03.12.2019

Patenschaft verändert Isatas Leben

„Meine Patin ist meine Freundin.“

Autor: UBauer

Vier Jahre können ein Leben verändern. Vor allem, wenn man ein World Vision-Patenkind ist wie Isata aus Sierra Leone. Die Zwölfjährige hat in dieser Zeit erlebt, wie sich so vieles für sie und ihre ganze Familie verbessert hat. Hier sind ihre Eindrücke:

„Bevor ich ein Patenkind wurde, konnte ich nicht einmal meinen Namen schreiben. Jetzt kann ich gut schreiben“, berichtet Isata. Zwar legte ihre Mutter Aminata immer viel Wert darauf, dass das Mädchen zur Schule ging, doch die Schulgebühren überstiegen ihre finanziellen Möglichkeiten: „Ich musste mir Geld borgen, damit ich die Schule bezahlen konnte. In ihrer alten Uniform und müde von den täglichen Pflichten wie Wasserholen und zu wenig Schlaf vor Hunger, war Isata zwar in der Schule, konnte sich aber nicht gut konzentrieren.“

Patenkind Isata im Klassenzimmer
Patenkind Isata mit einer Freundin vor der Schule

World Vision hat Isatas Gemeinde mit Unterrichtsmaterialien unterstützt – Büchern, Stiften und Schultaschen. Außerdem werden die Lehrer vor Ort weitergebildet, damit auch in den ländlichen Gebieten ein hoher Unterrichtsstandard erhalten bleiben kann.

Wenn ich mir etwas wünschen könnte, dann würde ich mehr Schulen für alle Kinder in Sierra Leone bauen.
Isata, Patenkind

Isata kann jetzt viel besser zuhören und mitarbeiten. Sie ist nicht mehr so müde wie früher als sie noch dreimal am Tag zum Wasserholen laufen musste. Täglich war sie so drei Stunden unterwegs. Jetzt gibt es eine Wasserstelle in der Nähe ihres Hauses, an der sie jederzeit frisches Trinkwasser bekommt. Das spart viel Kraft und Zeit, in der sie jetzt lernen oder spielen kann. Dank World Vision konnte die jahrhundertealte Wasserstelle wieder restauriert werden.

Patenkind Isata schöpft Wasser am Fluss.
Patenkind Isata trägt den Eimer voller Wasser.
Patenkind Isata trinkt sauberes Wasser im Dorf.

Das saubere Wasser sorgt auch dafür, dass es jetzt allen in der Gemeinde viel besser geht. Vom Wasser aus dem Fluss wurden viele krank. An der gleichen Stelle im Fluss wurde gebadet, Wäsche gewaschen, Trinkwasser geschöpft und das Vieh trank auch daraus.

„Ich wurde krank, wenn ich das Wasser trank und musste dann lange im Bett bleiben“, erinnert sich Isata. Auch andere Krankheiten plagten die Familie: Sie litten immer wieder unter Malaria bis sie dank der Patenschaft unter Moskitonetzen schlafen konnten.

Patenkind Isata unter einem Moskitonetz
Patenkind Isata mit ihrer Familie vor ihrem neuen Haus.

Oft hatten sie auch schlimme Erkältungen, weil das Strohdach ihres Hauses nicht dicht war. In der Regenzeit kam das Wasser herein, tropfte durch die Decke auf die Familie und bildete Lachen am Boden, wo sie schliefen. Heute wohnt die Familie in einem Haus mit einem Dach aus Wellblech – der Regen bleibt sicher draußen, die Kinder können gut schlafen und bleiben gesund.

Isata ist sehr glücklich über ihre Patenschaft und dass World Vision vor Ort so viele Neuerungen und Unterstützung gebracht hat. Sie erinnert sich zum Beispiel noch daran, dass sie operiert werden musste: „Ich hatte einen Blinddarmdurchbruch und solche Angst. Ich weinte vor Schmerzen.“ World Vision übernahm die Kosten für die Operation, die ihre Eltern damals nicht hätten bezahlen können.

Patenkind Isata beim Gesundheits-Check-up
Patenkind Isata mit Krankenschwester Elizabeth

Dank der Spargruppen, die World Vision eingerichtet hat, und auch durch die Maßnahmen zur Förderung von Einkommen steht die Familie jetzt finanziell auf stabilen Beinen. Isatas Mutter Aminata erzählt: „Früher war es für uns sehr schwer, über die Runden zu kommen. Ich habe unter den Palmen Palmkerne gesammelt und daraus Öl produziert und verkauft. Wir lebten von einem Tag auf den anderen. Mich machte das sehr traurig.“

Wenn du als Mutter deinen Kindern nicht genug zu essen geben kannst, damit sie satt sind, fühlst du dich schlecht.
Aminata, 35 Jahre

Heute handelt sie mit Palmöl. Sie kauft und verkauft es wieder. Von dem Geld kann die Familie genug zu essen für alle kaufen, die Schulgebühren für die Kinder bezahlen und sich medizinische Behandlung leisten.

Isata freut sich auch heute noch über Essen: „Wenn ich etwas zu essen bekomme, bin ich glücklich. Das Beste ist, sich ganz satt zu fühlen. Mein Lieblingsessen ist Erdnusssuppe.”

Patenkind Isata kocht eine Suppe.
Isatas Mutter verkauft Palmöl im Dorf.

Und ihre Mutter? Sie hat große Freude an ihrer Tochter: „Isata geht gerne in die Schule. Sie interessiert sich fürs Lernen. Darüber freue ich mich sehr.” Beide wissen, dass ihre Leben ohne Patenschaft anders verlaufen wären und sind sehr dankbar: „Meine Patin ist meine Freundin. Ich bekomme so schöne Briefe von ihr. Ich mag, was sie schreibt und die Bilder, die sie mir schickt.“

Für Mutter Aminata ist die Patin aus England noch mehr als eine Freundin: „Sie ist meine älteste Tochter und ich bin sehr glücklich, dass es sie gibt.“

Das könnte Sie auch interessieren

Dein Erlebnis Kinderpatenschaft

Schenke Zukunft, feiere Erfolge, teile Freude mit deinem Patenkind!

Weben für ein besseres Leben

Patenschaft eröffnet auch Müttern Perspektiven

Geballte Lebensfreude

Juliana über ihre Reise nach Sierra Leone