Erdbeben und Tsunami in Indonesien

Menschen in Indonesien brauchen dringend Hilfe in der Not

Erst Erdbeben, dann Tsunami: Die Naturkatastrophe vor einem Monat hat auf der Insel Sulawesi tiefe Wunden hinterlassen. Mehr als 2.000 Menschen sind ums Leben gekommen, über 2.500 Menschen sind schwer verletzt und 670 Menschen werden noch vermisst. Rund 223.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Kinder und Familien verloren ihre Angehörigen, ihr Zuhause und all ihr Hab und Gut.

Gemeinsam mit dem Katastrophenhilfe-BündnisAktion Deutschland Hilftrufen wir zu Spenden auf. Nothilfe-Experten von World Vision arbeiten gemeinsam mit Mitarbeitern und Freiwilligen des lokalen Partners Wahana Visi Indonesia daran, das Leid tausender Familien zu verringern und ihnen einen Neuanfang zu ermöglichen. Der Schutz der Schwächsten – vor allem Kinder, schwangere Frauen und ältere Menschen – vor Krankheiten, Unfällen und Unterernährung hat aktuell höchste Priorität.

Zerstörte Häuser in Perumnas Balaroa, West Palu
Menschen durchsuchen die Trümmer nach ihrem Eigentum in Perumnas Balaroa, West Palu
Durch die Katastrophe haben sich die hygienischen Bedingungen drastisch verschlechtert. Insbesondere Kinder, schwangere Frauen und ältere Menschen sind einem hohen Risiko ausgesetzt, sich mit übertragbaren Krankheiten anzustecken.
Dr. Rachmat Willy Sitompul, Gesundheits- und Ernährungsspezialist bei World Vision

Das Epizentrum des Bebens (Stärke 7,4) lag nur 80 km von der Provinzhauptstadt Palu auf der Insel Sulawesi entfernt. Der dadurch ausgelöste Tsunami richtete mit den bis zu drei Meter hohen Wellen auf dem Festland große Zerstörung an – und zog alles mit sich, was im Weg war.

Mitarbeiter der Hilfsorganisation World Vision berichteten, dass Menschen aus Verzweiflung mit bloßen Händen nach Verschütteten suchen. Die Infrastruktur und Kommunikationswege waren vielerorts zusammengebrochen, deshalb kamen die Bergungsarbeiten nur äußerst langsam voran. Viele Straßen sind zerstört und Brücken beschädigt. Es fehlt vor allem an Nahrung, Medizin und sauberem Trinkwasser. 

Mittlerweile sind die meisten Orte für Hilfe zugänglich, da die Strom-und Kommunikationsverbindungen weitgehend wieder hergestellt sind. Viele Geschäfte sind wieder geöffnet, aber das Lebensmittelangebot ist knapp. Mindestens 110.000 Menschen leben noch in Notunterkünften oder Zelten und mehr als 450.000 Kinder sind von der Katastrophe betroffen. Viele Kinder können nicht zur Schule gehen, weil 265 Schulen zerstört oder stark beschädigt wurden. Mindestens bis Dezember müssen die Menschen noch mit Trinkwasser versorgt werden, weil viele Brunnen beschädigt oder kontaminiert wurden. Die Monsunzeit bringt weitere Gefahren für die Menschen, da es zum Beispiel Erdrutsche geben kann.

 

Mädchen und ihre Mutter auf Sulawesi, Indonesien

„Wenigstens haben wir ein Dach über dem Kopf"

Die 29-jährige Dian ist verzweifelt. Sie und ihre vierjährige Tochter Dilfarani haben das Erdbeben zwar überlebt, jetzt sind sie aber ganz alleine.

„Es ist sehr schwer für mich, Essen für meine Tochter zu besorgen. Trinkwasser ist das Allerwichtigste. World Vision hat uns mit Zelten und Decken versorgt. Jetzt haben wir zumindest ein Dach über dem Kopf." 

World Vision verteilt Notfallpakete an bedürftige Familien.

World Vision verteilt Notfallpakete an bedürftige Familien.

In Kinderschutzzentren erfahren Kinder Sicherheit und Geborgenheit.

In Kinderschutzzentren erfahren Kinder Sicherheit und Geborgenheit.

Außerdem zeigen die Mitarbeiter den Kindern, wie sie sich vor Gefahren schützen können.

Außerdem zeigen die Mitarbeiter den Kindern, wie sie sich vor Gefahren schützen können.

Mittlerweile sind viele Orte zugänglich und Menschen können mit Lebensmittelpaketen versorgt werden.

Mittlerweile sind viele Orte zugänglich und Menschen können mit Lebensmittelpaketen versorgt werden.

Wie World Vision hilft

World Vision hilft in den Regionen Palu, Sigi, Dongalla und Pangi Moutang. Derzeit sind rund 100 Mitarbeiter vor Ort im Einsatz. Die Nothilfe soll nach jetziger Planung insgesamt 82.000 Menschen in den ersten 6 Monaten erreichen und auch die Widerstandskraft der Bevölkerung stärken, denn vor der Katastrophe lebten viele Familien bereits in Armut. Wir stellen den Menschen Trinkwasser und Nahrungsmittel zur Verfügung und erklären ihnen, wie sie selbst in dieser Ausnahmesituation für Hygiene sorgen, um Krankheiten vorzubeugen. Familien bekommen Zugang zu sauberem Wasser und Handwaschbecken. Außerdem sorgen wir uns besonders um die Kinder und richten geschützte Lern- und Spielzentren für sie ein, in denen sie das gesehene verarbeiten und Schutz suchen können.

Vielen Dank für die bisherigen Spenden! Folgende Maßnahmen konnten dadurch bereits umgesetzt werden:

  • Versorgung von rund 6.500 Menschen mit Lebensmittelpaketen und Materialien zur Ausstattung ihrer Unterkünfte wie Matratzen, Decken und Planen sowie Hygieneartikel
  • Einrichtung von Gemeinschaftsküchen, in denen vor allem schwangere Frauen und Müttern mit Kleinkindern nahrhaftes Essen bekommen
  • Betreuung von 1.400 Kindern in 11 Kinderschutzzentren, in denen sie spielerisch dabei unterstützt werden, die Katastrophe zu verarbeiten
  • Bereitstellung von Trinkwasser durch Wasserstellen und Wassertanks, Finanzierung von 70 Wasserstellen von Aktion Deutschland Hilft 

Bitte helfen Sie jetzt!

Bitte helfen Sie uns, den Kindern und Familien in Indonesien zu helfen. So kann Ihre Spende eingesetzt werden: 

Hygieneset für Familien in Indonesien

Mit 60 € können wir zwei Familien mit Hygiene-Sets zum Schutz vor Krankheiten ausstatten.

Hygienekits für die Familien in Indonesien

Mit 130 € können drei Familien mit Nothilfe-Paketen (u. a. mit Decken und Planen) versorgt werden. 

Wasser für Kinder in Indonesien

Mit 230 € ermöglichen Sie zehn Familien Zugang zu sauberem Wasser und Handwaschbecken.