Projekt für den Aufbau von Kapazitäten zur Verringerung organischer Abfälle und ihre nachhaltige Bewirtschaftung

im städt. Raum in den Philippinen

Icon Kalender

Zeitraum

15. November 2025 – 14. Mai 2029

Icon Kinderschutz

Erreichte Personen

3.500 Menschen

Icon Partnerschaften

Kernsektoren

Umwelt, Klima und Ernährungssicherheit 

Icon Geld

Budget

Beitrag von BMZ: 500.000 Euro; Beitrag World Vision Deutschland: 166.667 Euro

Unsere Arbeit auf einen Blick

10

Barangays (Stadtteile) erhalten eine Kompostierungsanlage und überarbeiten ihre Abfallmanagementpläne

100

Haushalte erhalten Unterstützung zur Einrichtung eines eigenen Kompostierungssystems

300

informelle Abfallsammler*innen organisieren sich in Kooperation oder Assoziation

2.600

Erwachsene und Schüler*innen erhalten Wissen zum Thema Abfallverwertung

5

Workshops werden durchgeführt, um das Projekt mit ähnlichen lokalen und nationalen Initiativen zu vernetzen

20

Personen werden als Trainer ausgebildet, um die Projektaktivitäten zu begleiten und Wissen weiterzugeben

Situation vor Ort

In den Städten Davao und Cagayan de Oro (Philippinen) führt schnelles Bevölkerungswachstum zu steigenden Abfallmengen, die die kommunale Infrastruktur überfordern. Über 50% des Abfalls sind organisch, werden jedoch meist unsachgemäß entsorgt, verbrannt oder auf Deponien abgeladen. Dies verursacht Umweltverschmutzung, Methanemissionen und Gesundheitsrisiken wie Krankheiten durch unhygienische Bedingungen. Gleichzeitig fehlen funktionierende Systeme zur Abfalltrennung, Kompostierung und Wiederverwertung sowie technisches Wissen und finanzielle Ressourcen. Informelle Abfallsammler spielen eine wichtige Rolle, sind aber kaum organisiert und nicht in offizielle Strukturen integriert.

Unser Lösungsansatz

Das Projekt stärkt gemeindebasierte Abfallwirtschaftssysteme in 10 Barangays (Stadtteile). Dazu werden Kompostierungsanlagen und ein Biogas-Fermenter aufgebaut sowie Haushalte mit Starter-Kits unterstützt. Informelle Abfallsammler werden in Kooperativen integriert und geschult. Gleichzeitig werden lokale Behörden technisch und organisatorisch gestärkt. Sensibilisierungskampagnen in Gemeinden und Schulen fördern Verhaltensänderungen. Zusätzlich werden Geschäftsmodelle und Vermarktungsstrukturen für Kompostprodukte entwickelt (z.B. Kooperationen mit Landwirtschaft und Privatunternehmen). Ein Multi-Stakeholder-Ansatz verbindet Behörden, Zivilgesellschaft und Privatsektor, um nachhaltige Kreislaufwirtschaft zu etablieren.

Unsere Ziele

Ziel ist die Reduzierung der Umweltbelastung und eine Verbesserung der Lebensbedingungen. Konkret soll der Anteil organischer Abfälle auf Deponien auf unter 25% sinken. Gleichzeitig werden Kosten der Abfallentsorgung reduziert und neue Einkommensmöglichkeiten geschaffen. 100 Haushalte sollen ihr Einkommen um 30% steigern. Die Kapazitäten von Gemeinden, Behörden und Abfallsammlern werden gestärkt, um nachhaltige Abfallwirtschaft und Kreislaufmodelle umzusetzen. Zudem werden Wissenstransfer, politische Rahmenbedingungen und Verhaltensänderungen gefördert, um langfristige Wirkung über das Projekt hinaus zu sichern.