Hallo, ich bin Obsi aus Äthiopien.

Hier bin ich zu Hause – Kambodscha



Auf den ersten Blick erscheint Kambodscha unspektakulär, denn drei Viertel des Landes, das im Westen an Thailand, im Norden an Laos und im Osten an Vietnam grenzt, sind flaches Tiefland.

Schönheit auf den zweiten Blick.



Sieht man aber genauer hin, hat das Land Eindrucksvolles zu bieten: den gewaltigen Mekong-Fluss, der das Land von Norden kommend durchquert. Den Tonlé-Sap-See, der in der Regenzeit auf seine achtfache Fläche und damit zum größten See Südostasiens anschwillt. Gebirgszüge, die eine natürliche Grenze zu Thailand bilden und solche, die die Phantasie anregende Namen Elefanten- und Kardamomgebirge tragen. Und die traumhaft unberührte Küste am Golf von Siam. Der Monsun bringt gewaltige Mengen an Niederschlag und Luftfeuchtigkeit über 90 Prozent.

Wenn viele helfen –
kann viel gedeihen


Höchste Kultur und tiefstes Leid



Vor 800 Jahren war Kambodscha eine Hochkultur. 1884 wurde es französische Kolonie und 1953 wieder unabhängig. Durch die Wirren des Vietnam-Krieges kam 1975 das kommunistische Terror-Regime der Roten Khmer an die Macht, die alles bisher Geltende zerstörten. Mit 2 Mio. Menschen ließ auch die intellektuelle Elite ihr Leben. Ab 1979 herrschte jahrelanger Bürgerkrieg. 1991 wurde ein Friedensplan unterzeichnet, 1993 gab es erste demokratische Wahlen, 1998 ergaben sich die letzten Einheiten der Roten Khmer, aber Ruhe kehrt nur langsam ein.

Bessere Chancen - für alle



Das von den Roten Khmer zerstörte Bildungssystem leidet bis heute. 26 % können nicht lesen und schreiben, weil nur 63 % der eingeschulten Kinder die 5. Klasse erreichen. Was fehlt, um Bildung und Wirtschaft wieder aufzubauen, sind höhere Gehälter für die schlecht bezahlten Lehrer, Bekämpfung von Korruption, aber auch gerechtere Abschlussprüfungen und Zugangsbedingungen zu Universitäten.

Erste Erfolge - fehlende Rahmenbedingungen



80 % treiben bis heute Land- und Forstwirtschaft. Aber Rodung und Überfischung gefährden Ökosysteme und Erwerbsgrundlagen. Knapp 8 % arbeiten in der Industrie (besonders Textilindustrie), die 25 % des BIP erwirtschaftet. Fast 50 % des BIP kommen aus Dienstleistung und Tourismus. Hemmend für weiteres Wachstum sind Korruption, Schmuggel und Inflation und ein unzureichendes Rechts-und Ordnungssystem.

Für Gesundheit hat der Staat nichts übrig



Nur 10 % der Staatsausgaben fließen in den Bereich Gesundheit. Vor allem auf dem Land ist die Lage schlecht. 35 % haben kein sauberes Trinkwasser, 72 % ungenügende sanitäre Anlagen. Nur 44 % der Geburten werden von Hebammen betreut. Viele sind nicht versorgt, weil Behandlungen zu viel kosten. Da ein Drittel der Menschen, besonders Kleinkinder, durch Unterernährung geschwächt sind, verlaufen Infektionen, Malaria, Dengue-Fieber und Tuberkulose oft tödlich.

Mein Zuhause in Zahlen



FLÄCHE
181.035 km2
(Dt. 360.000 km2)

EINWOHNER
14,7 Mio. (Dt. 82 Mio.)

WÄHRUNG
Riel
  AMTSSPRACHEN
Khmer

SPRACHE
Khmer 95%, Französisch, Englisch

ZEITZONE
MEZ +6 Stunden

RELIGIONSZUGEHÖRIGKEIT
1 % Sonstige
4% Muslime, 95% Buddhisten

JUNG UND ALT
37% der Bevölkerung sind unter 14 Jahre alt. 34,2% sind zwischen 25 und 59 Jahre, während nur 5,2% älter als 60 Jahre alt sind. Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt 58 Jahre.
  WIR SPRECHEN
95% der Bevölkerung spricht Khmer. Weitere Sprachen sind Vietnamesisch, Chinesisch, Cham, Französisch oder Englisch, sowie verschiedene andere Minderheitensprachen.

HIER LEBEN
Der Hauptteil der hier lebenden Menschen sind Khmer (90%), 5% sind Vietnamesen, 1% Chinesen und 4% Cham und Andere.

Ein Vergleich



KAMBODSCHA

Lebenserwartung:
58 Jahre

Ärzte pro 100.000 Einwohner:
16

Säuglingssterblichkeit:
98 von 1.000

Kindersterblichkeit bis zu 5 Jahren:
143 von 1.000

Einschulungsrate in der Grundschule:
69%

Kinder, die die 5. Klasse erreichen:
63%

Analphabeten:
26,4%
DEUTSCHLAND


79 Jahre


337


4 von 1.000


5 von 1.000


100%


100%


0,5%


DIE HÖCHSTEN BERGE IM VERGLEICH
Deutschland: Die Zugspitze ist mit 2962 m der höchste Berg Deutschlands und des Wettersteingebirges.

Kambodscha: Phnom Aôral ist mit 1813 m der höchste Berg Kambodschas und befindet sich im östlichen Teil des Landes.

SONNENSTUNDEN PRO JAHR
Kambodscha: 2.664, Deutschland: 1.550
Sonne
KLIMA
Kambodscha: tropisches Monsunklima
Deutschland: kontinental/ maritim
Klima
MENSCHEN PRO KM2
Kambodscha: 78
Deutschland: 236
Menschen
6,5 Mio. Enten, 2,5 Mio. Schweine, 2,9 Mio. Rinder, Viele, viele Elefanten

Wege in eine bessere Zukunft

Unterstützung und Hilfe



Kambodscha hat Chancen, der Armut zu entkommen. Auf politischer Ebene wird vor allem beim Aufbau von Wirtschaft und administrativen Strukturen geholfen. Karitative Organisationen konzentrieren sich auf die Alltagssituation der Menschen. Sie helfen vor allem in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Ernährungssicherung und geben ihnen so Hoffnung und Perspektiven für die Zukunft.

Hilfe für Kind, Familie und Umfeld


World Vision hilft weltweit Menschen in Not – und setzt dabei auf nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe. Die Unterstützung kommt immer dreifach an: bei den Kindern, ihren Familien und ihrem Umfeld. World Vision arbeitet seit 2004 in Kambodscha, wo nötig mit Katastrophenhilfe und langfristig durch Regional-Entwicklungsprojekte.

Weiterführende Informationen

Länderinformation Kambodscha (PDF, 8 S., 2,7 MB)

World Vision Projekte in Kambodscha



Regional-Entwicklungsprojekt Kulen (PDF, 4 S.)
Regional-Entwicklungsprojekt Rovieng (PDF, 4 S.)
Regional-Entwicklungsprojekt Tbeng Meanchey (PDF, 4 S.)
Transparenzpreis 2010 DZI Spendensiegel Deutscher Spendenrat Aktion Deutschland Hilft
Hotline: 0800 - 0 10 20 22
Mo.-Fr. von 8:00 - 20:00 Uhr - kostenfrei


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