Hallo, ich bin Obsi aus Äthiopien.

Hier bin ich zu Hause – BOLivien



Zwischen den tropisch-heißen Regenwäldern an den Grenzen nach Brasilien erheben sich in den Anden schneebedeckte Gipfel bis zu 6.500 m Höhe. Daneben erstrecken sich weite Buschsavannen ebenso wie ein besiedeltes zentrales Hochland mit angenehmen Temperaturen. Tropische Hitze im Tiefland wechselt mit arktischer Kälte im Hochland und auf Regenzeiten folgen Trockenphasen.

Ein reiches Land voller Gegensätze.



Nicht nur die große landschaftliche und klimatische Vielfalt prägt Bolivien, sondern auch sein beachtlicher Reichtum an Bodenschätzen: Hier liegen Gold, Silber, Platin und Zinn, das zweitgrößte Erdölvorkommen Lateinamerikas und bedeutende freie Erdgasreserven. Zusammen bilden sie ein wertvolles Reservoir, aus dem das Land zum Nutzen aller schöpfen könnte – aber der Weg dorthin ist noch lang.

Wenn viele helfen –
kann viel gedeihen


Langer Weg zurück zur Ruhe



1538 eroberten die Spanier das Inka-Reich (Hochperu)
zu dem das heutige Bolivien gehört. Damit begann die Aus-
beutung der Ureinwohner und der Unfriede, der von der
Hoffnung auf Gold und Reichtum genährt wurde. Die Unab-
hängigkeit 1825 unter dem ersten Präsidenten Simon Bolivar brachte keinen sozialen Frieden und Wohlstand. Aufstände, Putsche und Diktaturen lösten sich weiterhin ab. Erst seit 1982 hat das Land wieder einen gewählten Präsidenten. Aber der Prozess der Stabilisierung braucht noch Zeit.

Keine Entwicklung ohne Bildung



Bolivien ist reich an Bodenschätzen, doch auch hier
macht sich der gravierende Fachkräftemangel bemerkbar,
der wiederum mit der schwierigen Bildungssituation
zusammenhängt. Nur 70 % der Kinder besuchen derzeit
eine Schule. Schulmaterial und Schuluniformen sind je-
doch sehr teuer, und Angebote zur beruflichen Bildung
und qualifizierte Lehrer fehlen. Nur wenn sich dies
ändert, kann die Lage nachhaltig verbessert werden.

Probleme auf dem Arbeitsmarkt



In Bolivien gibt es keine ausreichend große verarbeitende
Industrie, und auf breiter Front fehlen Arbeitsplätze –
allerdings auch die Bildung dazu und Fachkräfte. Meist
wird der Eigenbedarf auf kleinsten Parzellen erwirtschaftet,
die kaum eine der großen Familien ernährt. Kleine
Tagelöhner- oder handwerkliche Arbeiten bieten ein kar-
ges Zubrot. Wasser- und Energieversorgung und folglich
die Hygiene- und Gesundheitssituation sind weithin
unzulänglich.

Gesundheit und Wasser



Bis zu 20 Personen, die in provisorischen Ein-Raum-Hütten
leben, unsauberes Trinkwasser aus dem Brunnen, fehlen-
des Wissen über Hygiene und Gesundheit und kaum me-
dizinische Versorgung – so sehen die Verhältnisse auf dem
Land aus. In städtischen Gebieten haben zwar 78% der
Haushalte sauberes Trinkwasser und 87% einfache Latrinen, aber nur 20% sind an ein Abwassernetz angeschlossen. Gefährliche Infektionen sind daher an der Tagesordnung.

Mein Zuhause in Zahlen



FLÄCHE
1.098.580 km2
(Dt. 360.000 km2)

EINWOHNER
10,03 Mio. (Dt. 82 Mio.)

WÄHRUNG
Boliviano
  AMTSSPRACHEN
Spanisch, Aymara, Quechua

SPRACHE
Spanisch, Aimará, Ketschua

ZEITZONE
MEZ -6 Stunden

RELIGIONSZUGEHÖRIGKEIT
7% Sonstige
13% Protestanten, 80% Katholiken

JUNG UND ALT
35,5% der Bevölkerung sind unter 14 Jahre alt. Die Lebenserwartung liegt bei 64 Jahren.
  WIR SPRECHEN
Amtssprachen sind Spanisch, Aymara und Quechua. Im Tiefland wird auch Guaraní gesprochen.

HIER LEBEN
55% indigene Bevölkerung (Aymara, Quechua),
45% Mestizen und Weiße.

Ein Vergleich



BOLIVIEN

Lebenserwartung:
64 Jahre

Ärzte pro 100.000 Einwohner:
73

Säuglingssterblichkeit:
54 von 1.000

Kindersterblichkeit bis zu 5 Jahren:
75 von 1.000

Einschulungsrate in der Grundschule:
95%

Kinder, die die 5. Klasse erreichen:
84%

Analphabeten:
14%
DEUTSCHLAND


79 Jahre


337


4 von 1.000


5 von 1.000


100%


100%


0,5%


DIE GRÖSSTEN SEEN IM VERGLEICH
Deutschland: Bodensee: 536 km2 Fläche, 3 Inseln

Bolivien: Titicaca-See: 8.288 km2 Fläche, 42 von Menschen geschaffene Inseln

SONNENSTUNDEN PRO JAHR
Bolivien: 2.275, Deutschland: 1.550
Sonne
KLIMA
Bolivien: tropisch/ subtropisch
Deutschland: kontinental/ maritim
Klima
MENSCHEN PRO KM2
Bolivien: 8,4
Deutschland: 236
Menschen
2,8 Mio. Schweine, 8,8 Mio. Schafe, 6,8 Mio. Rinder, viele, viele Lamas

Wege in eine bessere Zukunft

Unterstützung und Hilfe



Bolivien erhält internationale Unterstützung bei der Entwicklung von Demokratie und einer marktorientierten Wirtschaftsordnung sowie beim Kampf gegen Armut und medizinische Unterversorgung. Karitative und Nichtregierungsorganisationen konzentrieren sich auf die Verbesserung der alltäglichen Lebenssituation der Menschen. So bietet World Vision Schulungen in Hygiene, Gesundheit und Ernährung, hilft beim Ausbau der Trinkwasserversorgung und erarbeitet Programme zur Schul- und Weiterbildung. So bekommen die Menschen neuen Mut und neue Perspektiven für eine bessere Zukunft.

Hilfe für Kind, Familie und Umfeld



World Vision hilft weltweit Menschen in Not – und setzt dabei auf nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe. Die Unterstützung kommt immer dreifach an: bei den Kindern, ihren Familien und ihrem Umfeld. World Vision arbeitet seit 1994 in Bolivien, wo nötig mit Katastrophenhilfe und langfristig durch Regional-Entwicklungsprojekte, um der Bevölkerung zu einem besseren Lebensstandard zu verhelfen.

Weiterführende Informationen



Länderinformation Bolivien (PDF, 8 S., 2,7 MB)

World Vision Projekte in Bolivien



Regional-Entwicklungsprojekt Los Chacos (PDF, 4.S., 2,6 MB)
Regional-Entwicklungsprojekt Camiri (PDF, 4.S., 1,2 MB)
Regional-Entwicklungsprojekt Guarayos (PDF, 4.S., 1,3 MB)
Regional-Entwicklungsprojekt Tekove (PDF, 4.S., 1,3 MB)
Regional-Entwicklungsprojekt Tembipe (PDF, 4.S., 1,3 MB)
Regional-Entwicklungsprojekt Arakavi (PDF, 4.S., 1,3 MB)
Schwerpunktprojekt "Fußballschule" (PDF, 4 S.)
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Hotline: 0800 - 0 10 20 22
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