Was sind die Kinderschutzzentren von World Vision?
Wenn Kriege oder Naturkatastrophen das Leben von Kindern erschüttern, brauchen sie vor allem eines: Sicherheit. Das vertraute Gefühl von Alltag, Normalität und einen Ort, wo sie einfach Kind sein dürfen. Deshalb baut World Vision in Krisenregionen Kinderschutzzentren auf.
Was genau ist ein Kinderschutzzentrum?
Ein Kinderschutzzentrum, auch Child Friendly Space genannt, ist ein sicherer, geschützter Ort, den wir inmitten von Katastrophen, Kriegen oder Vertreibung einrichten. Wenn das gewohnte Umfeld (Zuhause, Schule, Nachbarschaft) zerstört wurde, bieten diese Zentren Kindern Zuflucht und eine feste Struktur.
Was passiert in den Kinderschutzzentren?
Kinder können sich hier von belastenden Erlebnissen erholen. Das Zusammensein mit Gleichaltrigen gibt den Kindern ein Stück Alltag zurück. Sie spielen, basteln und lernen zusammen mit ausgebildeten Fachkräften Sie sind mobil oder temporär in Zelten, Notunterkünften oder Gemeindezentren untergebracht. Häufig sind die Kinder auch psychisch belastet, etwa durch den Tod von Familienangehörigen oder Freunden. Entsprechend geschulte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von World Vision erkennen diese Situationen und können eingreifen. Mithilfe des pädagogischen Ansatzes „Parenting with Tenderness“ (Erziehung mit Zärtlichkeit) unterstützen unsere Teams die Kinder dabei, ihre Emotionen durch Spiele und Kunsttherapie zu regulieren. In schweren Fällen werden die Kinder an örtliche Fachleute vermittelt.
Wie sind die Schutzzentren ausgestattet?
World Vision verfügt über bereits vorbereitete Einsatzkisten, in denen sich Spielzeuge, Bastel- und Lernmaterialien befinden. Die Lernmaterialien sind an die jeweiligen lokalen Verhältnisse angepasst und werden vor Ort beschafft. Die Räume selbst werden mit kindgerechtem Mobiliar ausgestattet.
Welche konkreten Ziele verfolgen diese Zentren?
Kinder sind an diesem Ort vor Ausbeutung, Missbrauch, Gewalt oder Menschenhandel geschützt, während die Eltern Hilfsgüter organisieren, ihre Unterkünfte reparieren oder wegen Verletzungen behandelt werden müssen. Die Kinder werden psychisch stabilisiert und können im gewissen Umfang Unterrichtsausfall ausgleichen. Ziel ist es, die Kinder möglichst unbeschadet durch die Krise zu führen und sie in der Zeit nach der Katastrophe zu unterstützen.