Projekt zur Stärkung der Zivilgesellschaft in Georgien

Gestärkte Zivilgesellschaft zur guten Regierungsführung

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Finanziert durch:

Das Europäische Amt für Zusammenarbeit (EuropeAid) ist für die Gestaltung und Umsetzung der europäischen Entwicklungszusammenarbeit verantwortlich. EuropeAid stellt u.a. Nichtregierungsorganisationen Projektmittel über offene Ausschreibungsverfahren bereit. World Vision Deutschland konnte so auch weiterhin erfolgreich öffentliche Mittel einwerben und für die Entwicklungsarbeit nutzen.

Projektzeitraum:

Feb 2018 - Jan 2020

Land:

Georgien

Finanzvolumen:

788.887 € (davon 585.666 € vom Europäischen Amt für Zusammenarbeit (EuropeAid), 195.221 € aus Eigenmitteln von World Vision Deutschland)

Projektbeschreibung:

Eine lebendige und starke Zivilgesellschaft ist eine integrale Komponente aller demokratischen Systeme, und stellt sicher, dass die Stimmen der Bürger in der Politikgestaltung gehört werden. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Behörden und Zivilgesellschaft, vor allem auf lokaler Ebene, kann dazu beitragen Armut und soziale Ungleichheiten zu reduzieren, nachhaltige Entwicklung zu stärken und soziale Ausgrenzung zu überwinden. Obwohl die politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen für zivilgesellschaftliche Organisationen in Georgien vergleichsweise gut sind, haben die Bürger wenig Einflussmöglichkeiten auf politische und soziale Entwicklungen und sind oft von Entscheidungsprozessen isoliert. So geben 70% der zivilgesellschaftlichen Organisationen in Georgien an, nur geringfügig Einfluss auf Entscheidungsprozesse nehmen zu können. Gründe hierfür sind ein Mangel an Kooperationsmechanismen zwischen Zivilgesellschaft und Staat, sowie fehlende Kenntnisse auf beiden Seiten bezüglich partizipativer Regierungsführung.
Das Projekt zielt daher darauf ab, die Lücke zwischen Entscheidungsträgern und Bürgern zu schließen. Indem die Fähigkeiten und Ressourcen zivilgesellschaftlicher Akteure gestärkt werden, werden sie in die Lage versetzt insbesondere für die Rechte und Bedürfnisse der vulnerabelsten Gruppen der georgischen Gesellschaft einzutreten.

Ziele und Inhalte des Projektes:

Das Projekt trägt dazu bei, die georgische Zivilgesellschaft zu stärken und fördert dadurch eine verbesserter demokratischer Regierungsführung mit inklusiveren politischen Entscheidungsprozessen. Dafür führt World Vision gemeinsam mit den Projektpartnern Association of Young Economists of Georgia (AYEG) und Georgian Association of Social Workers (GASW) Aktivitäten auf lokaler, regionaler und nationaler Ebene durch.

Dazu zählen unter anderem:

  • Die Durchführung von Trainingseinheiten für lokale Nichtregierungsorganisationen in Bereichen wie partizipative Politikgestaltung, Anwaltschaftsarbeit, Freiwilligenarbeit und Aktivismus auf lokaler Ebene;
  • Die Finanzierung ausgewählter Projekte lokaler NGOs in den Bereichen partizipative Politikgestaltung, Budgetentwicklung und Überwachung sozialer Programme
  • Die Evaluierung sozialer Leistungen auf lokaler Ebene, sowie die Unterstützung lokaler Behörden um diese inklusiver und bedarfsgerechter zu gestalten
  • Die Unterstützung von zivilgesellschaftlichen Organisationen bei der Durchführung von Informationskampagnen zusammen mit vulnerablen Gruppen, wie Jugendlichen, ethnischen Minoritäten, Vertriebenen oder Menschen mit Behinderung

Der ganzheitliche Ansatz des Projektes sieht neben der Einbeziehung der Zivilgesellschaft und den lokalen Behörden auch die Einbindung von Akteuren aus dem Privatensektor vor.

An wen richtet sich die Hilfe?

Das Projekt umfasst Aktivitäten in den 6 Regionen Kachetien, Samzche-Dschawachetien, Imeretien, Kwemo-Kartlien, Adscharien sowie Mingrelien-Oberswanetien. Das Projekt richtet sich direkt an 40 zivilgesellschaftliche Organisationen und lokale Behörden in 13 Kommunen. Auch lokale Unternehmen und Wirtschaftsakteure werden im Rahmen des Projektes mobilisiert. Letztlich profitieren die über 200 Gemeinden in der Projektregion von inklusiveren und flexibleren staatlichen Leistungen, darunter insbesondere benachteiligte und vulnerable Gruppen wie Frauen, Kinder, Jugendliche, Minoritäten, Binnenvertriebene und Menschen mit Behinderung.