3. Wirkungsbericht

Nachhaltigkeit von Wirkungen im Fokus

World Vision unterstützt Kinder, Familien und ihr Umfeld im Kampf gegen Armut und Ungerechtigkeit. Dabei überprüfen wir die Wirkung unserer Projektarbeit regelmäßig. Wir möchten wissen, welche Veränderungen, die von World Vision durchgeführten Maßnahmen im Lebensumfeld der Kinder und Familien bewirkt haben. Der 3. Wirkungsbericht legt einen Schwerpunkt auf das Thema Nachhaltigkeit. Dabei haben wir uns mit folgenden Leitfragen auseinandergesetzt: Was bleibt, wenn ein Projekt zu Ende geht? Können positive Veränderungen und Wirkungen seitens der lokalen Partner und Menschen in den Projektgebieten dauerhaft bewahrt werden? Haben sie die erforderlichen Kompetenzen und finanziellen Ressourcen? Welche Faktoren beeinflussen den dauerhaften Erhalt von positiven Wirkungen?

Auf dieser Seite finden Sie neben dem 3. Wirkungsbericht zusätzliche Materialien zu den Projektbeispielen.

Wirkung Experte
Mit dem Wirkungsbericht können wir einerseits transparent und ehrlich über unsere Projektarbeit berichten. Andererseits bietet er uns als Organisation die Gelegenheit, uns zu hinterfragen und zu lernen.
Thorsten Bär, Referent Planung, Monitoring und Evaluation

Projektansätze

Um unsere Ziele für das Wohlbefinden der Kinder zu erreichen, arbeitet World Vision in unseren Projekten in verschiedenen Sektoren: Kinderschutz, Bildung, Gesundheit und Ernährung, Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene sowie Landwirtschaft und wirtschaftliche Entwicklung. Für jeden dieser Sektoren hat World Vision mehrere systematische Ansätze ausgewählt und weiterentwickelt, die sich in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit und der humanitären Hilfe bewährt haben. Weitere Informationen zu den im 3. Wirkungsbericht verwendeten Projektmodellen:

Bürgerbeteiligung in Aktion

World Vision's einzigartiger Ansatz für soziale Verantwortlichkeit und lokale Fürsprachearbeit.

Gesundheitskomitees

Ist eine der drei Methoden, die World Vision verwendet, um die Gesundheit in den Projekten zu fördern

Ansatz gegen Unterernährung

Ein Programm, um unterernährte Kinder auzupäppeln

Film aus Burundi zum Projekt Unlock Literacy

Erfahren Sie in diesem Video mehr über das Projekt Unlock Literacy aus Burundi zur Förderung der Lesekompetenz von Kindern, welches im 3. Wirkungsbericht vorgestellt wird. Jean-Claude, ein junger Familienvater und Leiter eines Leseclubs, erzählt hier von den Anfängen des Projekts, die Rolle von World Vision und den Verbesserungen der Lesekompetenz der Kinder.

Kinder lesen gemeinsam in Burundi

Evaluationsberichte und Fact Sheets

Unter dieser Rubrik finden Sie die Evaluationsberichte und Zusammenfassungen (Fact Sheets) der Projektbeispiele aus dem 3. Wirkungsbericht. Sowohl die Evaluationsberichte als auch die Zusammenfassungen basieren auf den Berichten externer Gutachter. Zur Gewährleistung des Datenschutzes haben wir als World Vision Deutschland lediglich Angaben zu Personen und Organisationen entfernt.

Erfolgsgeschichten

Lesen Sie die Geschichten zweier Familien in Sri Lanka, deren Leben sich durch unsere Projektarbeit zum Besseren gewendet hat. Die Familien waren Begünstigte von Maßnahmen zur Einkommensförderung innerhalb des Projekts „Bringing the communities on board“. Mehr zu diesem Projekt können Sie im 3. Wirkungsbericht erfahren.

Brüder vor dem Lebensmittelladen ihres Vaters

Ein Lebensmittelladen ebnet den Weg aus der Armut

Mr. U und seine Familie aus dem Badulla District in Sri Lanka besaßen eine kleine Gemüsegärtnerei. Die Einnahmen daraus reichten jedoch nicht, um gut für die Familie zu sorgen. Ihre jüngere Tochter hat eine geistige Behinderung und muss ständig betreut werden. Deshalb konnte die Mutter nicht in der Gärtnerei mitarbeiten. Mit der Unterstützung von World Vision gründete die Familie einen Lebensmittelladen. Sie erhielt dafür Sachgüter im Wert von 50.000 LKR (247 €) sowie Schulungen über Unternehmensgründung und -führung. Damit veränderte sich das Leben der Familie zum Besseren. Beide Elternteile konnten nun arbeiten und sich gleichzeitig um ihre Tochter kümmern. Die Familie stellt inzwischen auch Snacks und Süßes zum Verkauf her und hat weitere Pläne für die Zukunft.

Eigene Schneider schafft Zukunftsperspektiven

Schulbildung dank Schneiderei

Als Präsidentin des Frauenvereins „Prathibha“ in Sri Lanka engagiert sich Frau W. für das Wohl der Menschen in ihrer Region. Über Schulungen zur Einforderung ihrer Rechte und Mitbestimmung kam sie in Kontakt mit World Vision. Die vierköpfige Familie von Frau Wi. litt unter großer Armut. Ihr Mann war als Tagelöhner der Alleinverdiener. Als er krank wurde und operiert werden musste, hatte die Familie für einige Zeit sogar gar kein Einkommen. Dadurch war die weitere Schulbildung der zwei Töchter gefährdet, da die Eltern nicht mehr für die Schulgebühren aufkommen konnten. Frau W. kann sehr gut nähen und so wurde sie von World Vision ermutigt, eine Schneiderei zu gründen. Dafür erhielt sie von World Vision Schulungen in Unternehmensgründung und -führung sowie zwei Nähmaschinen und Nähmaterialien. Während der Gründungsphase wurde sie begleitet, um ihr einen guten Start zu ermöglichen. Inzwischen verdient Frau W. genug, um die Schulbildung ihrer Töchter zu finanzieren. Jetzt denkt sie darüber nach, ihr Geschäft zu vergrößern und noch eine weitere Person anzustellen.