Bildung fürs Leben

Bildung fürs Leben

Deine Spende schließt mehr als eine Bildungslücke

Bildung ist der Schlüssel zur Entwicklung

Bildung ist ein Menschenrecht, jedoch gehen 264 Millionen Kinder weltweit nicht zur Schule. Die meisten von ihnen leben in Entwicklungsländern. Dafür gibt es zahlreiche – nachvollziehbare – Ursachen. Zum einen sind die Schulwege sehr weit, oft sind es kilometerlange Fußmärsche. Außerdem gibt es nicht genug gut ausgebildete Lehrer und Lernmaterial, sodass die Unterrichtsqualität häufig schlecht ist. Statt in die Schule schicken viele Eltern ihre Kinder zum Beispiel zur Arbeit aufs Feld, denn in der Situation vieler Familien muss jeder mit anpacken. Dabei bringt Bildung die Chance, der Armut zu entkommen!

Geschwister legen einen weiten Weg zur Schule zurück
Junge schreibt an die Tafel

Kindern und Jugendlichen in Entwicklungsländern Bildung zu ermöglichen, ist ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit von World Vision. Denn nur wer gebildet ist, hat die Chance auf ein Leben ohne Armut. In vielen Ländern und Projekten haben wir entsprechende Maßnahmen im Programm. Unser Ziel ist, den Kindern langfristig die Perspektive auf ein Leben ohne Armut zu geben.

Dafür sind wir auf deine Spende angewiesen, die wir an verschiedenen Orten einsetzen – eben da, wo die Bildungslücken besonders groß sind. Unterstütze uns regelmäßig mit einer Themenspende (ab 10 €/Monat). 

World Vision erreicht derzeit 4 Millionen Kinder in über 60 Ländern mit Bildungsmaßnahmen.

World Vision erreicht 4 Millionen Kinder in über 60 Ländern mit Bildungsmaßnahmen.

Mit mobilen Bibliotheken und Lesehelfern will World Vision die Lese- und Schreibfähigkeiten von Grundschülern verbessern.

Mit mobilen Bibliotheken verbessert World Vision die Lese- und Schreibfähigkeiten von Grundschülern.

Ihre Spende schließt mehr als eine Bildungslücke

Unser gemeindebasierter Ansatz erreicht auch die Kinder, die nicht in die Schule gehen können.

Das bewirkt deine Spende für die Bildung vor Ort

  • Wir bilden Lehrer darin fort den Unterricht kinderfreundlich zu gestalten und motivierende Lehrmethoden anzuwenden.
  • Wir schulen Lesehelfer, die den Kindern in ihrer Freizeit beim Lesenlernen helfen.
  • Wir statten Schulen, Bibliotheken und Kinder mit Lese- und Lernmaterialien aus.
  • Wir übernehmen einen Teil der Schulgebühren von bedürftigen Kindern.
  • Wir gründen Leseklubs, in denen die Kinder nach der Schule lesen üben können.
  • Wir schaffen bei den Eltern mehr Verständnis für die Bedeutung von Bildung und erklären ihnen, wie sie ihre Kinder beim Lernen unterstützen.
In gut ausgestatteten Klassenräumen können Kinder leichter lernen.

In gut ausgestatteten Klassenräumen können Kinder leichter lernen.

Kinder lernen Lesen

Kinder können sich gegenseitig beim Lesenlernen helfen.

Kinder beim Lese- und Spielespaß in einem Leseklub

Der 52-jährige Vater Fabianus wurde Lesehelfer und sagt nun: „Wir Eltern sind mitverantwortlich, dass unsere Kinder richtig lesen lernen."

Flüchtlingskinder vor ihrer Schule in Äthiopien

Dank World Vision können geflüchtete Kinder in Äthiopien wieder eine Schule besuchen.

Kind lernt Lesen und Schreiben

Lehrer Kornelis Paur aus West Manggarai ist dankbar für die Schulungen

„Ich unterrichte die erste bis dritte Klasse. Ich weiß: Wenn Kinder in diesem Zeitraum nicht richtig lesen lernen, werden sie ihre Lesefähigkeiten auch später nur schwer verbessern können. Dank der Schulung von World Vision kenne ich jetzt gute Lehrmethoden, um den Kindern spielerisch das Lesen beizubringen.“

Bildung für alle: Projektbeispiele

In einer mobilen Bibliothek in Jakarta lernen die Kinder lesen

Indonesien

In den ländlichen Regionen werden nur 60 % der Kinder eingeschult. Zudem sind nur die Hälfte der Lehrer gut ausgebildet und kennen moderne Lehrmethoden. Als Folge kann in den ländlichen Regionen jedes dritte Kind nach Abschluss der Grundschule nicht richtig lesen und schreiben.

Das haben wir bereits erreicht

  • In fünf Leseklubs verbessern 366 Kinder nach der Schule ihre Lesekompetenz
  • Freiwillige Lesehelferinnen und -helfer unterstützen die Kinder in den Leseklubs
  • Ein Lesebus bringt einmal pro Woche neues Lese- und Lernmaterial in die Dörfer
  • Schulung von 44 Lehrern und 600 Eltern zur Unterstützung beim Lesen- und Schreibenlernen
Schulkinder in Kenia

Kenia

In Lokis kommen viele Kinder aus Nomadenfamilien. Da sie mit ihren Eltern auf der Suche nach Weideland von Ort zu Ort ziehen müssen, verpassen sie häufig den Unterricht. Außerdem haben viele Kinder einen weiten und gefährlichen Schulweg, der eine tägliche Herausforderung darstellt.

Das haben wir bereits erreicht

  • Teilweise Übernahme der Schulgebühren für bedürftige Kinder
  • Schlafmöglichkeiten in Schulen für Kinder mit weiten Schulwegen
  • Bereitstellung von Lernmaterialien und Solarlampen zum Lernen nach der Schule
  • Verteilen von Geburtsurkunden für einen erleichterten Schuleintritt
Jugendliche bei Beratung

Kaukasus

In der Region Abchasien sind 92 % der Menschen arbeitslos. Vielen Jugendlichen fehlt es an der nötigen Bildung, an Fertigkeiten, Unterstützung und Ausbildungsmöglichkeiten, um einen guten Beruf zu erlernen. Daher leiden viele von ihnen an Perspektivlosigkeit.

Das haben wir bereits erreicht

  • 200 Jugendliche lernen Lebensfähigkeiten, wie z. B. Problemlösungskompetenzen
  • Beratung zu individuellen Berufswünschen und Perspektiven der Jugendlichen
  • Ausbildungsplätze für 17 Jugendliche in verschiedenen Handwerksberufen
  • Unterstützung von 68 jungen Menschen bei der Gründung von Kleinunternehmen

Interview mit Bildungsexpertin Verena Bloch

Verena Bloch arbeitet seit 2015 bei World Vision Deutschland. Von Projektreisen weiß sie, dass die Bildungsqualität in vielen Ländern noch unzureichend ist.

Verena Bloch

Haben alle Entwicklungsländer dieselben Lücken im Bildungsbereich?

„Nein. Manche Länder stehen noch vor der Herausforderung, Kindern überhaupt Bildung zu ermöglichen. In anderen Ländern ist die Teilnahme am Unterricht schon sehr hoch, aber die Qualität schlecht. Außerdem gibt es Unterschiede beim Bildungsgrad: Grundschulen sind oft vorhanden, aber weiterführende Schulen oder Universitäten sind Mangelware. Leider fehlt vielen Menschen das Bewusstsein für Bildung und es gibt Länder ohne Institutionen zur frühkindlichen Förderung, wie zum Beispiel Kindergärten. Dabei wird dort der Grundstein für die Entwicklung eines Kindes gelegt.“


Was ist das größte Problem, wenn Kinder ohne Bildung aufwachsen?

„Das größte Problem ist sicherlich, dass Menschen ohne Bildung systematisch „klein“ gehalten werden und kaum Chancen haben, in einer globalisierten Welt mitzuhalten, zum Beispiel einen guten Job zu bekommen. Wer nicht genug Wissen und Lebenskompetenzen hat, ist also nur eingeschränkt fähig, sein Leben selbst zu gestalten oder zu ändern.“
 

Welche Bildungsmaßnahmen fördert World Vision?

„Unser oberstes Ziel ist, die Bildungsqualität an Grundschulen zu verbessern. Dazu bilden wir unter anderem Lehrer weiter und erarbeiten mit den Menschen vor Ort Lehr- und Lernmaterialien in der Sprache der Kinder. Auch außerhalb der Schulen bieten wir Bildungsmaßnahmen an, um auch Kinder zu erreichen, die nicht in die Schule gehen oder in sehr abgeschiedenen Dörfern leben. Besonders bewährt haben sich Lesecamps und mobile Bibliotheken. Dort helfen wir Kindern in ihrer Freizeit beim Lesenlernen. Die Kinder können direkt an der Bibliothek lesen oder Bücher ausleihen und mit nach Hause nehmen. Auf diese Weise wird Lernen zum Spaß und die Erfolgsquote steigt.“
 

Warum ist es so wichtig, die Eltern zu schulen?

„Eltern sind für ihre Kinder die Vorbilder. Wenn sie gern lernen, ist die Chance um ein Vielfaches höher, dass auch ihre Kinder gute Erfolge zeigen. World Vision arbeitet jedoch in Regionen, wo viele Eltern nicht zur Schule gegangen sind, weil sie arbeiten mussten oder es keine Schule gab. Woher sollten diese Eltern wissen, wie wichtig Bildung ist? Ihnen das zu vermitteln, ist jetzt unsere Aufgabe. Nur wenn wir die Eltern mit einbeziehen, können wir nachhaltig etwas bewirken.“