Eine Gesundheitsstation in Tansania, Rukoma wird dringend benötigt

Eine Gesundheitsstation für die Kinder in Rukoma

Tansania, Rukoma

Ausgangssituation:

Rukoma liegt im Nordwesten von Tansania in der Region Kagera. Die Familien leben von der Landwirtschaft. Die Ernten reichen bei Weitem nicht aus, um alle Familienmitglieder das ganze Jahr über ausreichend zu versorgen. Es mangelt an stabilen Einkommensquellen. Besonders die Kinder sind in einem alarmierend schlechten Gesundheitszustand. Vielen fehlt ein ausreichender Impfschutz. 40 % der Kinder unter fünf Jahren sind unterernährt. In Rukoma gibt es wenige Latrinen und wenig Kenntnisse über sinnvolle Hygienemaßnahmen. Es gibt eine kommunale Gesundheitsstation für 27.332 Bewohner (davon 9.634 Kinder). Das Einzugsgebiet der Station erstreckt sich über Rukoma hinaus auf weitere Nachbarorte. Die Bewohner der Region müssen so weite Wege zurücklegen und finden vor Ort meist überfüllte Warte- und Behandlungsbereiche. Die vorhandenen Kapazitäten reichen für so viele bedürftige Menschen nicht aus. Die Gefahr, dass sich ansteckende Krankheiten ausbreiten, ist deswegen sehr hoch.

Bisher gibt es separate Räume für Männer und für Frauen. Für die besonders schutzbedürftigen Kinder gibt es jedoch weder eigene Räume noch Pfleger oder medizinische Ausstattungen. Die Ausstattung der Gesundheitsstation steht im Widerspruch zu den offiziellen Vorgaben der Regierungsstellen. Kinder dürfen nicht gemeinsam mit Erwachsenen behandelt werden, um das Risiko der Ansteckung zu mindern und auch, um sie vor Missbrauch zu schützen. 

Das ist notwendig: 

  • Bauplan für eine barrierefreie Kinderabteilung und einen Leistungskatalog mit allen Stakeholdern entwickeln
  • Verantwortungsträger und Bewohner für die Bedeutung einer Kinderstation sensibilisieren und mobilisieren
  • Ausschreibungen, um lokale Handwerker für den Bau zu gewinnen
  • Ausführung des Bauvorhabens
Eine Gesundheitsstation soll in Rukoma Tansania gebaut werden
Gesundheit für die Kleinsten in Tansania

Geplante Aktivitäten:

Das Projekt „Bau einer Kinderabteilung“ ist eingebettet in die Maßnahmen des neuen langfristig angelegten Regional-Entwicklungsprojektes von World Vision in Rukoma. Es ist direkt verlinkt mit dem darin verankerten Ernährungsprojekt zur Bekämpfung der Unterernährung, weil die Probleme von Krankheit und Unterernährung in Entwicklungsländern eng miteinander verwoben sind.

Im Rahmen des Regional-Entwicklungsprojektes engagiert sich World Vision für eine langfristig gute Zusammenarbeit aller relevanten Partner, darunter auch die lokalen Behörden und Autoritäten. Diese Zusammenarbeit kommt den Gesundheitsleistungen der Kinderabteilung zugute. Die lokalen Verantwortungsträger werden sensibilisiert, damit sie die Bedeutung einer eigenen Kinderstation und darüber hinaus die Gesundheitsmaßnahmen für Mütter und Kinder verstehen und mitgestalten. Die Distriktbehörden werden in die technische Ausgestalltung in der Planungsphase, bei der Leistungskatalogaufstellung und Qualitätskontrolle sowie Abnahme des Gebäudes geschult und mit einbezogen. Sie sind für die Ausstattung mit Betten, Medikamenten, Geräten, Moskitonetzen etc. zuständig. Von Anfang an werden die Familien sensibilisiert, damit Mütter und Kinder frühzeitig und regelmäßig die medizinische Versorgung auf der Kinderstation in Anspruch nehmen.

World Vision unterstützt die Bildung von Bewohnergruppen und schult sie in einem Ansatz zur Anwaltschaftsarbeit auf lokaler Ebene. Dadurch sollen sie befähigt werden, die Dienste der Regierungsstellen mitzubestimmen. Sie sollen langfristig mit dafür sorgen, dass die medizinischen Dienste in guter Qualität aufrecht erhalten bleiben.

Erforderliches Budget: etwa 38.000 Euro

Könnte das Ihr Projekt sein? Wenn Sie die Gesundheit der Kinder in Rukoma unterstützen wollen, wenden Sie sich gerne an Ingo Gürges.