Mongolei

Covid-19 Kooperative Berufsbildung

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Finanziert von:

Die deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) ist weltweit in über 130 Länder aktiv und unterstützt diese im Rahmen ihres Leitbilds für nachhaltige Entwicklung, auch durch Förderung von zivilgesellschaftlichen Organisationen wie World Vision. Derzeit finanziert die GIZ Projekte von World Vision in Kenia, Somalia, Äthiopien, Mali, Uganda, Honduras, Jordanien und Mongolei.

Projektzeitraum:

Oktober 2020 – Mai 2021

Land:

Mongolei

Finanzvolumen:

117.204,58 € (100% GIZ finanziert)

Projektbeschreibung:

Aufgrund der Corona Pandemie hat die mongolische Regierung seit Januar 2020 ihre Grenzen geschlossen. Kindergärten, Schulen, Internate und Ausbildungszentren waren vom 27.Januar bis 31.August geschlossen. 909,800 Kinder und Jugendliche; sowie 37,800 Schüler/Studenten mit 6,800 Mitarbeitern von 81 TVET Ausbildungszentren waren von diesen Schließungen betroffen. Aufgrund der strengen öffentlichen Schutzmaßnamen und den wirtschaftlichen Einbußen der Familien leiden Schüler und Studenten unter erhöhten Risiken in Bezug auf Missbrauch, Vernachlässigung, Ausbeutung, häuslicher Gewalt und Depressionen. Gleichzeitig stieg der Bedarf an Nahrungsmitteln, medizinischer und hygienischer Versorgung in den Familien, der zuvor durch die Bildungseinrichtungen (inklusive der Internate) abgedeckt war. Aufgrund der semi-nomadische Lebensweise sind die meisten Schüler für ihre Schulbildung auf Internate angewiesen.
Seit dem 1. September benutzen Schulen weltweit einen sogenannten „blended-learning approach“, mit einer Mischung aus E-Learning und Präsenzunterricht. E-Learning erreicht die arme und weitverstreute Bevölkerung der Mongolei wegen der geringen Bildung der Familien, keiner flächendeckenden technologischen Infrastruktur und geringen finanziellen Möglichkeiten nur unzureichend und kann somit nur einen kleinen Teil der Lösung für entfallene Bildung darstellen.
Für die Schüler und Studenten der TVET Ausbildungsprogramme ist es, aufgrund des besonderen Ausbildungscharakters und Infrastruktur, noch schwieriger ihre Ausbildung ohne Präsenzunterricht weiterzuführen. Um erneute Schulschließungen abzuwenden, bedarf es entsprechender Hygiene Konzepte, die es den Schülern und Lehrern erlauben mit einander zu interagieren und Gesundheitsrisiken zu minimieren. Vorhandene Maßnahmen beinhalten kleinere Klassen/Lerngruppen, weniger Präsenzunterricht und elektronisches Lernen. Als wesentlicher Aspekt für sicheren Unterricht in der Mongolei gilt es die allgemeinen hygienischen Verhältnisse (der Toiletten & Sanitäranlagen) zu verbessern.

Ziele und Inhalte des Projekts:

Das Ziel des COPE-Reaktionsprojektes (COVID-19 Pandemie-Notfallreaktionsprojekt) in der Mongolei, ist das Hygiene (WASH) Bewusstsein in den Ausbildungszentren zu erhöhen um auf eine Pandemie vorbereitet zu sind. Im Konkreten heißt das, dass 7 Ausbildungszentren unterstützt werden unter COVID-19 Maßnahmen zu unterrichten und auf ansteckende Krankheitsausbrüche vorbereitet zu sein, unter Einbezug von Hygiene (WASH) Maßnahmen und Bewusstsein eines gesunden Lebensstils. Konkrete Maßnahmen sind:

In Bezug auf gesetzliche Rahmenbedingungen für Infektions-Ausbrüche:

  • Online und offline Schulungen für das Schulpersonal zu Hygiene Maßnahmen
  • Erstellung und Verbreitung von Aufklärungsmaterial für die Studenten in Form von Broschüren und Poster zu den Hygiene Maßnahmen
  • Online Informationen über die Webseite Mergejil.mn
  • Eine Gemeinde-basierte Desaster-Risiko-Erhebung an allen 7 Ausbildungszentren. Dieser Werkzeugkasten wurde von World Vision Mongolei entwickelt und von der Regierung für Desaster-Risiko-Erhebungen vorgeschrieben.
  • Aktualisierung der Präventionspläne für ansteckende Krankheiten an den Ausbildungszentren

In Bezug auf verbesserte Hygiene Maßnahmen an den Schulen

  • Online Schulungen (Webinars) für Schüler und Lehrer zu vorbeugenden Hygiene Maßnahmen
  • Digitale Unterstützung zur Bewusstseinsbildung von gutem Hygiene Verhalten und gesundem Lebensstil

An wen richtet sich die Hilfe?

Durch das Projekt sollen 8.000 Personen, einschließlich den Schülern und Bediensteten der Ausbildungszentren, von dem Projekt profitieren.