Fußballprofi Nadiem Amiri engagiert

Fußballprofi Nadiem Amiri engagiert sich mit World Vision für notleidende Familien in Afghanistan

Hilfe für über 300 Familien

Friedrichsdorf, 15.12.2022

Nadiem Amiri engagiert sich zusammen mit World Vision für notleidende Menschen in Afghanistan. Der Offensivspieler von Bayer 04 Leverkusen spendet Carepakete für über 300 Familien in seiner zweiten Heimat Afghanistan und ruft zur Unterstützung der Menschen insbesondere im Winter auf.

„Ich bin glücklich, in Deutschland aufgewachsen zu sein. Es tut mir zugleich jedoch im Herzen weh zu sehen, wie die Menschen in Afghanistan leiden“, erklärt Nadiem Amiri, Mittelfeldspieler von Bayer 04 Leverkusen.  Seine Familie flüchtete in den 1980er Jahren aus Afghanistan nach Deutschland. Wenngleich der 26-Jährige in Deutschland geboren ist, fühlt er sich seiner zweiten Heimat sehr verbunden – und den Menschen in Afghanistan verpflichtet. „Ich möchte einfach helfen und den Landsleuten meiner Familie etwas Gutes tun. Mein Vater war erst neulich vor Ort und hat mir dann ausführlich berichtet über die aktuellen Zustände.“ Amiri wird demzufolge ebenfalls für Menschen in Afghanistan spenden.  Dank dieser Spende können weit über 300 afghanische Familien durch World Vision mit Nothilfepaketen versorgt werden.

„Als Menschen, die in Deutschland aufgewachsen sind, und erst recht als Fußballprofis genießen wir riesige Privilegien. Dafür bin ich einerseits enorm dankbar, andererseits möchte ich aber auch den Menschen, die weniger privilegiert leben, helfen und ihnen eine Freude bereiten“, sagt Amiri und fügt an: „Jeder weiß, dass Menschen in anderen Ländern der Welt Hilfe benötigen und jeder kann dazu seinen Beitrag leisten.“ Er selbst leistet seinen Beitrag insbesondere für das Land, in dem seine Wurzeln liegen: Afghanistan.

Die Situation in Afghanistan

In dem südasiatischen Land, aus dem Amiris Familie einst geflohen war, leben sehr viele Menschen in schwer zugänglichen Gebirgsregionen und erhalten bei Krankheiten oft keine medizinische Hilfe, da die Gesundheitsversorgung sehr geschwächt ist. Der Verlust von Arbeitsplätzen, steigende Lebensmittelpreise und die Pandemie machen es  auch den in Städte umgezogenen Menschen aktuell sehr schwer sich mit dem Nötigsten zu versorgen. Derzeit ist jeder dritte Einwohner Afghanistans auf humanitäre Hilfe angewiesen. Der Kälteeinbruch und die besonders lange Winterzeit verschlimmern die Not der afghanischen Bevölkerung – insbesondere über Nacht gehen die Temperaturen von Dezember bis Februar regelmäßig unter den Gefrierpunkt. „Ich weiß nicht, was Hunger ist. Ich weiß nicht, was Angst ist. Und das sollte auch kein Mensch auf dieser Welt fühlen“, konstatiert Amiri, der zugleich weiß, dass Hunger, Kälte und Angst für viele Menschen zum Alltag zählen. Dagegen möchte er vorgehen: „Gerade wenn man den Blick über den Tellerrand, über die Grenzen Deutschlands hinaus richtet, merkt man, dass nichts selbstverständlich ist. Was hierzulande nicht der Rede wert ist, hilft in Afghanistan ganzen Familien durch den Winter.“

Tatsächlich fehlt es oft an grundlegenden Dingen: Eine wärmende Decke und ein Hygienepaket können bereits Not lindern. Beides ist im „Carepaket Afghanistan“. Und beides schenkt Familien dort ein wenig Normalität und die Chance, sich zum Beispiel vor Unterkühlungen, dadurch entstehenden Lungenentzündungen oder sonstigen Krankheiten schützen zu können. So enthält beispielsweise ein Hygienepaket alles, was dringend gebraucht wird wie Zahnbürsten, Zahnpasta, Toilettenpapier, Damenbinden und Seife.

Mit diesem „Carepaket Afghanistan“ gehen die Spenden direkt nach Afghanistan. Das Paket ist zum Preis von 50 Euro zu erwerben – und obwohl es vermeintlich nur Decken und Hygieneprodukte enthält, ist es für Menschen in Afghanistan keine Selbstverständlichkeit. Es ergänzt zudem andere Hilfen von World Vision, die die Lage von Kindern und Familien ebenfalls verbessern.

Über World Vision
 

World Vision ist eine internationale Hilfsorganisation, die sich mit über 70 Jahren Erfahrung der gezielten Entwicklungsarbeit widmet und in fast 100 Ländern Kinder und ihre Familien im Kampf gegen Armut und Ungerechtigkeit unterstützt. “Das Gute Geschenk” ist dabei eine greifbare Form von Spenden für Nothilfe- und Entwicklungsprojekte. Neben dem Carepaket für Afghanistan kann man auch Geschenke wie eine Ziege, Lernmaterial oder Obstbäume spenden. Der World Vision Shop bietet eine große Auswahl an Spendengeschenken für Leute, die schon alles haben, und mit denen man gleichzeitig Menschen hilft, die so gut wie nichts besitzen. Natürlich werden diese Dinge nicht als Geschenk verpackt, sondern stehen symbolisch für World Visions Arbeit. Das Gutes Geschenk wird dort eingesetzt, wo das Geld gerade am nötigsten gebraucht wird: insbesondere in unseren Nothilfe- und Entwicklungsprojekten. Mehr Infos unter www.worldvision.de/NadiemAmiri