Sieben Jahre Krieg
Das heißt für die meisten betroffenen Kinder, dass sie die halbe Kindheit schon verloren haben.
Flucht statt Schule
Jedes Jahr sind mehr von ihnen außerhalb Syriens auf der Flucht und können nicht mehr zur Schule gehen.
Hunderttausende betroffen
740.000 Kinder brauchen daher dringend mehr Bildungsangebote! Dafür setzen wir uns ein.
Worum ging es bei der Kampagne „Jede Kindheit zählt“?
Seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien im Jahr 2011 sind Millionen Kinder von Gewalt, Vertreibung und Perspektivlosigkeit betroffen. Viele von ihnen mussten ihre Heimat verlassen und leben in Flüchtlingslagern oder Aufnahmegemeinden außerhalb Syriens. Besonders dramatisch: Hunderttausende Kinder im Schulalter konnten keine Schule besuchen.
Mit der Kampagne „Jede Kindheit zählt“ machte World Vision auf die Situation von 740.000 syrischen Kindern aufmerksam, die dringend Zugang zu Bildungsangeboten brauchten. Bildung bedeutet für diese Kinder weit mehr als Unterricht – sie schafft Schutz, Stabilität und Hoffnung auf eine bessere Zukunft.
Seit Hamza in die Vorschule geht, ist er jeden Tag mit anderen Kindern zusammen. Das hat sein Herz wieder geöffnet.
Was war das Ziel der Kampagne?
World Vision wollte mit der Kampagne Folgendes erreichen:
- die Öffentlichkeit auf die Bildungskrise syrischer Flüchtlingskinder aufmerksam machen
- politischen Druck für mehr Investitionen in Bildungsangebote für Kinder auf der Flucht erzeugen
- die Bundesregierung dazu auffordern, Schulen, Lehrkräfte und Lernmaterialien in Flüchtlingsregionen stärker zu finanzieren
- geflüchteten Kindern eine Stimme geben und ihr Recht auf Bildung in den Mittelpunkt stelle
Das haben wir gemeinsam mit der Kampagne „Jede Kindheit zählt“ erreicht
Dank der Unterstützung von 18.044 Menschen konnte World Vision die Forderung nach mehr Bildung für syrische Flüchtlingskinder auf die politische Agenda bringen. Gemeinsam wurde ein starkes Zeichen gesetzt, dass kein Kind aufgrund von Krieg und Flucht auf Bildung verzichten sollte.
Bewusstsein schaffen in Deutschland - politische Erfolge der Kampagne:
18.044 Stimmen für das Recht auf Bildung
Mit der Kampagne „Jede Kindheit zählt“ haben sich 18.044 Menschen dafür eingesetzt, dass syrische Flüchtlingskinder Zugang zu Bildung erhalten. Die große Unterstützung zeigte deutlich: Kinder dürfen auch in Krisen und auf der Flucht nicht von Bildung ausgeschlossen werden.
Übergabe der Petition im Deutschen Bundestag
Am 14. Juni 2018 übergaben die World-Vision-Jugendbotschafterinnen Laura und Marcella gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden Christoph Waffenschmidt die Petition an Niels Annen, Staatsminister im Auswärtigen Amt. Mit der Übergabe im Reichstag wurde die Forderung nach mehr Bildungsangeboten für geflüchtete Kinder direkt an die politische Ebene herangetragen
Mahnmal für eine Chance auf Zukunft
Bildung als Teil humanitärer Hilfe stärken
Mit der Kampagne machte World Vision deutlich, dass Bildung weit mehr ist als Unterricht. Sie schützt Kinder, schafft Stabilität und eröffnet Zukunftsperspektiven.
Deshalb forderte die Organisation, dass die Bundesregierung innerhalb der Humanitären Hilfe stärker in Schulen, Lehrkräfte und Lernmaterialien für Flüchtlingskinder investiert.
Teddys auf der Reise von Berlin nach Azraq
Eine starke Stimme für Kinder auf der Flucht
Die Petition war ein wichtiges Signal an Politik und Öffentlichkeit: Kinder auf der Flucht brauchen nicht nur Nahrung, Schutz und medizinische Versorgung, sondern auch die Möglichkeit zu lernen.
Gemeinsam mit tausenden Unterstützerinnen und Unterstützern konnte World Vision die Aufmerksamkeit auf die Situation von 740.000 syrischen Kindern lenken, die damals keinen Zugang zu Bildung hatten.
Beispiele unserer Hilfe vor Ort
Bildung für geflüchtete syrische Kinder
Mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes kann eine Hilfsorganisation wie World Vision Bildungsprojekte für syrische Kinder umsetzen. Schulen, Lernangebote und geschützte Räume ermöglichen Kindern wieder einen geregelten Alltag und geben ihnen Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Bildung vermittelt nicht nur Wissen, sondern auch Sicherheit, Stabilität und soziale Kontakte. Für Kinder auf der Flucht ist sie oft der erste Schritt zurück in ein möglichst normales Leben.
Kleine Gesten mit großer Wirkung
Im Rahmen der Kampagne wurden gespendete Teddybären in das Flüchtlingslager Azraq in Jordanien gebracht. Die Teddys schenkten vielen Kindern Freude und ein kleines Stück Kindheit in einer schwierigen Lebenssituation.