Dass Vannak mal ihren Traumberuf ergreifen kann, daran hat sie als Kind nicht geglaubt. Denn früher fehlt es in der kleinen Gemeinschaft in Kambodscha, in der sie aufwächst, an allen Enden. Ein Patenschaftsprojekt stößt große Veränderungen an. Und erlaubt Vannak eine Ausbildung zu machen, von der heute die ganze Gemeinschaft profitiert.
Medizinische Versorgung ist in ländlichen Gebieten oft unzureichend
Wenn Vannak durch das Gesundheitszentrum ihres Dorfes geht, erlebt sie jeden Tag, was sie und ihre Gemeinschaft erreicht haben: Schwangere kommen zur Vorsorge, Babys werden sicher geboren. Als leitende Hebamme weiß sie genau, was das bedeutet. „Früher brachten Frauen ihre Kinder zu Hause zur Welt, medizinische Versorgung gab es kaum“, erzählt die 28-Jährige.
Auch sie selbst wurde in dem abgelegenen Gebiet südwestlich von Phnom Penh geboren. „Unsere Straße stand bei Regen knietief unter Wasser, wir hatten wenig Geld, manchmal nichts zu essen“, erinnert sie sich. „Aber meine Mutter schickte mich zur Schule, denn sie glaubte an die Kraft der Bildung.“ Schon damals will Vannak Hebamme werden, doch sie hält dieses Ziel lange für unerreichbar.
Patenschaften ermöglichen Gemeinschaften, sich selbst zu helfen
Erst durch eine Patenschaft von World Vision bekommt Vannak die nötigen Materialien und wichtigen Zuspruch von ihrer Patin. „Das war unverzichtbar“, ist sich Vannak sicher. Inzwischen ist das Hilfsprojekt in Vannaks Dorf abgeschlossen.
Was bleibt, ist seine Wirkung: Die Versorgungslage ist besser geworden, mehr Kinder gehen zur Schule und gut ausgebildete junge Erwachsene verdienen in der Gemeinschaft ihr Geld mit wichtigen Aufgaben – so wie Vannak als Hebamme. „Ich bin nicht reich“, sagt sie, „aber ich kann gut leben und meinen Kindern eine Ausbildung ermöglichen.“
Vannaks erster Schritt zu ihrem Traumberuf war eine gute Schulbildung
Dieser Artikel ist zuerst im neuen World Vision Magazin erschienen. Lesen Sie weitere Geschichten junger Frauen, die ihr Leben selbst in die Hand nehmen. Und erfahren Sie, wie World Vision Bildung für Mädchen fördert und warum die ganze Gemeinschaft davon profitiert. Zur aktuellen Ausgabe