Chancengleichheit beginnt mit Bildung – doch vielen bleibt sie verwehrt
Bildung ist ein Menschenrecht. Trotzdem gehen rund 224 Millionen Kinder weltweit nicht zur Schule.
Die meisten von ihnen leben in Ländern des globalen Südens. Die Gründe dafür sind vielfältig: Schulwege sind oft viele Kilometer lang und müssen zu Fuß zurückgelegt werden. Es gibt zu wenig gut ausgebildete Lehrkräfte und geeignetes Lernmaterial. Dadurch leidet die Qualität des Unterrichts.
Auch Armut spielt eine Rolle: In vielen Familien reicht das Einkommen kaum zum Überleben. Deshalb schicken Eltern ihre Kinder nicht in die Schule, sondern zum Arbeiten – zum Beispiel aufs Feld.
Dabei ist Bildung der Schlüssel, um Armut dauerhaft zu überwinden und eine bessere Zukunft aufzubauen.
Bildung für alle: So engagiert sich World Vision weltweit
World Vision setzt sich dafür ein, dass Kinder und Jugendliche im globalen Süden Zugang zu Bildung bekommen. Denn nur wer lesen, schreiben und rechnen kann, hat die Chance auf ein Leben ohne Armut.
In unseren Projekten fördern wir gezielt Bildungsangebote – genau dort, wo sie am dringendsten gebraucht werden. Unser langfristiges Ziel ist es, Kindern eine echte Zukunftsperspektive zu ermöglichen und ihnen Wege aus der Armut zu eröffnen.
Damit das gelingt, brauchen wir Ihre Unterstützung. Mit einer regelmäßigen Spende ab 10 € im Monat helfen Sie dabei, Bildungsprojekte und Schulen zu fördern. So können wir dort helfen, wo die Not am größten ist.
Das bewirken Ihre Spenden
für Bildung vor Ort
- Wir bilden Lehrer weiter, damit sie Unterricht kinderfreundlich gestalten und motivierende Lehrmethoden anweden können.
- Wir organisieren Lese- und Schreibwettbewerbe, die Kindern Spaß machen und ihre Lernmotivation stärken.
- Wir schulen Lesehelferinnen und -helfer, die den Kindern in ihrer Freizeit beim Lesenlernen helfen.
- Wir statten Schulen, Bibliotheken und Kinder mit Lese- und Lernmaterialien aus.
- Wir gründen Leseklubs, in denen die Kinder nach der Schule lesen üben können.
- Wir unterstützen Jugendliche dabei, eine Ausbildung in einem Berufsfeld zu machen, das gute Chancen am Arbeitsmarkt bietet – und helfen ihnen bei der Jobsuche.
- Wir helfen Eltern von Kindern mit Behinderung mit Einkommensmöglichkeiten sowie Berufs- und Lebenskompetenztrainings. Außerdem fördern wir Inklusion und setzen uns gegen Stigmatisierung ein.
World Vision erreicht 4,3 Millionen Kinder in 37 Ländern mit Bildungsmaßnahmen.
Mit mobilen Bibliotheken verbessert World Vision die Lese- und Schreibfähigkeiten von Grundschülern.
Unser gemeindebasierter Ansatz erreicht auch die Kinder, die nicht in die Schule gehen können.
Spenden für Bildungsprojekte: Drei Beispiele weltweit
Bildung ist der Schlüssel zu einem besseren Leben. Doch für viele Kinder bleibt sie unerreichbar. In unseren weltweiten Bildungsprojekten setzen wir uns dafür ein, genau das zu ändern. Ob sichere Schulwege, gut ausgebildete Lehrkräfte oder Lernmaterialien – mit Ihrer Spende unterstützen Sie konkrete Maßnahmen, die Kindern den Schulbesuch ermöglichen. Drei Beispiele zeigen, wie Ihre Hilfe vor Ort wirkt.
Nicaragua
In Nicaragua können nur 46% der Kinder in der vierten Klasse richtig lesen. Viele Lehrkräfte sind schlecht ausgebildet, zudem fehlt es an Lernmaterialien. Vielen Eltern ist die Bedeutung von Bildung nicht bewusst, weshalb sie ihre Kinder nicht beim Lernen unterstützen.
Das haben wir bereits erreicht
- Schulkinder erhalten mit Büchern gefüllte Rucksäcke
- In 25 Leseklubs verbessern Kinder nach der Schule mithilfe von freiwilligen Lesehelferinnen und -helfern ihre Lesekompetenz
- Schulung von Lehrkräften
- Aufklärung von Eltern über die Bedeutung von Bildung
Libanon
Der Libanon erlebt eine vielschichtige Krise mit akuten humanitären Folgen. Seit 2019 befindet sich das Land in einer Wirtschafts- und Finanzkrise, die den Bedarf an Humanitärer Hilfe für die am meisten gefährdeten Bevölkerungsgruppen in stark benachteiligten Gebieten des Landes erhöht hat. Dazu beherbergt der Libanon schätzungsweise 1,5 Millionen syrische Geflüchtete.
Das haben wir bereits erreicht
- 279 geflüchtete Kinder erhalten Schulbildung
- 10 Lehrkräfte wurden rekrutiert und 10 Assistenzkräfte
- gesunde Ernährung in den Schulen wurde bereitgestellt
Ukraine, Georgien, Moldawien, Rumänien
In der Ukraine sind rund 1 Million Kinder aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Mehrere Millionen sind in Nachbarländer geflohen. Der Krieg hat ihre Schulbildung unterbrochen, denn Schulen mussten geschlossen werden, wurden zerstört oder die Kinder mussten mit ihren Familien fliehen. Dadurch sind Lücken in der Bildung entstanden.
Das haben wir bereits erreicht
- Über 200.000 Kinder haben wir mit Bildungsmaßnahmen erreicht.
- Über 9.000 Kinder wurden mit Lernsets ausgestattet.
- 4 Bildungseinrichten wurden erbaut bzw. instantgesetzt.
Mateos Mama ist dankbar für den Leseklub. Durch ihn konnte ihr Sohn seine Sprachschwierigkeiten überwinden.
„World Vision hat uns eingeladen, Mateo im Leseklub in unserem Dorf anzumelden. Er war jede Woche bei den Treffen dabei. Sie waren eine große Hilfe für ihn.“
„Er hat sich in der Schule verbessert und ich höre, dass er Wörter besser ausspricht. Außerdem war der Klub auch ein Ort der Begegnung mit den anderen Kindern, die sich vorher sogar über ihn lustig gemacht haben. Das tun sie jetzt nicht mehr.“
Bildung statt Benachteiligung: Ihre Spende macht Mädchen stark
Weltweit gehen rund 122 Millionen Mädchen nicht zur Schule. Armut, traditionelle Rollenbilder, Zwangsverheiratungen und fehlende Infrastruktur gehören zu den größten Hindernissen.
Viele Familien können Schulgebühren und Materialien nicht bezahlen oder messen der Bildung von Mädchen wenig Bedeutung bei.
Hinzu kommt die Gefahr geschlechtsbezogener Gewalt, die Schulwege unsicher macht. Auch fehlende sanitäre Einrichtungen führen dazu, dass Mädchen – besonders während ihrer Menstruation – häufig zu Hause bleiben.
World Vision setzt sich gezielt dafür ein, diese Barrieren zu überwinden. Gemeinsam mit lokalen Gemeinschaften, religiösen Würdenträgern und Bildungseinrichtungen fördert World Vision Geschlechtergerechtigkeit, stärkt Schutzmaßnahmen und verbessert die Lernbedingungen.
So erhalten Mädchen nicht nur Zugang zur Schule, sondern echte Chancen auf eine selbstbestimmte Zukunft.
Was Bildung für Mädchen bewirkt:
- Mit jedem weiteren absolvierten Schuljahr sinkt das Risiko für Mädchen, vor dem 18. Lebensjahr verheiratet zu werden, um bis zu 6 %.
- Weltweiter Zugang für alle Kinder zu Bildung könnte Zwangs- und Frühverheiratung beenden.
- Frauen mit weiterführender Schulbildung verdienen bis zu doppelt so viel wie Frauen ohne Schulbildung.
Interview mit der World Vision Fachreferentin für Bildung und Kinderrechte Gabriela Degen
Gabriela Degen arbeitet seit 2022 bei World Vision Deutschland. Sie weiß, dass die Bildungsqualität in Ländern des globalen Südens oft unzureichend ist.
Welche besonderen Herausforderungen gibt es vor Ort?
„Es ist nicht einfach, eine Antwort auf eine so komplexe Frage zu geben. Viele Länder holen auf, aber spüren noch immer die Folgen der Schulschließungen während der Covid-19-Pandemie. Die Lernverluste aufgrund des verpassten Schulbesuchs belaufen sich auf 2 Billionen verlorene Lernstunden. Der Krieg in der Ukraine und Millionen weitere Kinder, die in Krise und Konflikten leben, kämpfen noch immer um den Zugang zu hochwertiger Bildung. Traditionelle schädliche Praktiken wie Frühverheiratung von Kindern, Genitalverstümmelung und verschiedene Formen der Kinderarbeit hindern Kinder immer noch daran, ihr Recht auf Bildungschancen wahrzunehmen.“
„Leider hat fast eines von drei heranwachsenden Mädchen aus den ärmsten Haushalten der Welt noch nie einen Fuß in ein Klassenzimmer gesetzt."
„Darüber hinaus stellen soziale Normen, die Kinder aufgrund ihres Geschlechts, ihrer ethnischen Zugehörigkeit, ihrer Religion oder einer Behinderung diskriminieren, ein großes Problem dar. Leider hat fast eines von drei heranwachsenden Mädchen aus den ärmsten Haushalten der Welt noch nie einen Fuß in ein Klassenzimmer gesetzt. Eine Herausforderung besteht darin, den Kindern den Zugang zur Schule zu ermöglichen, aber auch die Qualität der Bildung ist eine Herausforderung. 53 % der 10-Jährigen in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen sind nicht in der Lage, einen kurzen, altersgemäßen Text zu lesen und zu verstehen. Dies ist jedoch nur die Spitze des Eisbergs von Symptomen, die mit Bildung angegangen werden sollen. Die größte Herausforderung sind die pädagogischen Kapazitäten und die Verfügbarkeit von Lehrkräften.“
Was ist das größte Problem, wenn Kinder ohne Bildung aufwachsen?
„In den meisten Ländern ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass Kinder irgendwann in ihrem jungen Leben eingeschult werden. Besucht ein Kind die Schule nicht, bedeutet es, dass es keine Ausbildung erhält, was es ihm erschwert, ein College zu besuchen oder einen angemessenen Arbeitsplatz zu finden. Dies könnte den Kreislauf der Armut fortsetzen und arme Haushalte in ungerechter Weise treffen, was die Ungleichheiten verstärkt. Kinder, die die Schule schwänzen und Eltern haben, die sie nicht zum Schulbesuch anhalten, haben ein höheres Risiko für Drogenmissbrauch, Bandenaktivitäten und kriminelles Verhalten.“
Welche Bildungsmaßnahmen fördert World Vision?
„Wir gehen gegen Bildungshindernisse vor und arbeiten mit Gemeinden und lokalen Regierungen zusammen, um die Qualität der Bildung für Kinder zu verbessern. Unser Ansatz konzentriert sich auf drei Faktoren, die das Lernen von Kindern verbessern:
• Verbesserung des Zugangs zu einer gerechten und hochwertigen Grundbildung unter besonderer Berücksichtigung von Mädchen und Kindern mit Behinderungen.
• Partnerschaften mit Eltern, lokalen Organisationen, dem Privatsektor und Regierungen, um bessere Lernergebnisse und -möglichkeiten zu erzielen.
• Stärkere Einbindung der Gemeinschaft in die Bildung, um ein günstiges Umfeld zu schaffen.“
Gibt es einen Ansatz, der besonders gut funktioniert?
„Ja, besonders bewährt haben sich Leseklubs. Dort helfen wir Kindern spielerisch beim Lesenlernen. Die Kinder können direkt im Leseklub lesen oder Bücher ausleihen und mit nach Hause nehmen. Auf diese Weise wird Lernen zum Spaß und die Erfolgsquote steigt.“
Alle Infos rund um Ihre Spende für Bildung
So erhalten Sie Ihre Spendenquittung
Bei Spenden ab 5 Euro erhalten Sie automatisch im Folgejahr zwischen Mitte Februar und Mitte März eine Spendenbescheinigung.
Wenn Sie eine Zweitschrift Ihrer Spendenbescheinigung für das vergangene Jahr benötigen, können Sie diese über dieses Formular anfordern.
Wenn Sie eine Spendenbescheinigung aus den Vorjahren benötigen, können Sie hier mit dem Service-Team in Kontakt treten.
Einmalig oder dauerhaft spenden: schon ab 10 Euro
Sie haben die Möglichkeit, dauerhaft oder einmalig zu spenden.
Schon ab 10 Euro können Sie dazu beitragen, das Leben von Kindern in schwierigen Verhältnissen zu verbessern und Hoffnung zu schenken.
Generell gibt es für Spendensummen keine Begrenzung. Allerdings kann man Spenden nur bis zu einer bestimmten Grenze von der Steuer absetzen. Diese Grenze liegt bei 20 Prozent aller Einkünfte pro Steuerjahr.
Einfach und sicher online spenden
Bei uns haben Sie die Möglichkeit, bequem per Kreditkarte oder SEPA-Lastschrifteinzug zu spenden.
Ihre Daten werden SSL-verschlüsselt übermittelt. Das heißt, Ihre Daten können während der Übertragung nicht manipuliert oder gelesen werden.
Keine vertragliche Bindung. Jederzeit kündbar.
Spenden für Bildung sind steuerlich absetzbar
World Vision ist als gemeinnützig anerkannt, daher können Sie Ihre Spenden an World Vision Deutschland e. V. steuerlich absetzen.
Bei Spenden ab 5 Euro erhalten Sie automatisch eine Spendenbescheinigung. World Vision übermittelt Ihre Spenden nicht automatisch an das Finanzamt.
Dorthin geht Ihre Spende
Ihre Spenden fließen in Bildungsprojekte weltweit. Wir sind in 100 Ländern aktiv.
Ihre Spende für Kinder wird wirkungsvoll eingesetzt. Das bestätigen uns das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) und das Zertifikat des Deutschen Spendenrats.
Ihr Geld kommt an
World Vision setzt Spendenbeiträge effizient und nachhaltig ein. Unsere gesamte Projektarbeit unterliegt verschiedenen externen Kontrollen und international festgelegten Qualitätsstandards. Der besonders verantwortungsvolle Umgang mit Spenden wird durch das Siegel des Deutschen Zentralinstitutes für Soziale Fragen (DZI) und das Zertifikat des Deutschen Spendenrats bestätigt.
88,9 % Projektaufwand – fließen direkt in unsere Projekte vor Ort
8,8 % Werbung und allgemeine Öffentlichkeitsarbeit, Serviceteam – damit noch mehr Kindern geholfen werden kann
2,3 % Verwaltungsausgaben – für die Organisation der Teams und Projekte
Noch Fragen? Wir helfen gerne weiter.
Kontaktstelle für Spenden und Patenschaften
Sind noch Fragen offen?
Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung und beantworten Ihre Fragen zu Patenschaften und Spenden.
So erreichen Sie uns:
Mo. – Fr.: von 8:30 – 17:00 Uhr kostenfrei telefonisch unter 0800 - 0 10 20 22
oder über unser Kontaktformular.