Jack Wolfskin unterstützt Projekt In Nord-Uganda
Manfred Hell (Geschäftsführer Jack Wolfskin) und Wolfgang Niedecken besuchen die Projektregion in Nord-Uganda. (Fotos: J. Wolfskin)
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20 Jahre Krieg haben Spuren hinterlassen
In Distrikt Pader in Nord-Uganda herrschen immer noch schlimme Zustände. Hierher sind bisher noch relativ wenige Hilfsorganisationen vorgedrungen. Pader hat am schwersten unter dem 20jährigen Konflikt mit der Lord´s Resistance Army (LRA) gelitten. Insgesamt leben hier fast 200.000 Menschen in Flüchtlingslagern, darunter ungefähr 60.000, die während des Krieges entführt, misshandelt und auf unterschiedlichste Art missbraucht wurden. Ein großer Teil der Kinder und Jugendlichen - Mädchen wie Jungen - musste als Kindersoldaten am Krieg teilnehmen.

Sandpisten, kein fließendes Wasser - Pader eine Stadt ohne Infrastruktur
Pader wurde erst Ende 2001 vom Distrikt Kitgum abgespalten und ist seitdem eigenständig. Noch ist die Infrastruktur extrem begrenzt. Es gibt keine asphaltierten Straßen, und die Hauptstadt Pader verfügt weder über Stromleitungen noch fließendes Wasser. Strom gibt es nur über Generatoren, sofern der zum Betrieb notwendige Treibstoff erhältlich ist. Wasser holen die Menschen mit Eimern aus Brunnen. Die knapp 300.000 Einwohner des Distrikts sind auf einer Fläche von rund 8.000 Quadratkilometern verstreut. (Zum Vergleich: In Thüringen leben auf gleich großer Fläche im Schnitt 2,25 Millionen Menschen.)

Kinder: Opfer und Täter in einem grausamen Krieg
Wie auch in den Nachbarregionen Kitgum und Gulu litten die Menschen in Pader in den letzten 20 Jahren stark unter den Übergriffen der LRA. Die Rebellenorganisation entführte seit 1987 schätzungsweise zwischen 25.000 und 60.000 Kinder, missbrauchte sie als Kindersoldaten und zum Teil als Sexsklaven. Auf das Konto der LRA gehen Gräueltaten wie die Verstümmelung, Ermordung und Vergewaltigung zehntausender Zivilisten. Viele der von der Rebellenorganisation versklavten Kinder und Jugendliche wurden während des Krieges selbst zu Tätern. Unter Zwang begingen sie nicht selten unvorstellbar grausame Taten und waren gleichzeitig Opfer von Vergewaltigungen, schweren Verletzungen, Entführung oder Folter.

World Vision hat gemeinsam mit Manfred Hell, Geschäftsführer von Jack Wolfskin, und dem Musiker Wolfgang Niedecken im August 2007 die Nachbarregion Gulu besucht. Beide waren tief beeindruckt von der Arbeit, die World Vision mit ehemaligen Kindersoldaten durchführt, und wollten ein weiteres Projekt ins Leben rufen. Durch die Zusage ihrer finanziellen Unterstützung konnte mit dem Projekt begonnen werden.

Weitere Informationen zum Projekt Rebound finden Sie hier!  


 

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