Den Kindern in unseren Projekten Bildung ermöglichen

Mit Bildung in die Zukunft investieren

Echte Chancen für Kinder und nachhaltige Entwicklung

Wer zum Lernen ermutigt und in gute Bildung investiert, gibt jungen Menschen das wichtigste Werkzeug für ein eigenständiges Leben in die Hand. World Vision setzt sich dafür ein, dass auch die ärmsten und in Krisen lebenden Kinder durch Bildung echte Chancen erhalten.

Unser Engagement für Bildung zielt auf eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung bei Kindern und auf vielfältiges Lernen für das Leben. Daher fördern wir nicht nur die gängige Schul- und Berufsausbildung, sondern auch den Erwerb lebenspraktischer Kompetenzen bei allen Altersgruppen. Ein gutes Fundament für lebenslanges Lernen kann schon bei der Förderung von Kleinkindern,  in der Erziehung durch die Familie und Anregungen aus dem Umfeld gelegt werden. Die Voraussetzungen dafür sind aber  längst noch nicht überall auf der Welt geschaffen.

Armut hat Jesmin aus Bangladesch zur Kinderarbeit gezwungen.

Arbeitende Kinder wissen, was auf dem Spiel steht

Ohne Bildung hat man sehr eingeschränkte Möglichkeiten. Das erleben viele in Armut lebende Kinder bereits bei ihren Eltern, die zum Beispiel als Landarbeiter, Straßenverkäufer oder Tagelöhner oft kaum genug zum Überleben verdienen. Jesmin aus Bangladesch musste wegen der Geldnöte ihrer Eltern schon mit acht Jahren als Hausmädchen arbeiten und die Schule verlassen. Ihr ganzer Lohn für täglich sieben Stunden harte Arbeit bestand aus drei Mahlzeiten. Zeit um Spielen hatte sie nicht. Jesmin hat mit Abendkursen den Wiedereinstieg in die Schule geschafft, weil sich Mitarbeiter unseres Projekts für arbeitende Kinder beharrlich für ihr Recht auf Bildung eingesetzt haben. „Erst seit ich wieder lernen durfte, habe ich einen Sinn im Leben gesehen", erinnert sich die 14-Jährige. Die Zulassung zur weiterführenden Schule hat sie sich selbst erarbeitet, denn sie weiß, was für sie auf dem Spiel steht. Damit es auch andere Kinder begreifen, will Jesmin „eine richtig gute Lehrerin werden“.

Expertin Verena Bloch World Vision-Expertin Kinderrechte und Bildung
In den Bildungsprogrammen geht es World Vision nicht nur um das Erlernen guter Lese- und Rechenfähigkeiten, sondern zudem um eine ganzheitlich positive Entwicklung von emotionalen, sozialen und kognitiven Fähigkeiten. Verena Bloch, Fachreferentin für Kinderrechte und Bildung
Bildung in Laos
Gemeinsam können wir es schaffen

Globales Umdenken bei Bildungsinitiativen

Kinder in die Schule zu bringen war lange Zeit das Hauptziel internationaler Anstrengungen für das Recht auf Bildung. Auch World Vision hat viele arme Regionen erfolgreich dabei unterstützt, dieses Ziel zu erreichen. Viele Schulen wurden gebaut, Lehrmaterialien zugänglich gemacht und Lehrer*innen zur Arbeit in Dorfschulen motiviert. Auch Hindernisse wie fehlende Geburtsurkunden oder Vorbehalte gegen Schulbildung - zum Beispiel für Mädchen - wurden abgebaut. 

Trotz vieler positiver Trends wurde in den Weltbildungsberichten der UNESCO deutlich, dass eine gute Grundbildung für alle Kinder weltweit nur mit weiteren Reformen und mehr gezielter Förderung von Kindern in schwierigen Lebenslagen erreicht werden kann. Derzeit erzielen Millionen Kinder beim Schulbesuch nicht die Lernerfolge, die sie für einen erfolgreichen Abschluss und für weiteres Vorankommen brauchen. Viele von ihnen bleiben sogar Analphabeten. Und mehr als 50 Millionen Kinder besuchen keine Schule. 

Die Herausforderungen stehen in engem Zusammenhang zu Armut, aber auch zum Bevölkerungswachstum, zu Kulturen und zu Ungleichheiten. So erhält in vielen Entwicklungsländern weniger als die Hälfte aller Kinder eine Vorschulerziehung, die meist nicht kostenlos angeboten wird. Grundschulen auf dem Land sind oft überfüllt und schlecht ausgestattet. Wenn es wenig Lernanreize im Umfeld gibt, es auch an Möglichkeiten für eine Fortsetzung der Ausbildung nach der Grundschule fehlt, werden Kinder armer Familien außerdem oft früh zur Arbeit geschickt und besuchen nur unregelmäßig oder wenige Jahre die Schule. Krisen unterbrechen den Schulbesuch ebenfalls oft für Jahre.

Heute werden für die Entwicklungszusammenarbeit wegen dieser Erkenntnisse andere Schwerpunkte gesetzt. Es geht vor allem darum, die Qualität von Bildung zu verbessern, Benachteiligungen entgegen zu wirken und außerschulische  Lernmöglichkeiten einzubeziehen. Außerdem empfiehlt die aktuelle Bildungsagenda 2030, mehr auf Inklusion zu achten und stärker auf die Lernbedürfnisse von Jugendlichen einzugehen. Im Kontext der neuen Entwicklungsziele, die 2015 von allen Ländern beschlossen wurden, erhält auch die Ausrichtung von Bildung auf nachhaltige Entwicklung einen höheren Stellenwert. 

Mädchen mit Leseheft

Bildung ist ein Schlüsselfaktor für die Entwicklung einer Gesellschaft. In vielen Ländern haben Kinder aber keinen oder nur beschränkten Zugang dazu.

Schülerinnen auf Haiti

Die Herausforderungen im Bildungsbereich sind von Land zu Land unterschiedlich und müssen bei der Projektplanung individuell überlegt werden.

Bildung macht Spaß.

Bildung kann Spaß machen – das zeigt uns dieser lachende Junge.

Kinder in einem Klassenzimmer in Sambia

In dieser Schule werden aus Mangel an Lehrern mehrere Altersgruppen gleichzeitig unterrichtet. Die Kinder sind trotzdem lernbereit und wissbegierig.

Frühförderung in Indien

Auch Frühförderung ist ein wichtiges Thema. In einem Anganwadi, einem Kinderzentrum in Indien, werden schon die Kleinsten altersgerecht gefördert.

Schüler haben Spaß am Unterricht

Lernen ist nicht nur ein Türöffner für eine bessere Zukunft. Es macht auch einfach Spaß.

Unsere Schwerpunkte und Ansätze

Das Engagement von World Vision im Bereich Bildung ist vielfältig, besonders in den auf ganzheitliche Förderung ausgerichteten Patenschaftsprogrammen. Die Fotogalerie gibt Ihnen einen kleinen Einblick in diese Vielfalt. Unsere Rolle kann dabei vermittelnd, aufklärend, unterstützend oder auch die eines Initiators sein. Wir arbeiten in jedem Fall eng mit Familien, lokalen Institutionen und Partnern sowie mit den Bildungsministerien zusammen. 

Um gute Wirkungen zu erzielen, verfolgt World Vision für jede Altersgruppe bestimmte Schwerpunkte, zu denen mit eigenen Projektmodellen gearbeitet wird. Diese Schwerpunkte sind:

  1. Frühkindliche Förderung in Verbindung mit guter Ernährung für die ersten Lebensjahre
  2. Gute Ausbildung der Lesefähigkeiten bis zum 11. Lebensjahr
  3. Kindgerechte Lernmethoden und erfolgreiche Abschlüsse an Grundschulen 
  4. Vermittlung von Lebenskompetenzen inner-und außerhalb der Schule:  Kinder entwickeln ein gutes Urteilsvermögen, können sich schützen, mit Gefühlen umgehen und Ideen kommunizieren.
  5. Vorbereitung von Jugendlichen auf Berufe oder wirtschaftliche Selbständigkeit
     

Bildung wird auch durch Maßnahmen in anderen Sektoren unterstützt. Wasseranschlüsse im Dorf zum Beispiel verhelfen Mädchen zu mehr Zeit fürs Lernen und für andere Aktivitäten. Durch ihre Beteiligung an der Umsetzung von Entwicklungsplänen oder das Engagement im Kinderrechte-Club gewinnen Kinder und Jugendliche viele neue Erfahrungen und trainieren ihre Fähigkeiten. Spar- und Einkömmensförderung erleichtert ihren Eltern die Kosten für eine gute Ausbildung aufzubringen.
 

Die Kraft Ihrer Hilfe

Mannargundi/Indien:  

Heute besuchen 95% der Mädchen

(vorher 25%) die Grundschule. 

Sumba Barat/Indonesien:

Mittlerweile werden über 96 % der Kinder

eingeschult und 91 % besuchen im Anschluss eine Sekundarschule. 

Hlegu/Myanmar:

11.000  Mädchen  und  Jungen  konnten mit

Schulmaterialien  und  Uniformen  unterstützt  werden.

Mkhumba/Malawi:

85% der Grundschüler

bestehen die Abschlussprüfung.

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