Mit dem Programm „Starthelfer“ setzte sich World Vision dafür ein, dass Kinder gesund ins Leben starten können. Der Fokus lag auf der Bekämpfung von Mangelernährung, der Verbesserung der Gesundheitsversorgung von Müttern und Kindern sowie der Förderung frühkindlicher Entwicklung. Besonders die ersten zwei Lebensjahre standen dabei im Mittelpunkt.
Dank der Unterstützung vieler Spenderinnen und Spender konnten Gesundheits- und Bildungsprojekte für Kinder und Familien in verschiedenen Ländern umgesetzt werden. Heute verfolgt World Vision einen neuen Schwerpunkt: Kinder weltweit vor Gewalt zu schützen und ihnen eine sichere Kindheit zu ermöglichen.
49.287 Frauen
erhielten Zugang zu Angeboten zur Mutter-Kind-Gesundheit im Niger.
59.142 Kinder
unter fünf Jahren profitierten von Gesundheitsmaßnahmen.
105.000 Schwangere
erhielten wichtige Gesundheitsberatung vor der Geburt.
Worum ging es beim Starthelfer-Programm?
Die ersten Lebensjahre eines Kindes entscheiden maßgeblich über Gesundheit, Entwicklung und Zukunftschancen. In vielen Regionen der Welt gefährden jedoch Mangelernährung, fehlende Gesundheitsversorgung und vermeidbare Krankheiten das Leben von Kindern bereits von Geburt an.
Mit dem Starthelfer-Programm unterstützte World Vision Familien dabei, diesen Risiken zu begegnen. Durch Gesundheitsversorgung, Ernährungsprogramme, Aufklärung und frühkindliche Förderung erhielten Kinder bessere Chancen auf ein gesundes Aufwachsen. Gleichzeitig wurden Mütter während Schwangerschaft und Geburt begleitet und gestärkt.
Was war das Ziel des Programms?
World Vision verfolgte mit dem Starthelfer-Programm diese Ziele
- die Gesundheit von Schwangeren, Müttern und Kleinkindern verbessern
- Mangelernährung vorbeugen und behandeln
- den Zugang zu medizinischer Versorgung stärken
- Familien Wissen über Gesundheit und Ernährung vermitteln
- Kindern die bestmöglichen Entwicklungschancen in den ersten Lebensjahren ermöglichen
- vermeidbare Krankheiten reduzieren und Kindersterblichkeit senken
Gesundheitsversorgung für Mütter und Kinder in Niger
In Niger hat World Vision gemeinsam mit lokalen Partnern die Gesundheitsversorgung für Schwangere, stillende Mütter und kleine Kinder gestärkt – besonders in abgelegenen Regionen. Heute erreichen wichtige Angebote mehr Familien, und die Qualität der Versorgung hat sich spürbar verbessert.
Mütter erhalten verständliche Informationen rund um Schwangerschaft, Geburt und die Gesundheit ihrer Kinder. Gleichzeitig fördern wir Impfungen und Vorsorge, damit Krankheiten gar nicht erst entstehen.
Unterernährte Kinder werden früh erkannt und gezielt an Gesundheitszentren überwiesen. So bekommen sie rechtzeitig die Behandlung, die sie zum Überleben und für eine gesunde Entwicklung brauchen.
Frühkindliche Bildung für geflüchtete Kinder im Libanon
Geflüchtete syrische Kinder erhielten Unterrichts- und Lernmaterialien sowie speziell entwickelte Lernpakete. So konnten sie auf den Schulbesuch vorbereitet werden und wichtige Grundlagen erwerben.
Das Projekt kombinierte Bildung und Spiel. Lernstationen und kreative Angebote ermöglichten den Kindern, Neues zu entdecken, soziale Kompetenzen zu entwickeln und Freude am Lernen zu erleben.
Neben schulischen Inhalten wurde auch das soziale und emotionale Wohlbefinden der Kinder gestärkt. Ein geschütztes Umfeld und gemeinsame Aktivitäten unterstützten ihre Entwicklung.
Das 7-11-Programm von World Vision
Sieben Maßnahmen für schwangere Frauen
Das Programm umfasste unter anderem Ernährungsberatung, Nahrungsergänzung, Impfungen, Malariaprävention, Familienplanung sowie Geburtsvor- und Nachsorge durch geschulte Gesundheitshelferinnen und Gesundheitshelfer.
Elf Maßnahmen für Kleinkinder
Zu den wichtigsten Maßnahmen gehörten Stillförderung, Impfungen, altersgerechte Ernährung, Hygiene, Behandlung von Durchfallerkrankungen, Schutz vor Atemwegserkrankungen und die Vorbeugung von Unterernährung.
Ein ganzheitlicher Ansatz für die frühe Kindheit
Das 7-11-Programm verband Gesundheitsversorgung, Ernährung und Prävention zu einem umfassenden Ansatz, um die Entwicklungschancen von Kindern nachhaltig zu verbessern
Sieben Maßnahmen für schwangere Frauen
1. Ernährung
Angemessene Ernährung in Qualität und Quantität
2. Nahrungsergänzung
mit Eisen und Folsäure sowie Entwurmung
3. Prävention von Infektionskrankheiten
Tetanus-Impfungen, Schutz vor HIV, Tuberkulose Test
4. Prävention und Behandlung von Malaria
Moskitonetze und Vorsorge
5. Gesunder Geburtenabstand
Familienplanung
6. Geburtsvorbereitung
(inkl. Prävention nachgeburtlicher Blutungen)
7. Gesundheitsdienste
Geburtsvor- und nachsorge durch geschulte Gesundheitshelfer
Elf Maßnahmen für Kleinkinder
1. Stillen
Ausschließliches Stillen in den ersten sechs Monaten
2. Neugeborenenpflege
(u.a. Nabelpflege)
3. Angemessene Ernährung
(altersgerechte Beikost, ggf. Vitamin A-Gabe)
4. Angemessene Eisenaufnahme
5. Altersgerechte Impfungen
6. Händewaschen
Gründliches und regelmäßiges Händewaschen
7. Rehydrationstherapie
Orale Rehydration mit Zink bei Durchfall
8. Atemwegserkrankungen
Prävention und Behandlung durch Gesundheitsdienste
9. Unterernährung
Prävention und Behandlung von akuter Unterernährung
10. HIV
Prävention und Behandlung von HIV bei Kindern
11. Entwurmung
(ab 12 Monate)