Projekt zum Wiederaufbau nach Zyklon in Simbabwe

Stärkung betroffener Gemeinden nach dem Zyklon Idai durch integrierte Unterkünfte, WASH und Schutz - Chimanimani und Chipinge

Logo ECHO

Die Europäische Union mit ihren Mitgliedsstaaten ist ein führender Geber der Humanitären Hilfe weltweit. Die EU hilft jedes Jahr über 120 Millionen Opfern von Konflikten und Katastrophen. Mit einem Hauptsitz in Brüssel und einem globalen Netzwerk aus Feldbüros, leistet die Union den vulnerabelsten Menschen Beistand. Dabei orientiert sie sich einzig an den humanitären Bedürfnissen, ohne jede Diskriminierung unabhängig von Rasse, ethnischer Gruppe, Religion, Geschlecht, Alter, Nationalität oder politischer Zugehörigkeit.

Logo ADH

In dieser Aktion haben sich zahlreiche deutsche Hilfsorganisationen zusammengeschlossen, um im Katastrophenfall koordiniert und effektiv helfen zu können. Schirmherr ist Bundespräsident a. D. Horst Köhler

Projektzeitraum:

Juni 2019 - Juli 2020

Land:

Simbabwe

Finanzvolumen:

1.666.666 €, davon 1,5 MIL EUR von der Europäische Kommission, Abteilung Katastrophenschutz und humanitäre Hilfe (ECHO), und 166.666€ Ko-Finanzierung mit 95.000 EUR durch Aktion Deutschland Hilft (ADH).

Projektbeschreibung:

Der tropische Wirbelsturm Idai traf am 21.03.2019 in der Region im südlichen Afrika auf Land und zerstörte ganze Landstriche und Wohngegenden in Mozambique, Simbabwe und Malawi und ließ 1,5 Millionen Menschen in unmittelbare Not geraten. Durch immense Überschwemmungen, Folgeerdrutschen und Gesteinslawinen in der hügeligen Landschaft starben über 1.000 Menschen, viele gelten weiterhin als vermisst. Die Projektregionen Chimanimani und Chipinge in Simbabwe waren durch den Zyklon im Besonderen betroffen. Laut Einschätzung durch die Internationale Organisation für Migration (IOM) haben über 50.000 Menschen in den beiden Regionen ihr Zuhause verloren. Die interne Vertreibung der Betroffenen führte neben dem Verlust von Heimat und Einkommen auch zur Unterbringung in Sammelunterkünften und die Gefahr kontaminierten Wassers beziehungsweise fehlendem Wasserzugang in überfüllten provisorischen Unterkünften. In Katastrophen sind Kinder in besonderer Weise schutzlos und von Missbrauch und Traumatisierung gefährdet, vor allem unbegleitete und verwaiste Kinder sind in Sammelunterkünften diesen Gefahren im Besonderen ausgesetzt.

Ziele und Inhalte des Projekts:

Das Projektziel ist es, sichere und menschenwürdige Unterkünfte bereitzustellen, Wasser und Gesundheitsbezogene Vulnerabilitäten zu reduzieren und die psychosoziale Unterstützung für Betroffene Haushalte und Kinder im Speziellen zu verbessern. Zusammen mit den Partnern GOAL und PLAN erreicht World Vision mit Mitteln der EU und ADH in diesem Projekt über 37.000 Menschen u.a. mit folgenden Interventionen:

  • „Bargeld durch Arbeit“: Trotz der instabilen ökonomischen Situation in Simbabwe erreicht dieser Ansatz zum einen, dass die Begünstigten direkt am Wiederaufbau ihrer Häuser als auch der Umgebung beteiligt sind, gleichermaßen gibt es finanzielle Sicherheiten, so dass Menschen, denen ihr Einkommen durch die Auswirkungen des Zyklon fehlt (zerstörte Landwirtschaft) weiterhin für ihre Familien sorgen können.
  • Wiederherstellung des Wasserzugangs für mehr als 8.000 Gemeindemitglieder durch kultursensible und Katastrophensichere Reparatur und Sicherung von Quellen und Brunnen.
  • Um Kindern direkt nach der Katastrophe als auch langfristig zu helfen, die Situation gut zu verarbeiten und nicht weiteren Risiken innerhalb der Ausnahmesituation ausgesetzt zu sein, hat das Projekt Kinderfreundliche Lernstätten geschaffen. Das Projekt nutzt diese auch als mobile Anlaufstellen für Kinder, um möglichen weiteren Bedarfs zu professioneller psycho-sozialer Unterstützung einzuleiten für Kinder, die unter Traumatisierungen leiden oder im schlimmsten Fall ihre Eltern verloren haben

An wen richtet sich die Hilfe?

Das Projekt hat direktes Augenmerk auf die Menschen, die innerhalb der Region durch den Zyklon am stärksten Betroffen waren und zeitgleich die geringsten eigenen Ressourcen haben, sich selbst zu helfen. Hierzu gehören im Besonderen Kinder und unbegleitete Minderjährige, frauengeführte Haushalte und solche Familien, die sich um Ältere und um Menschen mit Behinderungen kümmern. Von den Gesamt 37.000 direkt Begünstigten sind über die Hälfte zwischen 4 und 17 Jahren