Umwelt fürs Leben

Umwelt fürs Leben

Deine Spende lässt Hoffnung keimen

Der Klimawandel gefährdet Kinderleben

Der Klimawandel betrifft alle Länder, doch die ärmsten Gegenden der Welt sind am stärksten von den Folgen betroffen. Dürren, Überschwemmungen, Zyklone und andere Naturkatastrophen bereiten diesen Ländern ohnehin Probleme und der Klimawandel verschärft sie immer weiter. Es entsteht ein Kreislauf der Armut, dem viele Familien nicht mehr entkommen können: Durch Abholzungen und Dürreperioden sind die Böden ausgelaugt und es kann nicht genug geerntet werden. Die Familien haben dadurch zu wenig zu essen und können kein Einkommen generieren. Deshalb müssen noch mehr Bäume abgeholzt werden, um das Holz zu verkaufen oder es zum Kochen an den offenen Feuerstellen zu verwenden, wodurch der Boden immer weiter austrocknet.

Vetrocknete Landschaft
Die Region Humbo in Äthiopien vor der Wiederaufforstung.
Aufgeforstete Landschaft
Die Region Humbo 6 Jahre nach der Wiederaufforstung mit FMNR.

Die Arbeit von World Vision bewahrt das, was wir alle zu einem guten Leben brauchen: sauberes Wasser, gesunde Nahrung, reine Luft, sowie eine artenreiche Pflanzen- und Tierwelt. In vielen Ländern und Projekten haben wir entsprechende Maßnahmen im Programm. Eine davon ist die FMNR-Methode (Farmer Managed Natural Regeneration“), eine natürliche und kostengünstige Methode der Wiederbegrünung entwaldeter Böden. Unser Ziel ist es, Kindern gute Lebensbedingungen und dadurch Entwicklungschancen zu ermöglichen.

Dafür sind wir auf deine Spende angewiesen, die wir an verschiedenen Orten einsetzen – eben da, wo die Umwelt besonders gefährdet ist. Unterstütze uns regelmäßig mit einer Themenspende (ab 10 €/Monat). 

Erste Phase FMNR

Bei der FMNR-Methode werden bereits vorhandene, verwurzelte Pflanzen wieder groß gezogen.

Zweite Phase FMNR

Die Sträucher und Bäume werden so zugeschnitten, dass sich nur die stärksten Zweige entfalten können.

Dritte Phase FMNR

Mit der FMNR-Methode wurden weltweit bereits 20 Mio. Hektar Land wiederbegrünt.

Alvaro Soler setzt sich mit uns für Umweltschutz ein

Unser Botschafter Alvaro Soler reiste im März 2020 nach Kenia, um sich die Umweltprojekte von World Vision anzuschauen.

Alvaro Soler
Die Arbeit, die hier geleistet wird, ist beispiellos. Ich bin stolz, ein Teil davon zu sein und das großartige Team vor Ort unterstützen zu dürfen.
Alvaro Soler, Sänger

Unsere Maßnahmen für eine bessere Umwelt

  • Wir schulen die Familien darin, wie sie ihr Land mit FMNR wiederbegrünen können.
  • Wir geben qualitatives Saatgut aus, mit dem die Kleinbäuerinnen und -bauern z. B. verschiedene Gemüsesorten anbauen können.
  • Wir sensibilisieren Familien für richtige Müllentsorgung und sorgen für den Abtransport.
  • Wir zeigen Familien, wie sie energiesparende Öfen bauen können und statten sie mit Material dafür aus.
  • Wir schulen die Kleinbäuerinnen und -bauern in Umweltthemen, z. B. warum es wichtig für ihre Felder ist, vorhandene Bäume nicht abzuholzen.
  • Wir statten Familien mit Solarlampen aus, damit die Kinder auch abends spielen und lernen können.
Freude über Grünkohl

Esther aus dem Senegal ist dankbar für den Grünkohl, den sie bald essen kann.

Solarlampen aufladen in Uganda

Florence und ihre Brüder aus Uganda laden ihre Solarlampen auf, damit sie auch abends noch spielen und lernen können.

Der eigene Energiesparofen

Familien erhalten eine Ausbildung und das Material zur Herstellung ihres eigenen Energiesparofens.

Botschafter Alvaro Soler

Unser Botschafter Alvaro Soler lernte wie in Kenia ein Kochkurs in nachhaltigem Anbau und ausgewogener Ernährung geschult wird.

Eselkarren zum Mülltransport

Mit Eselkarren wird der Müll der Familien gesammelt und sicher abtransportiert.

Projektbeispiel: Senegal

Ernte teilen
Kind mit Papaya

Situation

In vielen Teilen Afrikas herrscht Trockenheit und Dürre. Auch in der Region Mabo im Senegal fällt seit 20 Jahren immer weniger Regen. Auch durch Abholzung sind die Böden ausgelaugt. Hinzu kommen die Auswirkungen von Überschwemmungen, sodass die Familien viel zu wenig ernten. Viele Menschen sind jedoch abhängig von der Landwirtschaft und durch die geringe Ernte sehr arm. Unzählige Kinder bekommen nicht genug zu essen und werden krank. World Vision setzt sich deshalb mit verschiedenen Maßnahmen dafür ein, dass die Böden fruchtbarer werden und die Ernteerträge wieder steigen.

So hilft deine Spende

Das Wachstum der wiederaufgeforsteten Bäume kann sehr schnell gehen, sodass die Familien bereits im ersten Jahr davon profitieren. Durch das Zurückschneiden überflüssiger Äste entstehen kleine Mengen Brennholz. Außerdem bieten die Bäume Schutz vor Wind und hohen Temperaturen. Die Blätter, die herunterfallen, düngen den Boden. Nach sechs Jahren ist der einst ausgetrocknete Boden wieder grün und fruchtbar. Bäuerinnen und Bauern, die ihre Äcker mit der FMNR-Methode bewirtschaften, können ihre Ernteerträge um bis zu 300 % steigern und wieder ihre Familien ernähren.

Interview mit Tony Rinaudo

Tony Rinaudo arbeitet seit 1990 für World Vision. Der Australier hat 2018 für die Entdeckung der FMNR-Methode den Alternativen Nobelpreis erhalten.

Tony Rinaudo

Wie hast du die FMNR-Methode entdeckt?

„In den 1980/90ern arbeitete ich im Niger. Dort litten die Menschen darunter, dass die Wälder abgeholzt und die Böden ausgelaugt waren. Gemeinsam mit meinen Kolleginnnen und Kollegen pflanzte ich jahrelang Bäume  mit wenig Erfolg. Ich war verzweifelt und bereit aufzugeben. Eines Tages stieg ich während einer Fahrt aus dem Auto und mir fiel ein kleiner Busch auf. Als ich näher ging, bemerkte ich, dass es die Blätter eines Baumes waren, der abgeholzt worden war und der jetzt neu keimte. In diesem Moment wurde mir bewusst, dass alles, was man für die Wiederaufforstung benötigt, bereits im Boden vorhanden war.“


Welche Vorteile hat FMNR gegenüber der Neupflanzung von Bäumen?

„Vor allem in raueren Gegenden ist die Pflanzung von Bäumen teuer und die Überlebensrate schlecht. Mit FMNR werden in der Regel einheimische Bäume wiederaufgeforstet. Sie sind das raue Klima gewohnt. Außerdem ist es nicht nötig, neue Bäume von einer Baumschule zu beschaffen, Löcher zum Einpflanzen zu graben und die Bäume zu wässern. FMNR ist kostengünstiger, schneller und leichter an die Gegebenheiten anzupassen.“


Kann Wiederaufforstung den Klimawandel eindämmen?

„Zuerst müssen die Länder ihre CO2-Emissionen auf Null bringen. Aber sogar dann gibt es bereits jetzt zu viel davon in der Atmosphäre. Bäume senken die CO2-Konzentration, weil sie während des Wachstums Kohlenstoff binden. Das heißt, wenn die Regeneration von Wäldern und Bäumen im richtigen Maße geschieht, kann das definitiv den Klimawandel eindämmen."


Kann Wiederaufforstung dabei helfen, dass weniger Menschen ihre Heimat verlassen müssen?

„Ich hoffe, dass FMNR viel häufiger durchgeführt wird. Gleichzeitig wünsche ich mir, dass die Rodung von Wäldern sowie Flächenbrände verhindert werden. Das hoffe ich nicht nur, weil es gut für die Umwelt ist, sondern auch für die Menschen auf der Erde. In vielen Ländern haben wir die Erfahrung gemacht, dass die Leute in ihrer Heimat bleiben, wenn wir die Umwelt wiederherstellen. Denn dann gibt es mehr Nahrung, mehr Futter für die Tiere und bessere Möglichkeiten, Geld zu verdienen. Die Widerstandsfähigkeit gegenüber den Klimaveränderungen erhöht sich und das Risiko für Umweltkatastrophen sinkt. Mehr Ressourcen führen oft dazu, dass es weniger Konflikte gibt und weniger Menschen auswandern müssen."