Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ist für die Konzeptionierung der langfristigen Entwicklungszusammenarbeit der Bundesrepublik Deutschland verantwortlich. Neben der bilateralen Zusammenarbeit mit den Partnerländern, unterstützt das BMZ im Rahmen unterschiedlicher Förderprogramme auch Nichtregierungsorganisationen wie World Vision Deutschland bei der Umsetzung von entwicklungspolitischen Maßnahmen.
Zeitraum
1. Dezember 2025 – 31. Mai 2028
Erreichte Personen
77.200 Menschen
Kernsektoren
Mentale Gesundheit
Budget
Beitrag von BMZ: 1.660.000 Euro; Beitrag von Word Vision Deutschland: 166.000 Euro
Unsere Arbeit auf einen Blick
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4.540
Kinder und Jugendliche nehmen an psychosozialen Unterstützungsangeboten teil
✓
1.472
Betreuungspersonen profitieren von strukturierten Gruppenprogrammen
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2.400
Personen erhalten psychologische Erste Hilfe und Krisenunterstützung
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92
Community Facilitator stärken lokale Kapazitäten für psychosoziale Unterstützung
✓
10
MHPSS-Fachkräfte werden im Rahmen von Trainingsmaßnahmen weiterqualifiziert
✓
23
Gemeinden im Westjordanland profitieren von einem verbesserten Zugang zu psychosozialer Unterstützung
Situation vor Ort
Die Lage im Westjordanland ist durch anhaltenden Konflikt, zunehmende Gewalt und strikte Bewegungsbeschränkungen geprägt. Besonders in den Gebieten B und C führen Vertreibungen, zerstörte Infrastruktur und eingeschränkter Zugang zu Dienstleistungen zu tiefgreifender Unsicherheit. Kinder und Jugendliche sind dauerhaft Stress, Angst und traumatischen Erlebnissen ausgesetzt, was sich in hohen Raten von Depressionen, Angststörungen und PTBS niederschlägt. Gleichzeitig ist der Zugang zu psychosozialen Unterstützungsangeboten stark begrenzt und gesellschaftliche Stigmatisierung erschwert die Inanspruchnahme. Wirtschaftliche Krisen und soziale Instabilität verstärken die Belastung von Familien zusätzlich.
Unser Lösungsansatz
Das Projekt wird gemeinsam mit den lokalen Partnerorganisationen EJ-YMCA und TRC umgesetzt und setzt auf einen integrierten, gemeindebasierten Ansatz. Es stärkt den Zugang zu psychosozialen Psychosoziale Unterstützung wird direkt in den Gemeinden bereitgestellt – durch psychologische Erste Hilfe, Gruppenprogramme sowie strukturierte Angebote für Kinder, Jugendliche und Betreuungspersonen. Parallel werden lokale Fachkräfte und Gemeindemoderatoren gezielt geschult, um nachhaltige Kapazitäten aufzubauen. Ein funktionierendes Überweisungssystem stellt die Verbindung zu spezialisierten Diensten sicher. Begleitende Sensibilisierungsmaßnahmen reduzieren Stigmatisierung und erhöhen die Inanspruchnahme der Angebote. Der Ansatz ist inklusiv, gendersensibel und an die lokalen Gegebenheiten angepasst.
Unsere Ziele
Ziel des Projekts ist die nachhaltige Verbesserung des psychischen Wohlbefindens von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in vulnerablen Gemeinden im Westjordanland. Gemeinsam mit den lokalen Partnerorganisationen EJ-YMCA und dem Treatment and Rehabilitation Center for Victims of Torture (TRC) wird der Zugang zu qualitativ hochwertigen psychosozialen Unterstützungsdiensten ausgebaut. Gleichzeitig stärkt das Projekt Bewältigungskompetenzen und Resilienz bei betroffenen Familien und baut lokale Kapazitäten systematisch aus. EJ-YMCA und TRC werden befähigt, evidenzbasierte MHPSS-Angebote langfristig eigenständig umzusetzen und weiterzuentwickeln. So werden nachhaltige Strukturen geschaffen, die eine kontinuierliche Unterstützung besonders gefährdeter Gruppen sicherstellen.