Tony Rinaudo gewinnt alternativen Nobelpreis

World Visions „Waldmacher“ für Lebenswerk ausgezeichnet

Alternativer Nobelpreis für Tony Rinaudo

Die mühsame Arbeit eines Entwicklungshelfers, wüstenähnliche Landschaften in Wälder und fruchtbares Ackerland zu verwandeln und somit auch Kindern eine gesunde Lebensperspektive zu eröffnen, wird nun auch international als wichtiger Beitrag zur Bekämpfung von Hungersnöten, sowie zur Reduzierung von Armut und Umweltzerstörung  angesehen.

Tony Rinaudo erhält den Right Livelihood Award, auch bekannt als "Alternativer Nobelpreis". World Vision beglückwünscht seinen Mitarbeiter für diese Auszeichnung seines unermüdlichen Engagements und Lebenswerks. Die Right Livelihood Foundation würdigt mit dem renommierten Preis jedes Jahr mutige Menschen und Organisationen, die visionäre Lösungen für die Ursachen globaler Probleme anbieten. 

World Vision Mitarbeiter Tony Rinaudo erhält alternativen Nobelpreis
World Vision Mitarbeiter Tony Rinaudo erhält alternativen Nobelpreis

Wälder sind weltweit bedroht, und kein Kontinent hat mehr Wald verloren als Afrika. Der australische Agrarexperte Tony Rinaudo hat in den letzten 35 Jahren Millionen Kleinbauern in Afrika dazu inspiriert, Bäumen als Hüter fruchtbarer Erde und des Regens eine Chance zum Wachsen zu geben, anstatt sie als Feinde oder nur als Futter und Feuerholz zu betrachten. Viele haben erkannt, dass sie bereits durch natürliche Regeneration der lokalen Vegetation verloren gegangene Lebensgrundlagen wiedergewinnen, bessere Ernteerträge haben und sogar Dürren abmildern können. Beispiele dieser faszinierenden Bewegung und Transformation, aber auch die Überwindung vieler Widerstände, werden in dem 2018 erschienenen Buch „Der Waldmacher“ von Johannes Dieterich und anderen Autoren vorgestellt. 

Natürliche Regeneration kann eine wichtige Rolle bei der Milderung der Klimaveränderungen und der Verringerung des Welthungers spielen.
Tony Rinaudo

Methode der natürlichen Baumaufzucht verbreitet sich von Dorf zu Dorf

Die Ausbreitung von Wüsten in der Sahelzone zu stoppen erschien Tony Rinaudo vor rund 35 Jahren eine schier unlösbare Mammutaufgabe. Doch in einer kargen Landschaft im Niger entdeckte er, dass zerstörter Wald in einem unterirdischen Wurzel-Netzwerk fortleben und wieder belebt werden kann, wenn man nur die nachwachsenden Triebe schützt. Ihm kam die Idee Bauern dafür zu gewinnen, und daraus entwickelte er sein Konzept einer von Landwirten selbst verwalteten natürlichen Regeneration (FMNR: Farmer Managed Natural Regeneration). Dieses Konzept hat sich inzwischen in mehr als 20 Ländern als erfolgreich erwiesen. Da es bei geringen Kosten und wenig Risiken viele Vorteile für die Landwirtschaft und das lokale Klima hat, verbreiten die Bauern die Anwendung der von Rinaudo gelehrten Schnitt-und Management-Techniken selbständig von Dorf zu Dorf. Allein in Niger konnten mit Hilfe von FMNR etwa 6 Millionen Hektar Wald wieder aufgeforstet werden. Helfen Sie uns jetzt bei der natürlichen Regeneration in Kenia.

Frau stutzt einen Baum
Kinder untersuchen die Wurzeln der Pflanzen

World Vision integriert Renaturierung in ländliche Entwicklung

Da die ländliche Entwicklung ein Schwerpunkt der Entwicklungszusammenarbeit von World Vision ist, sind gute Voraussetzungen gegeben, um den Ansatz von Tony Rinaudo in Projekte zu integrieren. Eine wachsende Zahl unserer Partner – unter anderem in Kenia, Ghana, Malawi, Niger und der Senegal, aber auch Indonesien und Peru – fördert die natürliche Regeneration als Teil ihrer Strategien zur Ernährungssicherung und zur Verbesserung der Einkommen von Kleinbauern-Familien. Für viele Bauern ist die Renaturierung ein Türöffner zu einer vielfältigeren und nachhaltig profitableren Landwirtschaft, die oft auch Bienenzucht und sogar die medizinische Verwertung von Baumfrüchten umfasst. 

Nicht nur Männer und Frauen, sondern auch Kinder werden in World Vision-Projekten an der Renaturierung beteiligt. In Kenia (zum Beispiel in unseren Projekten Karemo und Lambwe) haben etliche Schulen bereits eigene Schatten spendende Wäldchen neben Obstgärten angelegt, die von den Kindern sowohl gepflegt als auch für Spiel und Freizeit genutzt werden. Manche Bauern unterstützen engagiert die Umweltbildung, und die Kinder wirken als Multiplikatoren in ihre Familien hinein – zum Wohle ihrer Ernährung und Gesundheit und auch ihrer Bildung. 

Unterstützen Sie die natürliche Regeneration in Kenia

Helfen Sie mit einer Spende die natürliche Regeneration in Karemo, in West-Kenia, voranzutreiben und verhelfen Sie somit Familien zu besserer Gesundheit und Ernährung. Die folgenden Maßnahmen werden mit Ihrer Spende umgesetzt:

Kenia Umweltschutz Schulungen

Schulung für Kleinbauern in ressourcenschonendem Anbau

Kenia Umweltschutz Technologien

Einführung klimafreundlicher Technologien (z. B. Energiesparöfen)

Kenia Umweltschutz Aufforstung

Aufforstung von 50 Hektar Land

Kenia Umweltschutz Katastrophenvorsorge

Praktische Übungen in Katastrophenvorsorge für Kinder und Erwachsene

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