Mutter mit Kindern in Simbabwe

Jahrespressekonferenz 2016

Ein Jahr mit vielen Krisen und neuem Engagement in Europa

World Vision ist 65 Jahre alt geworden und mit mehr als 44.000 Mitarbeitern in 99 Ländern aktiv. In einem partnerschaftlich organisierten Netzwerk haben wir mit mehr als 1600 Regionen zusammen gearbeitet, um die Lebensbedingungen der ärmsten nachhaltig zu verbessern. 115 Kriseneinsätze erforderten ein regionales oder internationales Engagement. Hierbei spielten Konflikte eine besondere Rolle, und die großen Fluchtbewegungen, die Europa so stark beschäftigten, berührten auch unsere Arbeit sehr. Wir haben Flüchtlinge und Binnenflüchtlinge vor allem im Nahen Osten und in Afrika unterstützt, aber auch auf der Westbalkanroute und in Deutschland Hilfe geleistet.

Auseinandersetzung mit Klimawandel und Wetter-Extremen

Eine wenig bekannte, aber sehr folgenreiche Krise hat das sehr stark asugepägte Wetter-Phänomen El Nino ausgelöst. Von den Auswirkungen sind rund 60 Millionen Menschen weltweit betroffen. Viele Bauern im südlichen Afrika und auch in anderen Regionen der Welt konnten durch Dürren und unregelmäßige, heftige Regenfälle nichts ernten. Lebensmittel werden voraussichtlich noch über Monate knapp und teuer sein. In einem aktuellen Report haben wir gemeinsam mit anderen Organisationen und lokalen Experten die Situation der Kinder im südlichen Afrika analysiert und Empfehlungen zur Verbesserung ihres Schutzes erarbeitet. Der Bericht liefert Anhaltspunkte zu Problemen wie Kinderarbeit, Schulabbrüchen, Mangelernährung, Trennung von Familien und sexueller Gewalt.

In Somaliland sprießen wieder Sträucher und Bäume.

Grüne Wüsten? - Ja, mit der FMNR-Methode

Neue Methode lässt Somaliland und Äthiopien wieder ergrünen.

Christoph Hilligen, Vorstand World Vision Deutschland bei der Jahrespressekonferenz 2016

World Vision - Zahlen und Fakten

Christoph Hilligen, Vorstand von World Vision Deutschland, bei der Jahrespressekonferenz 2016

Kurz und knapp: Fakten aus dem neuen Jahresbericht

World Vision Deutschland e.V. hat sich mit 300 Projekten in 50 Ländern engagiert. 10,6 Millionen Menschen wurden mit den Auslandsprojekten erreicht. 97 Projekte fördern in langfristiger Entwicklungszusammenarbeit und durch Kinderpatenschaften vor allem das Wohlergehen der Kinder. In Nepal leistete World Vision schnelle Hilfe nach dem Erdbeben und wird auch weiter den Wiederaufbau begleiten. In Serbien unterstützten wir die Versorgung von Kindern und Familien auf der Flucht. „Seit 2015 engagieren wir uns außerdem erstmals in Deutschland für geflüchtete Kinder“, berichtete Vorstand Christoph Hilligen bei der Vorstellung des Jahresberichts. Die Projekte förderten den Spracherwerb, Spielangebote und psychosoziale Beratung sowie die Unterbringung unbegleiteter Minderjähriger in Gastfamilien. Mit 34,7 Millionen Euro erhielten Projekte in Afrika die größte Förderung, gefolgt von Asien, Lateinamerika und dem Nahen Osten. 62 Prozent der Projektausgaben kamen den Bereichen Gesundheit, Bildung und Ernährungssicherung zugute und weitere 5,8 Prozent der sonstigen Kinderförderung. 10,6 Prozent wurden für Katastrophenhilfe und Katastrophenvorsorge aufgewendet.

Unser Engagement wird durch mehr als 170.000 Unterstützer gefördert. Ihre privaten Spenden machten im Jahr 2015 74,4 Prozent der Einnahmen aus. Die Einnahmen entwickelten sich insgesamt positiv und erreichten mit 91,6 Millionen Euro den bisher höchsten Stand. Hierzu trugen auch öffentliche Mittel in Höhe von 18,4 Millionen Euro bei. Diese wurden vor allem für Projekte in Somalia, im Sudan, im Irak und für die Syrien-Hilfe eingesetzt.

Neuer Wirkungsbericht vorgestellt

Zusätzlich zum Jahresbericht hat World Vision Deutschland erneut einen Wirkungsbericht vorgelegt. Dieser Bericht erläutert die Methoden der Wirkungsmessung und wertet die Daten zu 29 evaluierten Projekten aus. Exemplarisch werden positive und negative Trends bei der Ernährung, Gesundheit und Grundbildung von Kindern erläutert. Es wird deutlich, wie komplex Wirkungszusammenhänge in der Entwicklungszusammenarbeit sind. Einflüsse durch politische Krisen oder auch Naturkatastrophen werden ebenfalls sichtbar. Neu ist ein Kapital über die Nachhaltigkeit von Entwicklungserfolgen, die in zwei Regionen überprüft wurde.

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Tel.: 06172-763-151, -153, -156

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