Aganwandi Zentrum in Indien

Anganwadi-Zentren

Einen "Geschützten Hof" für Kinder errichten

Ausgangssituation:

Anganwadi Zentren wurden 1975 von der indischen Regierung als Bestandteil eines Programms zur integrierten Kindesentwicklung besonders in dörflichen Gegenden etabliert. Sie sind Teil des öffentlichen Gesundheitssystems. Der Bedeutung des Begriffes “Anganwadi”=“geschützter Hof” ist dabei Leitbild dieser Institutionen. Ein Anganwadi Zentrum bietet in der Regel ein integriertes Angebot in den Bereichen Gesundheit, Ernährung und Vorschulbildung an. Medizinische Untersuchungen, Impfungen, eine medizinische Grundversorgung, die Weitervermittlung an Spezialisten, Familienplanung sowie Beratung und Aufklärung gehören zu den Gesundheitsthemen. Gleichzeitig sind sie Lager für Medikamente und Verhütungsmittel. In den Zentren erhalten die Mütter Zusatznahrung für ihre Kinder sowie eine umfangreiche Ernährungsberatung.
In den letzten Jahren hat World Vision Indien die Behörde bei der Umsetzung dieses Programms unterstützt. So wurde eine Studie über den Zustand von mehr als 2000 Anganwadi Zentren im Land durchgeführt, mit erschreckenden Ergebnissen:

  • 17% der Zentren sind baufällig oder undicht
  • 48% der Zentren haben keinen Zugang zu Trinkwasser
  • 32% der Zentren besitzen keine notwendigen Kochutensilien
  • in 45% der Zentren gibt es keine Möglichkeiten der sicheren Lebensmittellagerung
  • 40% der Zentren haben kein Spielzeug für die Kinder zur Verfügung

Der schlechte Zustand der Anganwadi Zentren stellt eine große Barriere dar, um der lokalen Bevölkerung den Zugang zu einem integrierten und qualitativen Service rund um Mütter-und Kindergesundheit zu gewährleisten.

 

Aganwandi Zentrum in Indien wird errichtet
Der Bau eines Aganwandi Zentrums in Indien ist dringend nötig, um die Kinder nachmittags zu fördern

Geplante Aktivitäten

Geplant ist der Ausbau ausgewählter Anganwadi-Zentren. Die Errichteten Zentren sollen wie folgt ausgestattet werden:

  • eine Küche mit guter Ventilation und rauchfreien Öfen
  • eine erweiterte Wachstumstabelle sowie Instrumente der Wachstumsmessung/–kontrolle (diese befähigen die Mütter, den Ernährungszustand ihrer Kinder besser zu verstehen)
  • Selbstversorger-Gärten
  • sauberes Trinkwasser
  • eine farbenfrohe und einladende Atmosphäre u.a. durch bunt bemalte Wände
  • Bildungs- und Informationsmaterial für Beratung und Aufklärung
  • Spielmaterial für Kinder sowie
  • Waschgelegenheiten und Toiletten für Kinder.

Geplante Aktivitäten

Während der gesamten Projektlaufzeit wird eng mit dem Ministerium für Frauen und Kindeswohl, dem Arbeitsministerium sowie dem Panchayat Raj Institut (politisches System der lokalen Selbstverwaltung) zusammengearbeitet. Dies trägt zur Nachhaltigkeit der Maßnahmen bei, da die umgesetzten Veränderungen lokal verankert, gewünscht und offiziell begleitet werden.

Aganwandi Zentrum in Indien

Erforderliches Budget: 15.000€
Könnte das Ihr Projekt sein? Wenn Sie die Kinder mit einem Aganwandi Zentrum unterstützen möchten, wenden Sie sich gerne an Ingo Gürges.