Kinder Marigat World Vision

WIE HILFE ZUR SELBSTHILFE GELINGT

Projektübergabe in Marigat, Kenia

In Kenia ist es nun soweit: Nach intensiver Vorbereitungszeit und vielen Schulungen gibt World Vision die Arbeit in die Hände der Familien in Marigat. Nun können sie die Entwicklung ihrer Region eigenständig voranbringen.

„Wir haben die Weichen gestellt, um die Lebensumstände und Perspektiven für die Kinder in Marigat nachhaltig zu verbessern. Vor allem in den Bereichen Gesundheit, Hygiene und Kinderschutz kennen sich die Menschen dank zahlreicher Schulungen heute viel besser aus als früher“, berichtet unsere Projektreferentin Ursula Chavez Zander.

„Wir danken allen Paten, dass sie mit ihrer treuen Unterstützung dazu beigetragen haben!“

Die Kraft Ihrer Hilfe

Mädchen Kinder World Vision Kenia
Rate der Mädchenbeschneidung sinkt auf 12% (2005: noch 94%)
Bücher Marigat World Vision
72% der Kinder besuchen eine Sekundarschule
Trinkwasser Marigat World Vision
42% der Familien haben Zugang zu sauberem Trinkwasser (zuvor nutzen sie u. a. Flüsse)

So war die Situation zu Beginn

Marigat liegt in einer sehr trockenen Gegend. Das Wasser ist oft knapp, und durch den Klimawandel gibt es immer längere Dürreperioden. Geringe Ernten führten zu einer Mangel- oder Unterernährung bei Kindern. Auch die Gesundheitsversorgung war unzureichend. 

Durch mangelnde Hygiene konnten sich Krankheiten wie Durchfall leicht verbreiten. Die Schulen waren schlecht ausgestattet, und insbesondere Mädchen konnten meist keinen Abschluss machen, weil sie früh verheiratet wurden. Ein großes Problem war zudem die weit verbreitete weibliche Genitalverstümmelung – eine körperliche und seelische Qual für Tausende Mädchen.

So sieht es heute in Marigat aus

Seit Projektbeginn hat World Vision dazu beigetragen, die Lebensbedingungen der Kinder und Familien in Marigat zu verbessern – unter anderem mit Projektmaßnahmen in den Bereichen Gesundheit, Landwirtschaft, Wasser, Bildung und Kinderschutz.

Im Fokus standen vor allen Dingen Schulungsmaßnahmen, wobei die Familien zu wichtigen Themen wie Hygiene, gesunder Ernährung, der Bedeutung von Bildung und Kinderschutz aufgeklärt wurden. Denn schädliche Bräuche und Gewohnheiten – darunter die Mädchenbeschneidung – können langfristig nur abgeschafft werden, wenn sich die Einstellung der Menschen ändert.

Nun übernehmen die Familien in Marigat selbst die weitere Entwicklung ihrer Dörfer. Den Grundstein dafür haben unsere Paten mit ihrer Unterstützung gelegt. Sehen Sie anhand der Beispiele in der Fotostrecke, wie Ihre Hilfe in Marigat wirkt!

Video Marigat

Mädchenchor aus Marigat

Beispiel Kinderschutz: So wirkt sich Ihre Hilfe aus

Die sogenannte Mädchenbeschneidung markiert in einigen afrikanischen Volksgruppen den Übergang von der Kindheit zum Erwachsensein. Dabei werden Mädchen meist ohne Betäubung Teile der äußeren weiblichen Genitalien entfernt. Nicht selten kommt es in der Folge zu schweren Infektionen und sogar zum Tod. Mädchen, die sich dem Eingriff verweigern, werden aus der Familie ausgeschlossen und verstoßen.

Unser Engagement gegen diese Praxis hat sich ausgezahlt: 2005 mussten noch rund 94 Prozent der Mädchen in Marigat das schmerzhafte Ritual der weiblichen Genitalverstümmelung über sich ergehen lassen, heute sind es noch 12 Prozent.

Kinder Frauen Marigat Kenia World Vision

In Marigat wurde Gesundheitspersonal zur Prävention und Behandlung von Unterernährung geschult.

Bildung Schule Kinder Marigat World Vision

Kinder Bildung Marigat Kenia World Vision

Landwirtschaft Marigat World Vision

Dank einer besseren Instandhaltung von Brunnen konnten auch die Ernten gesteigert werden.

Kinder Frauen Marigat Kenia World Vision

Marigat, Kenia

Kinder Frauen Marigat Kenia World Vision

Marigat, Kenia

Kinder Frauen Marigat Kenia World Vision

Marigat, Kenia

KInder Marigat Kenia World Vision

Marigat, Kenia

„Ich bin der Beschneidung entkommen – dank World Vision“

Chepturu ist 19 Jahre alt und geht noch zur Schule. Dafür ist sie dankbar. Nach dem Willen ihres Vaters wäre Chepturu heute verheiratet, hätte womöglich schon mehrere Kinder.

„Als ich zehn war wollte mein Vater meine Schwester (zwölf) und mich beschneiden lassen. Das ist eine Tradition in unserer Volksgruppe. Ich danke Gott, dass wir kurz zuvor von World Vision über die Gefahren der Mädchenbeschneidung aufgeklärt wurden. Also haben wir uns geweigert und wurden von unserer Mutter unterstützt.

Zusammen mit meiner Mutter und meinen Geschwistern sind wir bei unseren Großeltern untergekommen. Dank ihrer Hilfe kann ich zur Schule gehen. Ich will Lehrerin werden und mich dafür einsetzen, dass mehr Mädchen lernen dürfen. Ich bin den Leuten von World Vision so dankbar, dass sie die Menschen in meiner Region über Mädchenbeschneidung aufklären! Das will ich unterstützen.“

Danke an alle Paten!

Den Kinder und Familien in Marigat geht es heute viel besser. Wir danken allen Paten, die mit ihrer treuen Unterstützung einen großen Beitrag dazu geleistet haben! Wir sind sicher: Ihr ehemaliges Patenkind wird Sie dankbar und stolz in seinem Herzen bewahren!

Ein neues Patenkind wartet jetzt auf Sie - wir haben Ihnen die Unterlagen per Post zugeschickt. Wir sind dankbar und freuen uns über Ihre Unterstützung!