Hier bin ich zu Hause – Honduras
Ginge es nach Vielfalt und Schönheit alleine, wäre Honduras ein reiches Land: Im Norden die Karibik mit einem der schönsten und größten Korallenriffe der Welt. Im Süden der Pazifik mit trockenen Wintern.
Paradies mit Hindernissen.
Fruchtbare Bananenplantagen im tropischen Küstenland, Berglandschaften und Wälder im Landesinneren, zwei Küsten, die Fischerei ermöglichen, Klimazonen, die sich für die Landwirtschaft eignen und im Nordosten nahezu unberührter Regenwald. Aber ökologische Unvernunft, politische Instabilität und immer wieder verheerende Wirbelstürme – wie „Mitch“, der 1998 über 5.000 Menschen tötete und neu geschaffene Infrastruktur zunichte machte – verhindern, dass dieser Reichtum das Leben der Menschen verbessert.
Wenn viele helfen –
kann viel gedeihen
Mühsamer Weg in die Zukunft
Mit der Landung der Konquistadoren fand die tausende Jahre lange Maya-Geschichte des Landes ein rasches Ende. Kriege und Krankheiten drängten die Ureinwohner zurück. Aber auch nach der Wiedererlangung der Unabhängigkeit von Spanien 1821 machten politische und wirtschaftliche Unvernunft das Land zur notorischen „Bananenrepublik“. Durch erste Reformansätze ab 1957 und die Rückkehr zur Demokratie ab 1981 wird nun der mühsame Weg der Armutsbekämpfung beschritten.
Die Chancen sind da...
Der Anbau von Bananen und Kaffee, Tierzucht und Fischerei und ganz allmählich aufkommender Tourismus – dass dies nicht weit mehr Menschen Nahrung und Wohlstand bietet, liegt hauptsächlich an fehlender Bildung. Schule ist zwar kostenlos, aber Bücher und Lehrmittel sind für arme Familien unerschwinglich und auf dem Land fehlen die Lehrer. Viele schließen die Schule nicht ab und bleiben Analphabeten. Die Folge ist ein Mangel an Fachkräften, der die Entwicklung in allen Bereichen hemmt.
Noch weniger - geht nicht
Über 80 % der Menschen in Honduras leben als landwirtschaftliche Selbstversorger. Ein Viertel davon lebt von weniger als einem US-Dollar pro Tag. Geeignetes Saatgut und Geräte zur Steigerung der Erträge fehlen. Ausbildung als Weg aus der Armut ist daher oft unbezahlbar. Die Folge sind fehlende Perspektiven und Terrorisierung ganzer Gebiete durch Jugendbanden - oder die Auswanderung der Erwerbsfähigen in die USA.
Gesundheit - die Wurzel alles Guten
Vor allem Kleinkinder leiden unter unzureichender medizinischer Versorgung und fast die Hälfte ist unterernährt. Impfung, Untersuchung oder Behandlung kennen sie nicht. Auch sauberes Trinkwasser, sanitäre Anlagen und Müllentsorgung fehlen weithin. Durchfall-, Haut- und Augenkrankheiten, Cholera und die tückische Chagas-Krankheit, die schleichend das Verdauungs- und Nervensystem angreift, schwächen und gefährden vor allem die armen Bevölkerungsschichten.
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Mein Zuhause in Zahlen
FLÄCHE
112.090 km2
(Dt. 360.000 km2)
EINWOHNER
7,6 Mio. (Dt. 82 Mio.)
WÄHRUNG
Lempira
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AMTSSPRACHEN
Spanisch
SPRACHE
Spanisch
ZEITZONE
MEZ -8 Stunden |
RELIGIONSZUGEHÖRIGKEIT

JUNG UND ALT
38,1% der Bevölkerung sind unter 14 Jahre alt. Die Lebenserwartung liegt bei 67,8 Jahren. |
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WIR SPRECHEN
Spanisch
HIER LEBEN
90% Mestizen,
7% indigene Bevölkerung
(Chortí, Lenca, Miskito),
3% Europäer und Afrikaner. |
Ein Vergleich
HONDURAS
Lebenserwartung:
67,8 Jahre
Ärzte pro 100.000 Einwohner:
83
Säuglingssterblichkeit:
32 von 1.000
Kindersterblichkeit bis zu 5 Jahren:
41 von 1.000
Einschulungsrate in der Grundschule:
87%
Kinder, die die 5. Klasse erreichen:
70%
Analphabeten:
20%
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DEUTSCHLAND
79 Jahre
337
4 von 1.000
5 von 1.000
100%
100%
0,5% |
DIE GRÖSSTEN SEEN IM VERGLEICH
Deutschland: Bodensee: 536 km2 Fläche, 3 Inseln
Honduras: Lago de Yojoa: 285 km2 Fläche, ist gleichzeitig größtes Trinkwasserreservoir Honduras'
SONNENSTUNDEN PRO JAHR
Honduras: 2.287, Deutschland: 1.550 |
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KLIMA
Honduras: tropisch-äquatorial
Deutschland: kontinental/ maritim |
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MENSCHEN PRO KM2
Honduras: 64
Deutschland: 236 |
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