Zukunft beginnt mit Bildung

World Vision eröffnet Kindern Zukunftschancen

Unerreichbar, unbezahlbar: Vielen Kindern ist der Weg zur Schule versperrt.

Kriege, Naturkatastrophen und Flucht reißen sie aus ihrem Alltag. Oft fehlen Schulen, Lehrkräfte oder schlicht das Geld für Stifte und Hefte. Wenn Kindern der Zugang zu Bildung verwehrt bleibt, können sie ihre Talente nicht entdecken und ihre Fähigkeiten nicht entfalten – ihre Chancen auf eine gute Zukunft schwinden. Bildung gibt Menschen aber nicht nur das Werkzeug, um ihre eigene Situation zu verbessern – sie befähigt sie auch dazu, ihre gesamte Gemeinschaft und die Wirtschaft vor Ort positiv zu verändern.  

World Vision schafft Zugang zu Bildung und eröffnet neue Perspektiven. Wir unterstützen Kinder und Jugendliche in Krisengebieten dabei, ihr Recht auf Bildung einzufordern.  Dabei fördern wir nicht nur das klassische Schulwissen, sondern auch praktische Fähigkeiten und Handwerke. Mit diesem Wissen können sie später eigene kleine Unternehmen gründen und ihren Lebensunterhalt selbst verdienen. Das verbessert die Situation der Menschen dauerhaft und nachhaltig.

Das Recht auf Bildung ist ein Kinderrecht und Menschenrecht

Das Recht auf Bildung ist ein Kinder- und Menschrecht. Die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen schreibt das Recht auf Bildung in Artikel 28 fest. Die unterzeichnenden Staaten dieser Welt haben sich u. a. dazu verpflichtet:

  • den Besuch der Grundschule verpflichtend und kostenlos zu ermöglichen
  • verschiedene Formen weiterführender Schulen zu entwickeln und diese allen Kindern zugänglich zu machen
  • Maßnahmen zu treffen, die den regelmäßigen Schulbesuch fördern und den Anteil der Kinder zu verringern, die die Schule vorzeitig abbrechen

Außerdem wurde mit dem Nachhaltigen Entwicklungsziel 4 der Agenda 2030 von den Vereinten Nationen beschlossen, bis zum Jahr 2030 inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung für alle zu sichern und Möglichkeiten für lebenslanges Lernen zu fördern. 
Im Rahmen der Globalen Bildungskampagne engagieren wir uns für das Recht auf Bildung für alle Kinder.
 

Mädchen aus Myanmar mit einem Schulheft

Die Herausforderungen im Bildungsbereich sind von Land zu Land unterschiedlich und müssen bei der Projektplanung individuell überlegt werden.

Mädchen sitzen in einer Schulbank

Bildung ist ein Schlüsselfaktor für die Entwicklung einer Gesellschaft. In vielen Ländern haben Kinder aber keinen oder nur beschränkten Zugang dazu.

Lachender Junge mit einem Bild

Bildung bedeutet auch, sich kreativ entfalten zu können und seine Stärken zu entdecken.

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Mit 10 € im Monat stattest du z. B. Schulen mit Lese-, Schreib- und Bastelmaterialien aus.

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Mit 30 € im Monat finanzierst du z. B. Lernmaterialien für Leseklubs in abgelegenen Orten.

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Mit 60 € im Monat hilfst du z.B. Kindern, auch daheim lesen und schreiben zu lernen. 

Icon Buch

4,6 Millionen Kinder profitierten im Jahr 2024 von den World Vision Bildungsprogrammen.

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World Vision ist eine globale Gemeinschaft und in 100 Ländern aktiv.

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Wir sind eine der größten Kinderhilfsorganisation der Welt – seit 75 Jahren.

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Der Zugang zu Bildung weltweit ist ungleich verteilt

Auch wenn das Recht auf Bildung in verschiedenen Abkommen festgeschrieben ist, sieht die Realität von Millionen Kindern doch ganz anders aus. Denn der Zugang zu Bildung ist weltweit ungleich verteilt. Und das hat verschiedene Gründe:

Frühkindliche Bildung

Vorschulbildung bleibt vielen Kindern verwehrt

In vielen Ländern des globalen Südens müssen Familien für Vorschulbildung bezahlen. Deshalb geht weniger als die Hälfte aller Kinder in Kindergarten oder Vorschule – oft nur Kinder aus wohlhabenden Familien. 

Besonders hart trifft es Mädchen, Kinder mit Behinderungen und Kinder aus Minderheiten. Vielen von ihnen wird der Zugang zu Bildung sogar komplett verweigert.

Bildung in ländlichen Regionen

Weite Wege, wenig Chancen: Bildung in ländlichen Regionen

In ländlichen Gebieten gibt es häufig weder gut ausgestattete Schulen noch ausreichend qualifiziertes Lehrpersonal. Insbesondere die Grundschulen auf dem Land sind oft überfüllt und die Kinder müssen sehr weite Wege auf sich nehmen, um zur nächsten Schule zu gelangen. 

Wenn es wenig Lernanreize im Umfeld gibt und auch die Möglichkeit nicht gegeben ist, nach Grundschule eine Ausbildung anzuschließen oder berufliche Perspektiven fehlen, besuchen viele Kinder nur unregelmäßig oder wenige Jahre die Schule.

Bildung für Mädchen

Mädchen zwischen Haushalt, Ehe und verlorener Bildung

In vielen Ländern werden Kinder, insbesondere Mädchen, in jungen Jahren verheiratet und müssen sich fortan um die Familie und den Haushalt kümmern, weshalb sie nicht die weiterführende Schule besuchen können. 

Oft müssen Kinder auch zum Lebensunterhalt der Familie beitragen und arbeiten gehen, anstatt in die Schule.

Bildung im Flüchtlingslager

Wenn Krisen Kinder aus der Schule reißen

Krisen, Naturkatastrophen, Konflikte und Flucht verhindern oft, dass Kinder zur Schule gehen – manchmal für Monate oder sogar Jahre. Auch die Covid-19-Pandemie hat Bildungssysteme auf der ganzen Welt stark belastet. Durch Lockdowns mussten Schulen geschlossen werden, und viele Kinder und Jugendliche konnten lange Zeit nicht zur Schule gehen.

Obwohl der Staat dafür verantwortlich ist, dass Kinder zur Schule gehen können, hatten viele während der Schulschließungen keinen Zugang zu Fernunterricht oder anderen Lernmöglichkeiten. Millionen Kinder kehrten selbst nach der Wiedereröffnung der Schulen nicht mehr in den Unterricht zurück.

So schafft World Vision echte Perspektiven

World Vision hilft Kindern auf vielen Wegen, damit sie zur Schule gehen können. Besonders wirksam ist das durch unsere Kinderpatenschaften: Wir bringen Familien, Lehrer und Behörden an einen Tisch, klären über Bildungsrechte auf und packen dort an, wo Hilfe fehlt. 

Wir arbeiten eng mit Familien, lokalen Institutionen, Partnern und Bildungsministerien zusammen. Gemeinsam sorgen wir dafür, dass jedes Kind Zugang zu Bildung hat.

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Lehrerin vor eine Klasse geflüchteter Kinder in Syrien
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Bildung in Krisen und Konflikten
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Egal ob nach einem Erdbeben oder mitten im Konflikt: Wir sorgen dafür, dass das Lernen nicht aufhört. Wir richten schnell sichere Lernräume zum Lernen ein und verteilen Lernmaterialien. Gleichzeitig schulen wir Lehrer darin, wie sie Kinder in Krisen bestmöglich schützen und auch aus der Ferne unterrichten können.
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Ausbildung von Lehrkräften
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Ausbildung von Lehrkräften
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Lehrkräfte in Kriegsgebieten leisten Unglaubliches. Wir stehen ihnen zur Seite: In unseren Schulungen lernen sie, die seelischen Wunden traumatisierter Kinder zu erkennen und richtig darauf zu reagieren. Wir geben ihnen wirksame Lehrmethoden an die Hand und fördern den Austausch von Lehrerinnen und Lehrern untereinander, damit sie sich gegenseitig unterstützen können.
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Psychosoziale Betreuung für geflüchtete Kinder, Bildung in Krisen
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Psychosoziale Unterstützung
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Krieg und Krisen hinterlassen Spuren in der Seele eines Kindes. Deshalb gehört psychosoziale Hilfe fest zu unseren Programmen: Wir bieten Kindern einen sicheren Ort, um über ihre Ängste zu sprechen. Durch gezielte Beratung und spielerische Aktivitäten helfen wir ihnen, das Erlebte zu verarbeiten und wieder neuen Mut zu fassen. So stärken wir die mentale Gesundheit der Kinder.
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Mädchen mit Schulheften
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Zugang zu Lernmaterialien
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Wir sorgen dafür, dass kein Kind vor einem leeren Schreibtisch sitzt. Jedes Kind bekommt von uns das, was es für den Unterricht braucht: von Heften, Stiften und Schulbüchern bis hin zur passenden Schuluniform. Wo es möglich ist, stellen wir auch Laptops oder Tablets bereit, damit die Kinder den Anschluss an die digitale Welt nicht verlieren.
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Digitales Lernen
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Alternative Lernmodelle
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Wenn Kinder nicht zur Schule kommen können, kommt die Schule eben zu den Kindern. Wo der Weg zu gefährlich oder die Schule zerstört ist, finden wir kreative Wege: Wir senden Unterricht per Radio direkt in ihr Zuhause oder bauen kleine Lernzentren mitten in den Dörfern auf. So bleibt kein Kind ohne Bildung.
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Fraue einer Spargruppe mit selbst erwirtschaftetem Geld
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Bildung ganzheitlich denken
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Damit Kinder erfolgreich lernen können, muss auch ihr Umfeld stabil sein. Deshalb endet unsere Arbeit nicht an der Schultür. Oft sind es ganz praktische Dinge, die den Weg zur Bildung ebnen: Ein neuer Wasseranschluss direkt im Dorf spart den Mädchen zum Beispiel stundenlange, mühsame Wege zur nächsten Wasserstelle. Gleichzeitig stärken wir die Familien wirtschaftlich, damit Eltern ihr Einkommen nachhaltig steigern können.
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Anwaltschaftsarbeit zu Bildung für Kinder weltweit
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Anwaltschaftsarbeit für Bildung
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Wir sind die Stimme für Kinder, die selbst nicht gehört werden. Besonders in Krisengebieten kämpfen wir dafür, dass Bildung nicht in Vergessenheit gerät. Wir setzen uns bei Regierungen weltweit dafür ein, dass genug Geld für Schulen und Lernprogramme bereitgestellt wird. Ein wichtiges Herzstück ist dabei unsere Unterstützung für den UN-Fonds ‚Education Cannot Wait‘: Wir machen auf politischer Ebene Druck, damit dieser Fonds sicher finanziert wird und Kindern in Not sofort beim Lernen geholfen werden kann

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Bildung für Mädchen und Jungen
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Bildung für Mädchen und Jungen!
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Bildung ist für alle da – egal ob Mädchen oder Junge. Wir setzen uns leidenschaftlich dafür ein, dass jedes Kind die gleichen Chancen bekommt. Besonders dort, wo Mädchen oft benachteiligt werden, räumen wir Hindernisse aus dem Weg. Unser Ziel ist klar: Jedes Kind soll die Schule besuchen, seine Talente entdecken und die eigene Zukunft gestalten können.
Expertin Gabriela Degen World Vision-Expertin Kinderrechte und Bildung
In den Bildungsprogrammen geht es World Vision nicht nur um das Erlernen guter Lese- und Rechenfähigkeiten, sondern zudem um eine ganzheitlich positive Entwicklung von emotionalen, sozialen und kognitiven Fähigkeiten.
Gabriela Degen, Fachreferentin für Kinderrechte und Bildung

Globales Umdenken bei Bildungsinitiativen

Ein verbesserter Bildungszugang für Kinder war lange Zeit das Hauptziel internationaler Entwicklungszusammenarbeit zur Umsetzung des Rechts auf Bildung. Auch World Vision hat viele Regionen erfolgreich dabei unterstützt, dieses Ziel zu erreichen, beispielsweise durch den Bau und Renovierung von Schulen oder die Bereitstellung von Lehrmaterialien. Durch gesellschaftliche Bewusstseinsbildung und Anwaltschaft konnten auch Hindernisse wie fehlende Geburtsurkunden oder Vorbehalte gegen Schulbildung - zum Beispiel für Mädchen - abgebaut werden. 

Trotz vieler positiver Trends wurde in den Weltbildungsberichten der UNESCO deutlich, dass eine gute Grundbildung für alle Kinder weltweit nur mit weiteren Reformen und mehr gezielter Förderung von Kindern in schwierigen Lebenslagen erreicht werden kann. Derzeit erzielen Millionen Kinder beim Schulbesuch nicht die Lernerfolge, die sie für einen erfolgreichen Abschluss brauchen und immer noch besuchen fast 250 Millionen Kinder und Jugendliche keine Schule.

Heute geht es in der Entwicklungszusammenarbeit deshalb vor allem darum, die Qualität von Bildung zu verbessern, Benachteiligungen entgegenzuwirken, stärker auf Inklusion zu achten, Lehrpersonal weiterzubilden und außerschulische Lernmöglichkeiten einzubeziehen. Im Kontext der neuen nachhaltigen Entwicklungsziele erhält auch die Ausrichtung von Bildung auf nachhaltige Entwicklung einen höheren Stellenwert.

Häufig gestellte Fragen zu Bildung weltweit

Question & Answer Section
Question
Wie viele Kinder weltweit haben keinen Zugang zu Bildung?

Weltweit haben 244 Millionen Kinder und Jugendliche keinen Zugang zu Bildung. Es gibt deutliche geschlechtsspezifische Unterschiede: Im Grundschulalter sind mehr Mädchen (34 Millionen) als Jungen (30 Millionen) betroffen. Von weiterführenden Schulen sind mehr Jungen ausgeschlossenen (102 Millionen) als Mädchen (93 Millionen). 

Question
Wo haben Kinder kein Recht auf Bildung?

Das Recht auf Bildung ist völkerrechtlich nahezu weltweit anerkannt. In der Praxis wird es jedoch in einigen Ländern eingeschränkt – etwa in Afghanistan, wo Mädchen aktuell keinen Zugang zu weiterführender Bildung haben.

Question
Wo ist für Kinder der Zugang zu Bildung besonders erschwert?

Besonders betroffen sind Länder mit Armut, Konflikten oder Instabilität – etwa der Südsudan, Niger oder Mali. 

Question
Warum haben die USA die Kinderrechte nicht unterschrieben?

Die USA haben die UN-Kinderrechtskonvention zwar unterzeichnet, aber als einziges UN-Mitgliedsland nicht ratifiziert. Gründe sind vor allem Bedenken hinsichtlich der nationalen Souveränität, möglicher Eingriffe in das Elternrecht und der Vereinbarkeit mit der Gesetzgebung der einzelnen Bundesstaaten.