Honduras

Junge Menschen mit Visionen - Wirtschaftliche Stärkung von jungen Erwachsenen in Valle de Sula und Tegucigalpa

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Finanziert von:

Das BMZ ist für die Konzeption der langfristigen Entwicklungszusammenarbeit der Bundesrepublik Deutschland verantwortlich. Zur Umsetzung von entwicklungspolitischen Maßnahmen unterstützt das BMZ auch Nichtregierungsorganisationen wie World Vision Deutschland. Im Finanzjahr 2017 konnten wir zwölf Projekte umsetzen, die vom BMZ gefördert wurden.

Projektzeitraum:

Dezember 2019 - November 2022

Land:

Honduras

Finanzvolumen:

1.064.654,31 Euro (davon 798.490,74 Euro von BMZ, 266.163,57 Euro aus Eigenmitteln von World Vision)

Karte Honduras

Projektbeschreibung:

Honduras ist eines der Länder mit der größten wirtschaftlichen Ungleichheit auf dem amerikanischen Kontinent. 67% der Bevölkerung sind arm; seine wichtigsten Städte gehören zu den fünfzig gewalttätigsten Städten der Welt, Bildung ist wenig zugänglich, von schlechter Qualität und entspricht nicht dem Bedarf des Landes. Die Grund- und Elementarversorgung weist einen hohen Privatisierungsgrad auf, und das hohe Niveau an Korruption bringt Einschränkungen für den Zugang zu Dienstleistungen und begrenzt die Lebensqualität der Mehrheit. Die Bevölkerung benötigt hochwertige Ausbildungs- und Arbeitsplätze. Junge Menschen haben wenig Möglichkeiten, ihre Fähigkeiten zu entwickeln und kaum Perspektiven, ihre Träume zu verwirklichen. Sie wachsen häufig in fragilen Kontexten auf, die sich negativ auf ihre Entwicklung, späteres Wohlergehen und ihre Lebensqualität auswirken. Dies wiederum reproduziert den Armutszyklus und führt in letzter Konsequenz zu Migration. Das BMZ finanzierte Projekt zielt darauf ab, den Zugang von Jugendlichen zu Ausbildung, Unternehmertum oder Beschäftigungsmöglichkeiten mithilfe der Einführung der „Youth Ready“-Methodik zu verbessern.

Ziele und Inhalte des Projekts:

Ziel des Projektes ist es, die Beschäftigungsfähigkeit junger Menschen in Honduras zu stärken, die Entwicklung einer positiven Zukunftsvision zu unterstützen und damit die Wahrscheinlichkeit für sie zu verringern, in gewalttätige Jugendbanden zu geraten. Mithilfe der „Youth Ready“- Methodik werden Jugendliche über mehrere Phasen begleitet, zunächst einen Plan für die eigene Zukunft zu entwerfen und sich dann entsprechend zu qualifizieren. Entweder um eine technische Berufsausbildung abzuschließen, ihre schulische Ausbildung wieder aufzunehmen oder ihr Einkommen durch Aufnahme einer Beschäftigung oder Gründung eines Unternehmens zu generieren.

  • Der Fokus liegt auf jungen Menschen zwischen 18 und 30 Jahren, die weder einer Ausbildung nachgehen, noch arbeiten (sogenannte NINIs), und die mithilfe der Schulungsaktivitäten einen verbesserten Zugang zu Lebensunterhalt und/oder formaler Bildung bekommen sollen.
  • Stärkung von lokalen Instanzen in den 6 Projektgemeinden zur Förderung von Beschäftigung und unternehmerischer Selbständigkeit,
  • Einrichtung einer Beobachtungsstelle für Unternehmertum und Arbeitsmarkt, um das Wissensmanagement zu stärken und Nachhaltigkeit zu fördern

Dieses Projekt wird von World Vision Honduras (WVH) in Zusammenarbeit mit CADERH (Beratungszentrum für die Entwicklung der Humanressourcen in Honduras) durchgeführt. WVH wird CADERH und sein Netzwerk technischer Berufsbildungszentren in der Anwendung der Youth Ready-Methodik schulen. Außerdem wird WVH an CADERH Kenntnisse bzgl. der Arbeit in fragilen Kontexten und mit hochgradig gefährdeten Bevölkerungsgruppen vermitteln. CADERH und sein bestehendes Netzwerk von mobilen Ausbildungszentren wird die zertifizierten technischen Berufsausbildungen anbieten.

An wen richtet sich die Hilfe?

Die Zielgruppen sind schwerpunktmäßig junge Menschen im Alter zwischen 18 und 30 Jahren, die weder arbeiten noch studieren. Insbesondere gefährdete junge Menschen, die in einem fragilen Umfeld (z.B. Slumgebieten) leben. Das Projekt richtet sich an folgende direkt Begünstigte:

  1. 303 junge Menschen, die an der Youth Ready-Methodik teilnehmen werden, 60% Frauen (stärker von mangelnden Berufsbildungschancen betroffen) und 40% Männer.
  2. Mobile Schulungszentren für Beschäftigung in 6 Gemeinden, mit insgesamt 1.000 Begünstigten (NINIs, VertreterInnen Organisationen, staatlichen Akteuren).
  3. 6 Gemeindeverwaltungen oder lokale Regierungen in 6 Gemeinden und mindestens 200 junge Menschen, durch den Aufbau einer Beobachtungsstelle des Arbeitsmarktes.