Patenkind Dennis in Malawi bei den Hausaufgaben

Patenschaft: „Sein Leben ist ein großer Segen“

Operation rettet das Leben von Patenkind Dennis.
Author: UBauer  | 
26. April 2017
Author: UBauer
Patenkind Dennis aus Malawi mit seiner Mutter
Patenkind Dennis aus Malawi mit seiner Mutter und zwei Brüdern

Dennis und seine Mutter blieben drei Wochen im Krankenhaus, wo sich die Ärzte um Dennis kümmerten. Obwohl Dennis diese Operation brauchte, sagten die Ärzte, dass er noch zu jung sei. Mit der Operation solle noch einige Jahre gewartet werden. Die Operation sollte nach Meinung der Ärzte in ein paar Jahren in einem Krankenhaus in der Hauptstadt Lilongwe durchgeführt werden – weitere 300 Kilometer entfernt.

Dennis und seine Mutter kehrten nach Hause zurück. Als andere Kinder in seinem Alter begannen, in die Schule zu gehen, konnte Dennis nicht mit: Er konnte kaum laufen, hatte oft Bauchschmerzen und konnte seine Blase nicht kontrollieren. Er blieb zuhause.

Als Patenkind wurde Dennis jedoch oft durch einen World Vision Mitarbeiter besucht. Und World Vision sorgte sich um das Wohlergehen von Dennis. „Als die Zeit für die Operation endlich kam, half mir World Vision, dass mein Sohn nach Lilongwe ins Krankenhaus kam. Ich konnte das Geld für den Transport allein nicht auftreiben“, erzählt Dennis‘ Mutter. „Geld ist bei uns immer sehr knapp. Ich habe keine Arbeit und mein Mann ist vor langer Zeit nach Südafrika, um zu arbeiten, und seitdem habe ich nicht mehr von ihm gehört“, fügt sie hinzu.

Dennis wurde schließlich operiert als er sieben Jahre alt war – eine Operation, die sein Leben gerettet hat. Während und nach seinem Aufenthalt im Krankenhaus wurde er fortwährend von World Vision unterstützt. „World Vision hat mir nicht nur finanziell geholfen, damit wir überhaupt zum Krankenhaus kamen. Sie haben uns auch mit Mehl versorgt, aus dem ich nahrhaften Maisbrei für meinen Sohn zubereiten konnte.“

Patenkind Dennis hilft bei der Hausarbeit.
Patenkind Dennis aus Malawi spielt gerne Fußball.

Heute ist Dennis zehn Jahre alt und sein Leben hat sich sehr verändert. Vor der Operation konnte er ohne seine Mutter nirgends hingehen. Heute kann er die Schule besuchen und ist gerade in die zweite Klasse gekommen. Er kann mit seinen Freunden spielen und übernimmt für seine Mutter sogar einige Pflichten im Haushalt.

„Ich bin sehr glücklich, dass es mir jetzt besser geht“, sagt er. „Ich gehe gerne in die Schule und spiele mit meinen Freunden.“ Dank der Patenschaft schaut Dennis voller Zuversicht in seine Zukunft, in der er sich selbst als Lehrer oder Profi-Fußballer sieht. Seine Mutter ist glücklich, dass ihr Sohn jetzt das Leben eines normalen Kindes führen kann.