Simbabwe

Verbesserung des Zugangs, der Vorbereitung und des Schutzes in Notfällen in den gefährlichsten Schulbezirken Simbabwes

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Die Europäische Union mit ihren Mitgliedsstaaten ist ein führender Geber der Humanitären Hilfe weltweit. Die EU hilft jedes Jahr über 120 Millionen Opfern von Konflikten und Katastrophen. Mit einem Hauptsitz in Brüssel und einem globalen Netzwerk aus Feldbüros, leistet die Union den vulnerabelsten Menschen Beistand. Dabei orientiert sie sich einzig an den humanitären Bedürfnissen, ohne jede Diskriminierung unabhängig von Rasse, ethnischer Gruppe, Religion, Geschlecht, Alter, Nationalität oder politischer Zugehörigkeit.

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In dieser Aktion haben sich zahlreiche deutsche Hilfsorganisationen zusammengeschlossen, um im Katastrophenfall koordiniert und effektiv helfen zu können. Schirmherr ist Bundespräsident a. D. Horst Köhler

Projektzeitraum:

August 2019 - April 2021

Land:

Simbabwe

Finanzvolumen:

343.325 Euro (davon 300.000 Euro von der ECHO und 43.325 Euro Kofinanzierung, davon 19.705 Euro von ADH)

Echo und ADH: Projektgebiet Simbabwe

Projektbeschreibung:

Das Projekt ist ein Gemeinschaftsprojekt von World Vision, Save the Children und PLAN, das mit dem Anbieter von mobilen Lösungen Viamo, Inc. zusammenarbeitet. Das, durch die Generaldirektion Europäisches Amt für humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz (ECHO) geförderte und Aktion Deutschland Hilft finanziell unterstützte, Projekt konzentriert sich auf die katastrophengefährdeten Distrikte Chipinge und Chimanimani und reagiert auch auf die Lücken, die durch den Zyklon Idai, der das Gebiet im März 2019 heimsuchte, aufgezeigt wurden. Die UNDP (2016) Hazard Map zeigte, dass die Wahrscheinlichkeit von Dürren und Überflutungen in diesen beiden Gebieten besonders hoch ist (30%). Die Folgen solcher Katastrophen sind mannigfaltig und betreffen vor allem auch Kinder und Schüler/innen. So gaben 72% der Schulen in der Region an, dass ihre SchülerInnen im Durchschnitt mehr als 10% des Schuljahres aufgrund von Naturkatastrophen versäumt haben. Neben dem Versäumnis von Unterricht und den Folgen mangelnder Schulbildung, bergen sich durch Schul-Unterbrechungen und Abbrüche weitere Gefahren: Kinder sie sind dann oft schutzlos gegenüber Missbrauch, sind vermehrt der Kinderarbeit ausgesetzt, verlieren den sozialen Anschluss und auch Frühverheiratung wird riskiert.

Ziele und Inhalte des Projekts:

Das Projekt befasst sich mit der Unterbrechungen des Lernens, die im Zusammenhang mit Überschwemmungen und anderen Naturkatastrophen stehen und konzentriert sich dabei auf Schlüsselfaktoren, von denen bekannt ist, dass sie das Lernen während der durch Naturkatastrophen ausgelösten Notlagen in den Distrikten direkt stören:

  1. Schlechte Infrastruktur & fehlender Zugang
  2. Nahrungsmittelunsicherheit/unzureichende Ernährung
  3. Mangelndes Wissen über und fehlende Vorbereitung auf Naturkatastrophen
  4. Konflikte zwischen Mensch und Natur

Um diesen Faktoren entgegenzukommen setzt das Projekt verschiedene Interventionen um, und unterstützt Schulen, Kinde rund ihre Gemeinden mit u.a. folgenden Maßnahmen:

  • Entwicklung und Einsatz eines mobilen Lernsystems via APP in englischer und lokaler Sprache, welches Kinder über ein einfaches Mobiltelefon abhören und beantworten können
  • Einbezug der Schulen und Kinder in Planungen zu Katastrophen- Risiko mindernden Aktivitäten, wie Gründung und Umsetzung von Gruppen, die Evakuierungen in Notfällen einüben, Evakuierungspunkte einrichten und mit Notfallpaketen ausstatten
  • Sichere Lernräume errichten und nutzen, in denen Kinder sich konzentrieren können und Ruhe zum Lernen finden, auch in Zeiten von Unruhen
  • Ergänzende Nahrungsmittelverteilung an Schulen, die im Besonderen von dem Zyklon betroffen waren

An wen richtet sich die Hilfe?

Insgesamt werden durch die Interventionen 8.325 Kinder, Jugendliche deren Eltern und Lehrer an 40 Grund- und weiterführenden Schulen in den Gebieten Chimanimani und Chipinge erreicht. Darunter sind 4.500 Kinder zwischen 4 und 17 Jahren. Lehrer, Eltern und lokale Gemeindeführer werden zudem in Aktivitäten eingebunden, die die Risiken Minimierung vorantreiben, so dass Kapazitäten auch hier gestärkt werden.