Prominente wie Wolfgang Niedecken engagieren sich für World Vision

Prominente wie Wolfgang Niedecken engagieren sich für World Vision

Wolfgang Niedecken im Einsatz für Kindersoldaten

BAP-Frontmann Wolfgang Niedecken engagiert sich seit etlichen Jahren für Menschen in Afrika. In einem Rehabilitationszentrum von World Vision in Nord-Uganda begegneten ihm 2004 erstmals ehemalige Kindersoldaten und kriegstraumatisierte Jugendliche.

Auf das Schicksal dieser Kinder aufmerksam zu machen, ihnen zu helfen und gegen den Einsatz von Kindersoldaten zu mobilisieren, liegt dem Musiker aus Köln besonders am Herzen.

„Ich habe furchtbare Wunden gesehen, verkrüppelte Gliedmaßen, Narben, die man nicht beschreiben kann, aber was mich verfolgt, sind die gebrochenen Augen dieser jungen Menschen," berichtet Niedecken über seine eigenen Erfahrungen in Uganda.

Bei weiteren Besuchen entstand die Idee zu dem Projekt „Rebound", ein Resozialisierungsprojekt für Kinder, die vom Krieg betroffen sind. 2011 entstanden weitere Rebound-Projekte im Ostkongo, wo ungelöste Konflikte um Macht und Ressourcen hunderttausende Kinder ihrer Lebenschancen beraubt und weiterhin Kindersoldaten eingesetzt werden.

„Leider werden solche Konflikte auf dem afrikanischen Kontinent in Deutschland nur partiell wahrgenommen", kritisiert der Musiker. Es gebe „furchtbare Massaker, die haben uns nie erreicht. Wenn wir nicht helfen, wird dieses Elend niemals enden, und sich irgendwann übel gegen uns wenden.“

Prominente wie Wolfgang Niedecken engagieren sich

Im Einsatz für Rebound

Wolfgang Niedecken mit World Vision im Kongo

Projekt "Rebound" holt kriegstraumatisierte Kinder zurück ins Leben

Zusammen mit World Vision haben Wolfgang Niedecken und der Outdoor-Ausrüster Jack Wolfskin 2008 das erste „Rebound“ ins Leben gerufen. Mit einer Mischung aus Berufsbildung, „Life- Skills-Training“ (Hygiene, Ernährung, Grundbildung etc.) und psychosozialer Unterstützung zur Verarbeitung der Kriegserlebnisse wurden Kindern und Jugendlichen ein Neustart ermöglicht. Dank der Friedensarbeit durch Theatergruppen und Sozialarbeiter ist es auch gelungen, 93 Prozent der Jugendlichen trotz ihrer belastenden Erfahrungen in ihre Heimatdörfer zu integrieren.

Da sich die Lage in Uganda allmählich verbessert hat, im Ost-Kongo aber nach wie vor sehr große Not herrscht, haben Wolfgang Niedecken und World Vision weitere Rebound-Projekte in der Region Beni und Butembo im Kongo gestartet. World Vision engagiert sich dort seit Jahren mit humanitärer Hilfe und Kinderzentren, unterstützt auch die Friedensförderung. Wolfgang Niedecken hat auch diese Projekte mehrfach besucht und den Jugendlichen dort mit einem Konzert eine große Freude gemacht.

Was mich verfolgt, sind die gebrochenen Augen dieser jungen Menschen. Wolfgang Niedecken über seinen Einsatz für Kindersoldaten