18.11.2019

Ein Licht im Dunkel

Solarlampen verändern das Leben von Familien in Indien

Autor: UBauer

Ein Licht im Dunkel – viele Kinder in Indien wissen, wie wertvoll das ist. Es hilft ihnen, auch abends nach Sonnenuntergang noch aktiv sein zu können. Es schenkt ihnen zusätzliche Zeit, Zeit für Spiel und Spaß mit Freunden oder auch für Hausaufgaben.

In Amans Gemeinde hat World Vision Solarlampen an Haushalte ohne Strom verteilen können. Und die Lichter machen einen Unterschied – zwischen Nichtwissen und gemachten Hausaufgaben, zwischen Langeweile und Spielen mit Freunden, zwischen Niedergeschlagenheit und geschäftiger Betriebsamkeit.

Ein helles Licht zu haben, wenn es in der Nacht keinen Strom gibt, das macht mich glücklich.
Aman, 12 Jahre

Sechs Stunden mehr Zeit

Auch in der indischen Gemeinde Sambhal hat World Vision Solarlampen verteilt und damit ein ganz neues Lebensgefühl geschaffen. Die Lampen erleichtern den Alltag von inzwischen 400 Familien – ganz ohne Strom. Die Leuchten verlängern den Tag um etwa sechs Stunden. Mehr Zeit, um zu lernen, spielen, kochen oder arbeiten.

Solarlampen lassen diese Kinder in Indien länger lesen.

Farzana, 15 Jahre, im Bild ganz links, und ihre Geschwister freuen sich über die Veränderungen in ihrem Leben dank der Solarlampen: Sie können jetzt länger lesen, spielen, nähen und vieles mehr.

Mädchen in Indien strickt im Schein einer Solarlampe.

Auch Handarbeiten können jetzt noch abends gemacht werden: Farzana strickt gerne warme Pullover für ihre Geschwister.

Solarlampen helfen dieser Frau, die abends noch kocht.

Farzanas Mutter Nafisa, 32 Jahre, kocht viel entspannter Abendessen, weil jetzt nicht mehr alles vor Sonnenuntergang fertig sein muss.

Solarlampen lassen diese Mädchen abends noch draußen spielen.

Die 14-jährige Alka spielt abends gerne noch mit ihren Freundinnen draußen. „Durch die Solarlampen können wir auch nach der Dämmerung noch das Haus verlassen“, sagt sie.

„Mit unserer Kerosin-Lampe mussten wir abwechselnd lernen, weil das Licht zu schwach war und nicht für uns fünf Geschwister gleichzeitig gereicht hat“, erzählt die 15-jährige Farzana. „Außerdem war das anstrengend für unsere Augen und der Rauch, der austrat, hat unsere Augen auch gereizt. Für Prüfungen zu lernen, war unter diesen Umständen unheimlich schwierig. Früher mussten wir alle unsere Pflichten vor Sonnenuntergang erledigen – sei es Essen kochen, Hausaufgaben fertig machen oder andere Aufgaben im Haus“, ergänzt sie.

„World Vision wali light aa gayi" – „Das Licht von World Vision ist gekommen.“

Mit dem Sonnenuntergang kam früher auch eine schlechte Stimmung über das Dorf. Jetzt spürt man die Aufregung und die Bewegung im Ort, man hört die Rufe und das Klatschen. Kinder rennen umher und rufen voller Freude „World Vision wali light aa gayi.” – „Das Licht von World Vision ist gekommen.“

Obwohl ein paar Häuser der Gemeinde ans Stromnetz angeschlossen sind, gibt es manchmal auch für diese Familien über einen Monat keinen Strom, weil der Transformator kaputt ist. Im Durchschnitt haben die Häuser in Sambhal vier Stunden Strom am Tag.

Mit den neuen Solarlampen ist die Produktivität in den Familien enorm gestiegen. Farzanas ältere Schwester Asmin ist 17 Jahre alt und sagt: „Ich erledige meine Aufgaben im Haushalt tagsüber und kann jetzt abends noch schneidern und etwas für meine Familie dazuverdienen. Das Geschäft läuft gut und ich habe Kunden aus unserer und den drei Nachbargemeinden.”

Dank Solarlampen kann diese junge Frau abends noch nähen.
Frauen in Indien treffen sich dank Solarlampen auch abends.

Am sozialen Leben teilhaben

Ihre Mutter Nafisa, 32 Jahre, fügt hinzu: „Die Frauen in unserer Gemeinde haben durch die Solarlampen Zeit, an den Aufklärungsprogrammen von World Vision teilzunehmen. Wir können dabei sein, wenn in der Gemeinde Entscheidungen getroffen werden. Wir können auch in unseren Selbsthilfegruppen Zeit verbringen, ohne nach Hause zu müssen, um die Hausarbeit rasch noch vor Sonnenuntergang zu erledigen.“

Und die Kinder? Alam, der 8-jährige Bruder von Farzana, findet die neuen Lampen toll: „Wir können abends zu Hause oder bei Freunden noch Spiele spielen. Und weil die Solarlampen so hell sind, können meine Geschwister und ich jetzt gleichzeitig lernen und meine Noten sind besser geworden.“ Alam möchte Lehrer werden, damit er die Leben von benachteiligten Kindern seiner Gemeinde erhellen kann.

Alam macht im Licht der Solarlampe Hausaufgaben.

„World Vision verändert mit den Leuchten wirklich das Leben in unserer Gemeinde, jede Solarlampe ein bisschen mehr“, sagt Farzana abschließend.

Zu Weihnachten 2018 konnten wir dank unserer Spenderinnen und Spender 402 Solarlampen an Familien in Indien verteilen. Wir freuen uns, wenn Sie uns helfen, dass wir auch in diesem Jahr wieder für viele Kinder ein Licht ins Dunkel bringen können.

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