17.06.2022

Krise in Sri Lanka

World Vision hilft Kindern und ihren Familien

Autor: CVogel

 

Sri Lanka steckt aktuell in der schwersten Wirtschaftskrise seit der Unabhängigkeit im Jahr 1948. Im ganzen Land kommt es daher zu öffentlichen Demonstrationen. Die Menschen versammeln sich in den größten Städten und protestieren dagegen, wie die Regierung mit der aktuellen Krise umgeht. Die größte Versammlung fand am 9. April 2022 vor dem Büro des Präsidenten in Colombo statt. Seitdem nehmen die Rücktrittsforderungen gegen ihn nicht ab. Da die Landeswährung Sri Lankas abgewertet wurde und hunderte Güter mit einer Einfuhrbeschränkung belegt wurden, gibt es zu wenig Treibstoff im Land. Außerdem kommt es immer wieder zu stundenlangen Stromausfällen. Darüber hinaus steigt die Inflation. 

Erst Corona, jetzt die nächste Krise

Die Kinder sind wie so oft von dieser Krise am stärksten betroffen. In den letzten zwei Jahren konnten sie aufgrund der Corona-Pandemie häufig nicht in die Schule gehen. Jetzt können sie teilweise nicht in die Schule gebracht werden, weil es kaum Treibstoff für die Autos und Busse gibt. Die derzeitige Situation könnte auch dazu führen, dass sie mehr vernachlässigt werden und Missbrauch sowie häusliche Gewalt erfahren. 

 

Hilfsgüter, um die Menschen während Corona zu unterstützen
Hilfe während Corona

Bereits infolge der Corona-Krise brauchten bereits zahlreiche Menschen in Sri Lanka Unterstützung.

 

Da die Preise für lebenswichtige Güter in die Höhe geschnellt sind, leidet das Land bereits unter einem enormen Mangel an Lebensmitteln und Medikamenten. Die Government Medical Officers' Association hat vor einem Gesundheitsnotstand gewarnt, da den Krankenhäusern die wichtigsten Medikamente ausgehen. Die derzeitigen Vorräte in den meisten Krankenhäusern reichen vermutlich nur noch für eine kurze Zeit. In der Zwischenzeit wurde den Arzneimittelimporteuren gestattet, die Preise für Medikamente um 20 % zu erhöhen.

Keine Zeit zu feiern - World Vision hilft

„Mitten in dieser Krise feiert World Vision Lanka sein 45-jähriges Jubiläum im Dienst für die Kinder in diesem Land“, sagt Dr. Dhanan Senathirajah, Leiter von World Vision Lanka.

In den letzten 45 Jahren haben wir auf fast jede Katastrophe in diesem Land reagiert und den Familien geholfen, sich zu erholen, wieder aufzubauen und mit mehr Widerstandskraft neu zu starten. Das werden wir auch jetzt wieder tun.
Dr. Dhanan Senathirajah, Leiter von World Vision Lanka

Und weiter: „Wir sind gerade dabei, einen Notfallplan für die Krise zu erstellen. Unsere Kolleginnen und Kollegen vor Ort haben bereits 50.000 Familien identifiziert, die aufgrund der aktuellen Situation wirtschaftlich am stärksten gefährdet sind. Als Sofortmaßnahme werden wir den Menschen durch direkte Nahrungsmittelhilfe oder einen Bargutschein-Transfer helfen“, so Dr. Senathirajah. ​​​​​​​

World Vision Lanka plant Maßnahmen im Bereich Ernährung für Kinder in Schulen und Vorschulen. Außerdem wird eine Bewertung der Ernährungslage in unseren Projektgebieten durchgeführt, um die Auswirkungen auf die bedürftigsten Bevölkerungsgruppen zu verstehen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von World Vision Lanka werden die Situation weiterhin beobachten und entsprechend reagieren.

 

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