Ein Jahr nach dem Erdbeben in Myanmar

Ein Jahr nach dem Erdbeben in Myanmar

World Vision: Jeder Dritte braucht noch immer humanitäre Hilfe

Yangon/Friedrichsdorf, (23.03.2026) – Ein Jahr nach dem verheerenden Erdbeben in Myanmar kämpfen Millionen Menschen immer noch darum, ihr Leben wieder aufzubauen. Das berichtet die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision. Im März 2025 hatte ein Erdbeben der Stärke 7,7 weite Teile des Landes erschüttert. Etwa 3.800 Menschen waren dabei ums Leben gekommen. Nach Berechnungen der Organisation sind über 16 Millionen Menschen weiterhin auf humanitäre Unterstützung angewiesen.

Viele Familien haben noch immer mit den Folgen des Bebens zu kämpfen, da ihre Felder und Unterkünfte zerstört wurden, regionale Lieferketten unterbrochen wurden und die Preise für Lebensmittel drastisch gestiegen sind. 

Dr. Edward Zan, Einsatzleiter von World Vision International Myanmar: „Kinder und ihre Familien lebten bereits zuvor unter prekären Bedingungen, doch das Erdbeben hat ihre Lage erheblich verschlimmert.“
Im vergangenen Jahr hat World Vision mit lokalen Partnern Kinder und ihre Familien mit Nahrung, Medizin und Bildungsangeboten unterstützt. Außerdem hat die Hilfsorganisation gemeinsam mit der Bevölkerung, Wasser- und Sanitäranlagen wie Brunnen, Wassertanks und Latrinen wieder aufgebaut. 

Insgesamt hat World Vision mehr als 500.000 Menschen, darunter mehr als 190.000 Kinder, mit Hilfsmaßnahmen erreicht.

Dr. Erwin Lloyd Guillergan, Landesdirektor von World Vision in Myanmar: „Ein Jahr nach dem Erdbeben ist der Wiederaufbau noch lange nicht zu Ende. Die Menschen benötigen weiterhin nachhaltige, verlässliche Unterstützung, um ihre Zukunft wieder aufzubauen. Wenn wir Familien dabei helfen, wieder Arbeit zu finden und Geld zu verdienen, stärken wir ihre Widerstandsfähigkeit. Dabei geht es nicht nur um kurzfristige Hilfe, sondern langfristig wird dies die Gesundheit und das Wohlergehen ihrer Kinder schützen.“