Honduras

Nothilfemaßnahmen für die von den Tropenstürmen Eta und Iota betroffene Bevölkerung

Logo Aktion Deutschland Hilft

Finanziert von:

In dieser Aktion haben sich zahlreiche deutsche Hilfsorganisationen zusammengeschlossen, um im Katastrophenfall koordiniert und effektiv helfen zu können. Schirmherr ist Bundespräsident a. D. Horst Köhler.

Projektzeitraum:

Dezember 2020 - Februar 2021

Land:

Honduras

Finanzvolumen:

259.139,78 Euro (100% von Aktion Deutschland Hilft finanziert)

World Vision Öffentliche Geber: Karte Honduras

Projektbeschreibung:

Honduras hat eine Bevölkerung von 9.251.313 und ist auf dem amerikanischen Kontinent eines der Länder mit der höchsten wirtschaftlichen Ungleichheit. 67 Prozent der Bevölkerung sind werden als arm eingestuft, 38 Prozent der Bevölkerung leben an der Armutsgrenze. Die aktuelle Situation der globalen COVID-19 Pandemie hat diese Ungleichheit weiter verstärkt. Im mittelamerikanische Land Honduras zeigen sich in den vergangenen Jahren zunehmend die Auswirkungen des „El Nino“-Phänomens, welche auf veränderte Meeresströmungen im ozeanografische-meteorologischen System des Pazifiks zurückzuführen sind: So sind die Sommerzeiten in Honduras häufig geprägt von langanhaltenden Dürreperioden. Menschen, die von Subsistenzwirtschaft leben, sehen sich mit Ernteverlusten von mehr als 85 Prozent konfrontiert, was regelmäßig zu einer substantiellen Ernährungsunsicherheit im Land führt. In der Winterzeit kommt es hingegen oftmals zu starken und anhaltenden Regenfällen, Überflutungen und Erdrutschen. Im November 2020 wurde Honduras von zwei tropischen Wirbelstürmen, Eta und Iota, getroffen, welche tagelangen Starkregen mit sich brachten. 2.696.135 Menschen waren von den Auswirkungen betroffen, 90.104 wurden evakuiert, 44.684 fanden in Notunterkünften Zuflucht. Die Regierung von Honduras bat die internationale Gemeinschaft um humanitäre und finanzielle Unterstützung beim Wiederaufbau der von den Stürmen nachhaltig betroffenen Gebiete in Valle de Sula.

Ziele und Inhalte des Projekts:

Ziel des Projektes ist es, einen Beitrag zur Deckung der überlebenswichtigen Grundbedarfe der Bevölkerung in den Gemeinden Yoro, Copan, El Paraiso, Intibuca und Francisco Morazan von Valle de Sula zu leisten. Hierbei fokussiert sich das World Vision Projekt auf zwei Bereiche – zum einen auf die Bereitstellung von Grundnahrungsmitteln und zum anderen auf die Verteilung von Hygieneartikeln. Die Verteilung von Hygieneartikel an Familien in Notunterkünften, sowie an Familien, die bereits wieder in ihre Gemeinden zurückgekehrt sind, soll die Verbreitung von Krankheiten eindämmen. Hierzu zählen unter anderem durch stehende Gewässer häufiger auftretende Krankheiten wie Denguefieber und akute Durchfallerkrankungen, aber auch Atemwegsinfektionen und das COVID-19-Virus. Die Hygieneartikel wie Seife und Desinfektionsmittel werden daher auch durch Aufklärungsmaterialien ergänzt, die über die Präventionsmaßnahmen zur Vermeidung der Ansteckungswege informieren. Die Verteilung von Grundnahrungsmittel an Familien in Notunterkünften und an zurückgekehrte Familien findet statt, da die lokalen Märkte die Bedarfe der Bevölkerung für eine ausgewogene Ernährung (die vor allem für Kinder und Schwangere wichtig ist) aufgrund der Zerstörungen durch die Stürme nicht mehr decken konnte. Der Fokus des Projektes liegt auf der Unterstützung von Familien mit Grundnahrungsmitteln Dieses Projekt wird von World Vision Honduras in Zusammenarbeit mit COPECO (Permanent Contingency Commission of Honduras) umgesetzt.

An wen richtet sich die Hilfe?

Die Zielgruppe sind insgesamt 2.656 von den Stürmen betroffene und vulnerable Familien, von welchen 1.928 Familien zeitweise in Notunterkünften Zuflucht suchen mussten. 729 Familien werden in ihren Gemeinden unterstützt. Da sich in Honduras die Mitglieder einer Gemeinde als Solidargemeinschaft verstehen und sich in Krisenzeiten gegenseitig unterstützen, gehen wir davon aus, dass die Hilfsmaßnahmen dieses Projekts indirekt 13.280 Menschen zu Gute kommen wird. Dazu erhalten 50 Notunterkünfte Reinigungsmaterialien, um die Hygienebedingungen für die dort lebenden Menschen zu verbessern.