Für Kleinkinder in Entwicklungsländern kann Armut schnell zu einer Frage des Überlebens werden. Eigentlich harmlose Krankheiten wie Durchfall können in den ersten Lebensjahren tausendfach zum Tod führen. Mangelernährung verursacht häufig Entwicklungsstörungen und Krankheiten, die das ganze spätere Leben beeinträchtigen.
Speziell für Schwangere, Babys und Kleinkinder hat World Vision daher das „Starthelfer” Programm eingerichtet. Es sorgt dafür, dass möglichst viele Kinder in den ersten Lebensjahren eine gesunde Ernährung und eine medizinische Grundversorgung erhalten. Und das für nur 9,- EUR im Monat.

Ein gesunder Start für ein Kind beginnt bereits im Bauch der Mutter. Deshalb gibt es zwei unterschiedliche Phasen an Maßnahmen:
Für Schwangere und für Babys.
Wenn Sie den Schieberegler bewegen, erfahren Sie, welche Maßnahmen es im Einzelnen gibt und in welcher Lebensphase sie besonders wichtig sind.

Das Starthelfer-Programm ist besonders effizient, da es aufgrund unserer Erfahrung speziell auf die Bedürfnisse der Kinder in den Entwicklungsländern abgestimmt ist.

Frühe Hilfe ist besonders wirkungsvoll. Denn ein Kind, das sich in den ersten Jahren gesund entwickeln konnte, profitiert davon ein ganzes Leben lang. Schäden in den ersten Lebensjahren können dagegen irreversibel bleiben und zu Benachteiligungen wie z.B. Kleinwüchsigkeit führen.

World Vision Deutschland führt inzwischen in 11 Ländern Starthelfer-Programme durch. World Vision international ist in über 100 Ländern aktiv.
Karte der World Vision Starthelfer-Projekte ansehen

Im Starthelfer Projektgebiet in Nicaragua ist zum Beispiel die Anzahl der Erstuntersuchungen bei Schwangeren innerhalb eines Jahres um über 15% gestiegen. Ein Aufwärtstrend, der sich auch in vielen anderen Projekten abzeichnet.

Schon durch die Verabreichung von Vitamin-A-Präparaten können wir eine Reduzierung des Sterblichkeitsrisikos bei Kindern um ein Viertel erreichen. In unserem Projektgebiet in Mosambik sank innerhalb von 2 Jahren der Vitamamin-A-Mangel von 60% auf 36% um ein Drittel.

Die optimale Ernährung für Kinder in Entwicklungsländern bis 6 Monate ist ausschließliches Stillen mit Muttermilch. Im Projektgebiet in Kambodscha stieg durch Schulungen der Anteil der so ernährten Säuglinge unter 5 Monaten von 11% im Jahr 2000, auf 60% im Jahr 2005 und auf 74% im Jahr 2010.

Das macht den Starthelfer effektiv: 7 Maßnahmen speziell für schwangere Frauen - und 11 Maßnahmen für Kleinkinder.
Die "7-11" Maßnahmen im Detail ansehen

World Vision legt bei seinen Projekten nicht nur den Schwerpunkt auf die primäre Gesundheitsversorgung, sondern auch sehr erfolgreich auf Aufklärung über gesunde Ernährung und die Förderung von notwendigen Verhaltensänderungen im Haushalt.
1. | Angemessene Ernährung in Qualität und Quantität | |
2. | Nahrungsergänzung mit Eisen, Folsäure und Jod | |
| 3. | Tetanus-Impfschutz | |
4. | Malaria-Prävention (Moskitonetze) und Vorsorgebehandlung (Anti-Malaria-Tabletten) | |
5. | Beratung zum Geburtenabstand (Ziel: mindestens 2 Jahre, besser 3 Jahre Pause) | |
| 6. | Entwurmung | |
7. | Zugang zur Schwangerschaftsvorsorge, freiwillige HIV/ Aids-Beratung und -untersuchung |
| 1. | An das Lebensalter des Säuglings angepasstes Stillen: In den ersten 6 Monaten nur Muttermilch, dann bis zur Vollendung des zweiten Lebensjahres ergänzend zu anderen Lebensmitteln |
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| 2. | Grundlegende Neugeborenen-Versorgung und Pflege (Untersuchung und Beratung) | |
3. | Richtiges Händewaschen | |
4. | Angemessene Beikost | |
5. | zusätzliche Eisen-Einnahme | |
6. | zusätzliche Vitamin-A Einnahme | |
7. | Orale Rehydrationstherapie und Zink-Verabreichung | |
8. | Fiebererkrankungen angemessen behandeln | |
9. | Altersgerechte volle Immunisierung (Standard-Impfungen) |
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10. | Malaria-Prävention (Moskitonetze) |
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| 11. | Entwurmung bei Kindern, die älter als 1 Jahr sind |