Tansania - hier bin ich zu Hause

Löwen, schneebedeckte Vulkane, grüne Ebenen, Savanne und hochgewachsene Massai. Tansania ist ein Teil Afrikas wie aus dem Bilderbuch. Mit einer wildromantischen Szenerie für Hollywood-Dramen – aber hinter den Kulissen herrscht die Not.

Große Namen – großartige Landschaft

Tansania vereint viele atemberaubende Landschaften: tropische Regionen am Indischen Ozean und trockene, warme Gebiete im Süden und Norden. Der Zentralafrikanische Graben im Westen und der Ostafrikanische mitten im Land, riesige Krater, Vulkane und der Kilimandscharo hinterlassen tiefe Eindrücke bei den Betrachtern. Tansania grenzt direkt an die drei größten Seen Afrikas: den Viktoriasee im Norden, den Tanganjikasee im Westen und den Malawisee im Süden. Der Norden krönt den Staat mit der Serengeti.

Friedliche Vielfalt mit langer Tradition

 Im Gegensatz zu anderen Teilen Afrikas blickt Tansania auf eine eher friedliche Landesgeschichte zurück. Natürlich gab und gibt es Konflikte: Auch hier herrschten Kriege mit Nachbarländern und das Land wurde, unter anderem von Deutschland, kolonialisiert. Unter den 130 verschiedenen Volksgruppen entstehen immer wieder Spannungen. Aus dem Festland Tanganjika und den zwei Inseln Sansibar und Pemba entstand 1964 das heutige Tansania, das unter der Staatsform einer Präsidialrepublik geführt wird.

Steigende Kosten und sinkende Lebensqualität

Überschwemmungen und Dürreperioden vernichten große Teile der Ernte und sind Ursachen dafür, dass 44 Prozent der Menschen unterernährt sind. Viele Dörfer liegen weit außerhalb und verfügen über schlechte, nicht asphaltierte Straßen, die Transporte und Handel erschweren. Güter werden somit teuer und leicht Verderbliches kann über die weiten Strecken nicht transportiert werden. Aufgrund von Armut, Hunger und schlechter medizinischer Versorgung erreichen nur wenige Menschen ein Alter über 65 Jahren.

Aufgeschlossen und neugierig

Der Staat wirbt stark für den Schulbesuch und die Bevölkerung ist dafür aufgeschlossen. 78 Prozent der Männer und 62 Prozent der Frauen können lesen und schreiben. In den 70er Jahren waren diese Zahlen sogar noch höher. Leider sind die Schulen insgesamt schlecht ausgestattet und meistens viel zu klein. Schulgebühren werden zwar nicht erhoben, aber die Lernmittel und Schuluniformen sowie eine Beteiligung an der Ausstattung und am Betrieb müssen bezahlt werden. Viele arme Familien sind damit überfordert.

Ein todernstes Thema: Gesundheit

Für kommunale Gesundheitszentren fehlen leider die Mittel. Statt ausgebildeten Fachkräften behandeln traditionelle Heiler und Geburtshelferinnen die Menschen. Es stehen kaum Medikamente zur Verfügung. Da rund 45 Prozent der Menschen kein sauberes Trinkwasser haben, ist der Gesundheitszustand alarmierend. Viele sterben an AIDS oder Malaria. Zurück bleiben Waisen, deren Erziehung die Ersatzfamilien vor allem wirtschaftlich überfordert.

Unterstützung und Hilfe

Tansania ist heute eines der ärmsten Länder Afrikas. So ist neben Wasser, Hygiene und der Basisversorgung die Förderung der Landwirtschaft ein wichtiger Sektor. Hier hilft World Vision die Erträge zu steigern und Überschüsse zu erwirtschaften. Im ökonomischen Bereich werden Kleingewerbe und Kooperativen gefördert. Darüber hinaus werden in den Sektoren AIDS und Bildung große Investitionen getätigt.

Hilfe für Kind, Familie und Umfeld

World Vision hilft weltweit Menschen in Not – und setzt dabei auf nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe. Die Unterstützung kommt immer dreifach an: bei den Kindern, ihren Familien und ihrem Umfeld. In Tansania wird seit gut 30 Jahren Hilfe geleistet und es werden Entwicklungsprogramme durchgeführt. Durch eine medizinische Aufklärung der Bevölkerung wird beispielsweise die AIDS-Prävention gefördert.