Kinder lernen wie wichtig es ist eine Maske zu tragen, um sich vor Corona zu schützen

Coronavirus

Pandemie bedroht das Leben von Millionen Kindern

Die Welt ist im Ausnahmezustand: Das Coronavirus stellt unser Leben auf den Kopf. Wir sind alle in Sorge um geliebte Menschen in unserer Umgebung. Wir versuchen unsere Familien zu schützen, unterstützen uns gegenseitig und nehmen Rücksicht aufeinander. Um die Ausbreitung der Krankheit COVID-19 einzudämmen und betroffenen Menschen auf der ganzen Welt zu helfen, müssen wir zusammenarbeiten.

Das Coronavirus trifft besonders die Menschen in den ärmsten Regionen der Welt sehr schwer. Armut, Hunger und Kindesmissbrauch nehmen infolge der Krise massiv zu. Das Leben von Millionen Kindern weltweit ist durch das Virus bedroht. Sie leben zum Beispiel in Flüchtlingslagern, in denen Social Distancing oder die Einhaltung von Hygienerichtlinien kaum möglich ist. 10 Millionen Kinder sind außerdem infolge von COVID-19 von Hungersnot bedroht. Gemeinsam wollen wir Kindern in dieser Katastrophe helfen.

Ihre Spende gegen die Ausbreitung des Coronavirus

Warum ist Corona für Kinder in ärmeren Ländern so gefährlich?

Familie wird mit Lebensmittelpaketen versorgt

In den ärmeren Ländern dieser Welt haben viele Familien keinen Zugang zu Gesundheitsversorgung oder sauberem Wasser. Gleichzeitig leiden Millionen Menschen an Unterernährung und schlimmen Vorerkrankungen wie Malaria, HIV oder Tuberkulose. Für sie wird das Coronavirus zur Lebensgefahr! Die Menschen in überfüllten Flüchtlingslagern sind besonders gefährdet durch die Pandemie. Distanz und Hygieneregeln einzuhalten ist hier kaum denkbar. Dadurch ist das Risiko einer Ausbreitung des Virus hier extrem hoch. Es gibt kaum Zugang zu sauberem Wasser, Medikamenten, Schutzkleidung oder Seife. Auch die Hungerkrise verschlimmert sich infolge der Pandemie und die verstärkte Armut von Familien in ärmeren Ländern führt zu einem Anstieg von Kindesmissbrauch, Gewalt, Kinderarbeit oder Frühverheiratung. So sind es besonders arme Kinder, die den unerträglichen Folgen der Pandemie ausgesetzt sind.

Kinder werden von den Folgen der Corona-Krise am stärksten betroffen sein.
Kathryn Tätzsch, Krisenmanagerin bei World Vision

Millionen Kinder weltweit bedroht durch Hunger, Armut und Gewalt

Yakuta hat Angst um ihre Kinder wegen des Coronavirus

Katastrophale Wahl: COVID-19 oder Hunger

„Ich habe schreckliche Angst, dass meine Kinder ihre Eltern verlieren“, berichtet Yakuta, eine junge Mutter aus dem Südsudan. Trotz der Gefahren durch das Coronavirus muss ihr Ehemann täglich mit dem Bus auf den Markt fahren, um die Familie weiter ernähren zu können. Wie Yakuta und ihre Familie sind im Südsudan Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen und von ihren geringen Gehältern abhängig. Die Auswirkungen der Pandemie haben katastrophale Folgen für sie, denn die Hungersnot der Menschen wird sich weiter verschlimmern und das Leben von Millionen Kindern bedrohen. 

Kabita leidet wegen Corona unter Gewalt

Für viele Kinder ist Zuhause kein sicherer Ort

Verzweiflung und Gewalt bestimmen den Alltag von Kabita aus Bangladesch. Durch die Pandemie hat die Familie ihr Einkommen verloren, leidet an Hunger. „Mein Vater ist sehr frustriert. Wenn wir nach Essen fragen, wird er wütend und schlägt uns“, berichtet die 12-Jährige. Weltweit nimmt die Gewalt gegen Kinder derzeit infolge der Pandemie zu. Eigentlich geht Kabita in die 6. Klasse und möchte Ärztin werden. Doch weil die Armut von Millionen Familien sich verschlimmert, werden viele Kinder nicht mehr in die Schule zurückkehren, da sie arbeiten und zum Familieneinkommen beitragen müssen.  

Globale Nothilfe: So helfen wir Menschen vor Ort

Zur globalen Bekämpfung von COVID-19 haben wir die größte humanitäre Hilfsaktion in der Geschichte von World Vision gestartet. Dank Ihrer Hilfe, unserem internationalen Netzwerk und Partnern vor Ort haben wir mit unseren Hilfsmaßnahmen innerhalb von sechs Monaten über 51 Millionen Menschen geholfen – davon über 22 Millionen Kinder!

37.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 400.000 Respektpersonen aus Religion und Gesellschaft sowie 220.000 Gesundheitshelferinnen und -helfer aus unseren Projekten unterstützen uns dabei. Je nach individuellem Bedarf setzen wir Maßnahmen in all unseren Projektländern um. Ein Fokus liegt auf besonders gefährdeten Regionen, wie z. B. Indien, Syrien, Bangladesch, Senegal oder Afghanistan. Mit Maßnahmen zu Gesundheitsversorgung, Ernährung und Bildung erreichen wir jede Sekunde ein weiteres, besonders gefährdetes Kind.

Gemeinsam haben wir:

Junge wäscht sich die Hände
Hygiene- und Schutzmaßnahmen
  • 24 Mio. Menschen über Hygieneregeln aufgeklärt
  • 79.000 Handwaschstationen aufgebaut
  • 2,4 Mio. Hygienepakete an Familien verteilt
Kind erhält ein Hilfspaket
Ernährungs- und Einkommenssicherung
  • Bargeld oder Gutscheine an 1,8 Mio. bedürftige Familien verteilt
  • 6,2 Mio. Familien mit Lebensmittelpaketen versorgt
  • Kochutensilien und Ausstattung für 87.951 Haushalte bereitgestellt
Gesundheitshelferin untersucht Kind
Gesundheitsmaßnahmen und -ausrüstung
  • 105.047 Gesundheitshelferinnen und -helfer geschult
  • 411.922 Schutzausrüstungen an medizinisches Personal verteilt
  • 6,7 Mio. Masken und 4,3 Mio. OP-Handschuhe ausgegeben

Junge bekommt ein Radio für den Unterricht von zuhause
Aufklärung und Kinderschutz
  • 28 Mio. Menschen mit Präventionsmaßnahmen erreicht
  • 1,3 Mio. Kinder mit Kinderschutzmaßnahmen erreicht
  • 658.475 (Online-)Lernmaterialien an Kinder verteilt
Jorman freut sich über das Lernpaket

Jorman kann jetzt zuhause lernen

Der 5-jährige Jorman aus Ecuador freut sich über die Lernmaterialien, die er von World Vision erhalten hat. So kann er auch während der Quarantäne weiter für die Schule lernen. Weil die Auswirkungen der Pandemie Kinder aus ärmeren Familien, wie die von Jorman, besonders hart treffen, verteilt World Vision neben Lernmaterialien für Kinder auch Hygiene- und Lebensmittelpakete an die bedürftigen Familien.

KINDHEITSRETTER

Dauerhafte Hilfe für Kinder in Not

Millionen Kinder weltweit sind Opfer von Gewalt, kriegerischen Konflikten oder humanitären Katastrophen. Sie sind geschwächt durch Krankheiten und Hunger, leiden unter den Strapazen einer Flucht und haben kein sicheres Zuhause. Die Pandemie wird ihre Lage weiter verschlimmern, denn Gewalt, Hunger, Kinderarbeit und sexuelle Ausbeutung nehmen zu.

Um diesen Kindern schnell und flexibel helfen zu können, sind wir auf regelmäßige Zuwendungen angewiesen. Unterstützen Sie uns, das Leid dieser Kinder zu beenden und ihnen ein Stück Kindheit zurückzugeben. Herzlichen Dank!

World Vision Deutschland e.V. ist Mitglied im Bündnis deutscher Hilfsorganisationen „Aktion Deutschland hilft", das ebenfalls für die Corona-Nothilfe weltweit aufruft.