Rachida ist in Sicherheit
Rachida musste aus ihrer Heimat im Sudan fliehen. Nach einer langen und gefährlichen Flucht sind sie und ihre Tanten endlich im Tschad in Sicherheit. World Vision stellt ihnen in einem Geflüchtetenlager eine Unterkunft zur Verfügung. Hier findet Rachida nicht nur Schutz, sondern auch neue Zuversicht.
Die Flucht ist lebensgefährlich. Und sie ist oft die einzige Chance.
Innerhalb weniger Minuten verliert Rachida ihre Eltern, ihre Brüder und ihr Zuhause. „Wir saßen zuhause, als es an der Tür klopfte. Wir wurden angeschrien und geschlagen. Als wir weggerannt sind, kamen die Männer in Trucks hinterher und haben geschossen", erinnert sich ihre Tante Gamara.
Seit 2023 herrscht Krieg in Rachidas Heimat Sudan. Die 8-Jährige ist eine von rund 13 Millionen Menschen, die fliehen mussten. Vor Gewalt, Hunger und Perspektivlosigkeit. Barfuß läuft sie mit ihren Tanten Halime und Gamara über die Grenze in den Tschad. Eine lebensgefährliche Reise: Viele Wochen sind sie schutzlos Hitze, Regen und Moskitos ausgesetzt, ohne Zugang zu sauberem Wasser und Essen. Als Rachida im Metché Camp ankommt, einer provisorischen Siedlung von Geflüchteten, wünscht sie sich nichts sehnlicher als sich auszuruhen.
Dank World Vision erhält ihre Familie ein Zelt, ausgestattet mit dem Nötigsten, und damit einen Ort, an dem sie sich zum ersten Mal seit langem sicher fühlt.
So schützt World Vision Kinder in Not
Jedes fünfte Kind wächst wie Rachida in einem Konfliktgebiet auf und ist dort erheblichen Risiken wie Hunger, Gewalt oder Missbrauch ausgesetzt (UN, 2025). Statt zur Schule zu gehen, müssen Kinder oftmals arbeiten, um ihre Familien zu unterstützen. Viele Mädchen werden frühverheiratet in der Hoffnung, dass ein Ehemann für sie sorgen kann.
World Vision ist weltweit dort im Einsatz, wo Kinder Schutz brauchen, und schafft die Bedingungen dafür, dass das vor Ort gelingen kann. Wir ermöglichen Zugang zu Wasser, sicheren Notunterkünften und Bildungsangeboten, bei denen Kinder in geschützten Räumen lernen und Erlebtes verarbeiten können. Allein im Jahr 2025 konnten wir rund 19 Millionen Kindern in unseren Nothilfe-Einsätzen helfen.
Für Mädchen wie Rachida ist Bildung der nächste Schritt.
Rachidas Tanten sind erleichtert und dankbar, dass sie wieder ein Dach über dem Kopf haben. Das Allerwichtigste ist für sie allerdings, dass es ihrer Nichte gut geht: „Wir machen uns Sorgen. Wir möchten, dass sie genug zu essen und zum Anziehen hat. Es ist sehr wichtig, dass sie zur Schule geht”, sagt Halime. Für viele Familien in Not ist Frühverheiratung oftmals das einzige Mittel, um Mädchen finanziell abzusichern. Doch das möchten Rachidas Tanten auf keinen Fall. Die Bildungsangebote im Camp machen ihr deshalb Hoffnung: „Wenn sie lesen und schreiben kann, dann hat sie später bessere Chancen, für sich selbst zu sorgen.”
Rachida ist ebenfalls hoffnungsvoll. Sie lernt und träumt von einer besseren Zukunft. Sie fühlt sich sicher, sagt sie. Nicht nur dank der Unterstützung von World Vision, sondern auch, weil sie Halime und Gamara an ihrer Seite hat: „Meine Tanten beschützen mich. Ich liebe sie sehr.”