Georgien

Nothilfe für ukrainische Geflüchtete in Georgien

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Finanziert von:

In dieser Aktion haben sich zahlreiche deutsche Hilfsorganisationen zusammengeschlossen, um im Katastrophenfall koordiniert und effektiv helfen zu können. Schirmherr ist Bundespräsident a. D. Horst Köhler.

Projektzeitraum:

März 2022 - Februar 2023

Land:

Georgien

Finanzvolumen:

932.628,25 Euro finanziert durch Aktion Deutschland Hilft 

Projektbeschreibung:

Der Krieg in der Ukraine hat eine enorme humanitäre Krise verursacht, die nicht nur das Land selbst, sondern auch das ferner liegende Georgien zutiefst betrifft und erschüttert. World Vision begann gleich zu Beginn der Krise auf die entstehenden Bedürfnisse zu reagieren, indem es seine Aktivitäten in Rumänien ausweitete, gefolgt von humanitären Programmen in Georgien, Moldawien und der Ukraine. Nach dem ersten Kriegsmonat wurden mehr als 10 Millionen Menschen, darunter 4,3 Millionen Kinder vertrieben. In Georgien kümmerte sich World Vision zunächst um die Bedarfe von rund 5.000 Ukrainerinnen und Ukrainern, die kurz nach Kriegsbeginn in Georgien gestrandet waren. Die Zahl der neu ankommenden Flüchtlinge aus der Ukraine hat sich in wenigen Wochen vervielfacht mit ca. 4000 ankommenden Flüchtlingen pro Woche. Aufgrund der überlasteten Kapazitäten der georgischen Regierung gibt es Anzeichen dafür, dass die Regierung für die direkte und unmittelbare Unterstützung der Geflüchteten zu wenig freie Kapazitäten hat und nicht in der Lage sein wird, diese Hilfe in den kommenden Monaten fortzuführen. Nach einer Analyse der Migrationsströme stellte World Vision fest, dass im Durchschnitt 65 % der in Georgien ankommenden ukrainischen Flüchtlinge im Land bleiben, während der Rest das Land verlässt. Bis Mai 2022 erhielten 1.424 Ukrainer (257 Jungen, 266 Mädchen, 210 Männer, 691 Frauen) Unterstützung von World Vision in Georgien, um ihre Grundbedürfnisse zu decken und Zugang zu psychosozialen Diensten zu erhalten. Aufgrund von Beobachtungen vor Ort ist zu erwarten, dass viele der ukrainischen Flüchtlinge, die derzeit entweder bei Verwandten oder Freunden untergebracht sind und/oder von privaten Initiativen oder den wenigen verfügbaren Mietwohnungen unterstützt werden, bald Hilfe und Unterstützung bei der Wohnungssuche benötigen werden.

Ziele und Inhalte des Projekts:

Die Flüchtlinge, die aus der Ukraine in Georgien ankommen, benötigen sofortige humanitäre Hilfe, Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen, Informationen und psychosoziale Unterstützung. Deshalb versucht das Projekt einen Beitrag durch lebensrettende Maßnahmen für 6.000 schutzbedürftige ukrainische Flüchtlinge zu leisten. Die Initiative versucht drei zentrale Ziele zu erreichen. Erstens sollen die Bedarfe an Nahrungsmitteln, Unterkünften und der Zugang zu Gesundheitsdiensten für 2.000 Flüchtlinge gewährleistet werden. Zweitens soll für 1.000 besonders vulnerable Personen ein geschütztes Umfeld sichergestellt werden. Drittens soll für die 6.000 ukrainische Geflüchteten der Zugang zu grundlegenden sektorübergreifenden Bedürfnissen und Informationen über Hilfsangebote erleichtert werden. Deshalb werden Geflüchtete und Aufnahmegemeinschaften in den Projektgebieten mit Bargeld unterstützt werden. Die Programmziele für die Nothilfe in Georgien stehen im Einklang mit der allgemeinen World Vision Ukraine Crisis Response Strategy. Alle Maßnahmen des Projekts orientieren sich an den festgestellten Bedarfen der nach Georgien gekommenen Geflüchteten und auch die der aufnehmenden Gastgemeinden. Die Programmaktivitäten konzentrieren sich auf die Bereitstellung unmittelbarer humanitärer Hilfe für die betroffene Bevölkerung in den Bereichen Ernährungssicherheit, Kinderschutz, Information und Zugang zu grundlegenden sozialen Dienstleistungen wie Bildung, Gesundheitsversorgung und Arbeitsvermittlung sowie psychosoziale Unterstützung und Therapie. Die Maßnahmen des Programms werden entsprechend der sich möglicherweise ändernden Situation und an den individuellen Bedarfen der Geflüchteten aktualisiert. Darüber hinaus wird der Bedarf der Aufnahmegemeinschaften an spezifischen Veranstaltungen und Aktivitäten berücksichtigt, um die Integration und Kommunikation zwischen Geflüchteten und Gastgemeinden zu gewährleisten. World Vision wird eng mit verschiedenen Partnern wie der georgischen Regierung, der ukrainischen Botschaft in Tbilissi, dem UNHCR und den lokalen Gemeinden zusammenarbeiten. Ein besonderer Fokus liegt bei besonders vulnerablen Personen mit besonderen Bedarfen. World Vision kooperiert eng mit seinen Partnern, um besonders schutzbedürftigen Menschen unmittelbare Hilfe gewährleisten zu können. Daher werden integrative Projektaktivitäten für diese Zielgruppen durchgeführt.

An wen richtet sich die Hilfe?

Das Projekt richtet sich an 6.000 ukrainische Geflüchtete, darunter 2.000 Frauen und 3.000 Kinder. 50 % der Empfänger der Hilfe sind somit Kinder. Durch die Unterstützung der Projektaktivitäten der georgischen Regierung zur Dezentralisierung der Flüchtlingshilfe und die Verbreitung von Informationen über soziale Medien sollen indirekt alle ukrainischen Flüchtlinge in Georgien erreicht werden.