Indien

COVID-19 Nothilfeprojekt in Uttar Pradesh

Logo Aktion Deutschland hilft

Finanziert von:

In dieser Aktion haben sich zahlreiche deutsche Hilfsorganisationen zusammengeschlossen, um im Katastrophenfall koordiniert und effektiv helfen zu können. Schirmherr ist Bundespräsident a. D. Horst Köhler.

Projektzeitraum:

Juni 2020 - November 2020

Land:

Indien

Finanzvolumen:

344.572,96 Euro (100% finanziert von Aktion Deutschland Hilft e.V.)

Karte Indien

Projektbeschreibung:

Am 11. März 2020 deklarierte die Weltgesundheitsorganisation das neuartige Coronavirus COVID-19 als globalen Pandemieausbruch. Indien begab sich am 24. März in einen mehrwöchtigen vollständigen Lockdown des wirtschaftlichen und öffentlichen Lebens. Obwohl der Lockdown die Verbreitung des Virus verlangsamte, so breitete es sich weiterhin unaufhaltsam auf, vor allem in den ländlichen Gebieten des Landes. Am 28. Mai hatte Indien 158.333 nachweislich positiv getestete Fälle zu verzeichnen; darunter 4.531 Todesfälle. Schätzungen gehen davon aus, dass in Indien durch die wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie zusätzlich 104 Millionen Menschen in Armut abgerutscht sind. Insgesamt leben somit aktuell 68% der Bevölkerung Indiens unterhalb der Armutsgrenze, verglichen zu 60% vor dem Ausbruch des Virus. Obwohl der Lockdown gute Intentionen verfolgte, so hat er dennoch gerade die ärmere und marginalisierte Bevölkerung besonders hart getroffen: Viele von ihnen Leben von der Hand in den Mund und sind auf ihre einkommensschaffende Tätigkeit angewiesen, haben keine Rücklagen. Durch en Lockdown haben sie sich verschuldet oder konnte ihre und die Grundbedürfnisse ihrer Familien nicht mehr decken. Oftmals fehlt es zudem an Zugang zu sanitären Einrichtungen und die Menschen leben auf engstem Raum zusammen, was die Ausbreitung des Virus zusätzlich begünstigt.

Ziele und Inhalte des Projekts:

Ziel des Projektes ist es, die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie in Uttar Pradesh zu verringern. Dies soll erreicht werden, indem umfassende Sensibilisierungsmaßnahmen zur Verbreitung des Virus durchgeführt und ergänzende Kinderschutzmechanismen zielgerichtet gestärkt werden. Zudem sollen Familien, deren Lebensunterhalt von COVID-19 beeinträchtigt ist, durch geldwerte Unterstützung und Voucher darin befähigt werden, ihre Grundbedürfnisse zu sichern. In beiden Komponenten ist es das erklärte Ziel des Projektes, eine koordinierte und qualitativ hochwertige Unterstützung für Kinder und Familien zu gewährleisten. Um diese Ziele zu erreichen setzt das Projekt u.a. die folgenden Aktivitäten um:

  • Durchführung von Informations- und Aufklärungsmaßnahmen zur Verbreitung von und dem Schutz vor COVID-19
  • Unterstützung von Gemeinden bei der Entwicklung kindgerechter Gesundheitsbotschaften zu COVID-19
  • Schulung von Gemeinde- und Glaubensführern zu Themen des Kinderschutzes und gender-basierter Gewalt
  • Bereitstellung von Bargeldtransfers oder Warengutscheinen an ausgewählte Haushalte

An wen richtet sich die Hilfe?

Das Projekt richtet sich in seiner Arbeit an besonders schutzbedürftige Familien in Lucknow, Kanpur und Rae Bareli in Uttar Pradesh. Dabei wird explizit darauf geachtet, dass Familien mit körperlich und geistig beeinträchtigten Familienmitgliedern, Familien ohne Erwachsene (Child-headed Households), verwitwete Frauen und ältere Personen gezielt angesprochen werden, da sie sich besonderen Belastungen im sozialen Leben gegenübersehen. Das Projekt soll 30.180 Personen mit seinen Aktivitäten direkt erreichen und Personen aus 105 umliegenden Gemeinden indirekt zu Gute kommen.