Hier bin ich zu Hause – Senegal
Senegal, das Land im äußersten Westen Afrikas, besteht fast nur aus weiten Ebenen. Selten höher als 100 Meter steigen sie erst im Südosten langsam Richtung Gebirge an. Der mit 580 Meter höchste „Berg“ des Landes bekam nie einen Namen.
Berge ohne Namen und rosarote Seen.
Dennoch gibt es viel zu sehen: den gewaltigen Grenzfluss zu Mauretanien, Nationalparks mit Vogelreservaten und Elefanten, im Süden noch ein Stück Regenwald oder den „Rosaroten See“. Heiß, trocken und nur spärlich bewachsen ist der Norden am Rand der Sahelzone. Fruchtbar sind die Savannen östlich der Hauptstadt Dakar, in denen gleichbleibende 24 Grad das Klima bestimmen.
Wenn viele helfen –
kann viel gedeihen
Rückkehr zur Selbstbestimmung
Die Besiedlung Senegals hatte schon lange begonnen, bevor die Europäer kamen. Sie errichteten ab 1444 Stützpunkte für den Handel vor allem mit Gold und später mit Sklaven. 1865 wurde Senegal durch Frankreich erobert und 1895 Kolonie. 1958 erhielt es seine weitgehende Autonomie und 1960 die Unabhängigkeit. Nach einigen Korrekturen der Verfassung sind heute rechtsstaatliche, demokratische Strukturen und wesentliche Freiheitsrechte gewährleistet.
In Armut gefangen - die Sklaven von heute?
Die Bauern können ihre meist zu geringen Erträge nicht steigern und verarmen, wenn Ernten ausfallen. Etwa 17% der Kinder unter 5 Jahren sind unterernährt. Auch die Milchprodukte der Viehzüchter decken oft den Eigenbedarf nicht. Sauberes Trinkwasser, sanitäre Anlagen, medizinische Hilfe durch gut ausgebildetes Personal und Medikamente haben viel zu wenige. Und AIDS ist auf dem Vormarsch, weil Wissen über die Ansteckung weitgehend fehlt.
Zurück zum natürlichen Gleichgewicht
Seit dem Verbot des Sklavenhandels wird intensiv Landwirtschaft betrieben. Rodungen und Monokultur auf einst fruchtbaren, aber sensiblen Böden haben das Ökosystem geschädigt; Dürreperioden mindern die Erträge. Sanierungsprogramme und Reduzierung von Monokulturen wirken noch nicht. Die Industrie ist gut entwickelt, jedoch überwiegend in ausländischer Hand. Fischzucht ist daher heute wichtigster Wirtschaftszweig.
Der lange Weg zum selbstbestimmten Leben
Ein modernes Bildungssystem gibt es nicht. 61 % der Menschen sind Analphabeten. Die Schulpflicht kann nicht konsequent umgesetzt werden. Staatliche Schulen sind meist schlecht ausgestattet, die Klassen überfüllt und die Kosten für viele zu hoch. Der Schulbesuch wird skeptisch betrachtet – vor allem bei Mädchen. Eher akzeptiert werden die neuen franko-arabischen Schulen, die auch muslimisch-religiöse Inhalte vermitteln.
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Mein Zuhause in Zahlen
FLÄCHE
196.720 km2
(Dt. 360.000 km2)
EINWOHNER
13,7 Mio. (Dt. 82 Mio.)
WÄHRUNG
CFA-Franc
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AMTSSPRACHEN
Französisch
SPRACHE
Französisch, Wolof, Pulaar
ZEITZONE
MEZ -2 Stunden |
RELIGIONSZUGEHÖRIGKEIT
1 % Naturreligionen

JUNG UND ALT
42,2% der Bevölkerung sind unter 14 Jahre alt. Die Lebenserwartung liegt bei 62 Jahren. |
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WIR SPRECHEN
Französisch als Amtssprache, Wolof, Pulaar, Diola, Mandinka und viele andere Sprachen.
HIER LEBEN
43,3% Wolof, 23,8% Pulaar, 14,7% Serer, 3,7% Jola, 3% Mandinka, 1,1% Soninke, 1% Europäer und Libanesen, 9,4% Andere. |
Ein Vergleich
SENEGAL
Lebenserwartung:
62 Jahre
Ärzte pro 100.000 Einwohner: 8
Säuglingssterblichkeit:
78 von 1.000
Kindersterblichkeit bis zu 5 Jahren:
137 von 1.000
Einschulungsrate in der Grundschule:
69%
Kinder, die die 5. Klasse erreichen:
73%
Analphabeten:
61%
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DEUTSCHLAND
79 Jahre
337
4 von 1.000
5 von 1.000
100%
100%
0,5% |
DIE HÖCHSTEN BERGE IM VERGLEICH
Deutschland: Zugspitze: 2.962 m Höhe
Senegal: Nepen Diakha: 581 m Höhe
SONNENSTUNDEN PRO JAHR
Senegal: 3.023, Deutschland: 1.550 |
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KLIMA
Senegal: Steppenklima/ tropisch
Deutschland: kontinental/ maritim |
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MENSCHEN PRO KM2
Senegal: 59
Deutschland: 236 |
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