Somalia

EU Restore – From Surviving to Thriving - Strengthening Resilience of Vulnerable Households and Communities in Northern Somalia

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Finanziert von:

Die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union haben entschieden, ihr Know-How, ihre Ressourcen und Schicksale zu verbinden. Gemeinsam haben sie eine Zone der Stabilität, Demokratie und der nachhaltigen Entwicklung geschaffen, und gleichzeitig ihre kulturelle Diversität, Toleranz und individuelle Freiheiten bewahrt. Die Europäische Union hat sich verpflichtet, ihre Errungenschaften und Werte mit Ländern und Menschen jenseits ihrer Grenzen zu teilen.

Projektzeitraum:

Januar 2019 - Dezember 2022

Land:

Somalia

Finanzvolumen:

8 Millionen Euro (davon 4Mio Euro von EU/EDF, 2,85Mio Euro von SIDA und die restlichen 1,15Mio aus Mitteln der implementierenden NGOs).

Karte Somaliland

Projektbeschreibung:

Somalia ist noch immer gekennzeichnet von zwei Jahrzehnten Chaos, Bürgerkrieg und wirtschaftlichem Niedergang. Angesichts regelmäßig wiederkehrender schwerer Naturkatastrophen und bewaffneter Konflikte zählt das Land am Horn von Afrika zu den humanitären Krisenländern, in denen Nothilfemaßnahmen für Teile der Bevölkerung dauerhaft überlebensnotwendig sind. In den letzten 25 Jahren wurde der Staat immer wieder von langanhaltenden Dürreperioden heimgesucht, die in Verbindung mit ausbleibenden Regenfällen verheerende Auswirkungen für Land und Leute haben: Mehr als 360.000 Kinder in Somalia sind bereits akut mangelernährt. Die extreme Trockenheit lässt Brunnen versiegen, Ernten vertrocknen und Vieh verenden, was die Lebensgrundlage der überwiegend von Landwirtschaft und Viehzucht lebenden Somalis immens gefährdet. Allein in den Provinzen Somaliland und Puntland sind bisher etwa 75 Prozent des Viehbestands in Folge der Dürren gestorben. Mit den Tieren verlieren die Menschen auf einen Schlag ihre Kapitalreserve und ihre Nahrungsquelle, sodass sie sich schnell vom Hungertod bedroht sehen. Die Zusammenhänge zwischen Klima- und Umweltveränderungen, Dürre, Armut, Fragilität und langwierigen Konflikten sind in Somalia wohl stärker ausgeprägt als in jedem anderen Land. Somalia befindet sich in einem Klimanotfall, der durch anhaltende bewaffnete Konflikte noch verschärft wird. Circa 5.2 Millionen Menschen in Somalia sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Von diesen 5.2 Millionen wurden ungefähr 1.7 Millionen Menschen aufgrund von Konflikt, Instabilität, Dürre und Fluten aus ihren jeweiligen Heimatorten vertrieben. Zudem wird das Land derzeit von einer Heuschreckenplage heimgesucht, die dazu führt, dass viele vulnerable Menschen ihre ohnehin geringen Nahrungsgrundlagen verlieren.

Ziele und Inhalte des Projekts:

Das Projekt wird im Rahmen des Somali Resilience Program (SomReP) umgesetzt und baut auf ein kürzlich abgeschlossenes Projekt mit dem Titel "Enhancing Resilience in Somalia" auf. Das Somali Resilience Program ist ein Konsortium von 7 internationalen Nichtregierungsorganisationen, das nach der Hungersnot von 2011 gegründet wurde und anstrebt, die Herausforderungen der immer wiederkehrenden Dürren und der chronischen Vulnerabilität, denen Viehzüchter, Agro-Pastoralisten und Haushalte in Stadtrandgebieten in ganz Somalia ausgesetzt sind, zu bewältigen. Um die bestehenden lokalen Anpassungskapazitäten von Haushalten und Gemeinschaften speziell in Nordsomalia zu fördern und gleichzeitig institutionelle Kapazitäten aufzubauen, die natürlichen Ressourcen zu stärken und den Verlust von Leben und Lebensgrundlagen durch frühzeitige Maßnahmen zu verhindern, haben die SomReP-Partner AAH, ADRA, CARE, DRC und World Vision gemeinsam mit dem lokalen Partner Shaqodoon dieses Projekt konzipiert. Insgesamt gibt es folgende vier Zielsetzungen, die zur nachhaltigen Verbesserung der Ernährungssicherheit, der Lebensgrundlagen und der Widerstandsfähigkeit von pastoralen, agro-pastoralen und peri-urbanen Gemeinden in Puntland und Somaliland beitragen sollen:

  1. Verbesserung des Risikomanagements und der Katastrophenvorsorge durch Gemeinschaftsmaßnahmen und Notfallplanung,
  2. Verbesserung der Ernährungssicherheit und der Fähigkeit zur Befriedigung sozialer Bedürfnisse durch nachhaltige, auf Bargeld basierende Hilfsmechanismen und den Zugang zu Sozialkapital,
  3. Verbesserung der Diversifizierung des Lebensunterhalts durch die Wiederherstellung und den Schutz von Produktionsmitteln, Wertschöpfungsketten und die Einführung und Übernahme von Agrartechnologie sowie  
  4. Verbesserung der Bewirtschaftung und Verwaltung der natürlichen Ressourcen, einschließlich der Boden- und Wassersysteme, um nachhaltige pastorale Lebensgrundlagen zu unterstützen

An wen richtet sich die Hilfe?

Das Projekt richtet sich an insgesamt 37.871 Begünstigte in 44 pastoralen, agro-pastoralen und peri-urbanen Gemeinden in 9 Bezirken (Lughaya, Salahley, Hargeisa, Badhan, Burco, Bosaso, Eyl und Lasanod) in Somaliland und Puntland.