision Deutschland e.V. ist Mitglied im Bündnis deutscher Hilfsorganisationen „Aktion Deutschland hilft", das ebenfalls zu Spenden für die geflüchteten Menschen aufruft.