Kenia

Projekt zur Verbesserung der Ernährungssicherheit und Widerstandsfähigkeit in der Laisamis Region

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Finanziert von:

Die deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) ist weltweit in über 130 Länder aktiv und unterstützt diese im Rahmen ihres Leitbilds für nachhaltige Entwicklung, auch durch Förderung von zivilgesellschaftlichen Organisationen wie World Vision. Derzeit finanziert die GIZ Projekte von World Vision in Irak, Kenia, Senegal und Uganda

Projektzeitraum:

November 2015 - Dezember 2019

Land:

Kenia

Finanzvolumen:

885,053 € (finanziert durch GIZ)

Projektbeschreibung:

Die Laisamis Region liegt im östlichen Teil von Kenia und ist durch niedrige Niederschläge, hohen Temperaturen und trockener Vegetation gekennzeichnet. Die Bevölkerungsdichte ist spärlich. Die Region ist überwiegend von Nomaden bevölkert. Mangelernährung ist weit verbreitet.

Ziele und Inhalte des Projekts:

Das Projekt leistet einen Beitrag zur Verbesserung der Ernährungssicherheit und Widerstandsfähigkeit gegen Dürren im Laisamis Gebiet. Die Ernährungssituation von Menschen, die von Unterernährung bedroht sind, soll sich verbessern, insbesondere von Frauen im gebärfähigen Alter und kleinen Kindern unter fünf Jahren. Dafür wurden verschiedene Maßnahmen ergriffen und unterschiedliche Ansätze verfolgt:

  • Bereitstellung monatlicher Beratungsdienste und Schulungen für Mütter in Bezug auf die Ernährung von Müttern und Kleinkindern (Kinderwachstum und Entwicklung, Ernährungssicherheit im Haushalt, Nahrungsergänzung, Lebensmittelhygiene, Ernährungsvielfalt und Bedeutung der Schwangerschaftsvorsorge)
  • Einsatz innovativer Techniken wie die Förderung des Küchengartens, Kleintiere wie Milchziegen, Geflügeldiversifizierung, um den Zugang der Haushalte zu nahrhaften Lebensmitteln zu verbessern
  • Verbesserung des Wissens und der Praxis von Müttern über die Vielfalt der Ernährung durch z.B. Kochkurse
  • Gründung von Spar- und Leihgruppen durch die Mütter in den Dörfern, um das Haushaltseinkommen zu erhöhen und Grundbedürfnisse wie Lebensmittel zu decken
  • Angebot von Schulungen zu Alphabetisierung, Finanzmanagement, Geschäftsentwicklung und Gruppendynamik. Dies wird die Zielhaushalte dabei unterstützen, den Zugang zu Mikrokrediten zu verbessern und den Begünstigten ermöglichen, Vertrauen aufzubauen und die Möglichkeit zu haben, Geld zu verwalten
  • Stärkung und Bildung von Handelsdörfern und Märkten zur Förderung der gemeinsamen Vermarktung von Vieh und Viehprodukten. Dies erhöht die Vermarktungskraft der Landwirte und verhindert so eine Preisunterbewertung der Produkte. Durch ihr gesteigertes Einkommen können sie andere und vielfältigere Nahrungsmittel kaufen. Dafür wurden beispielsweise 80 Haushalte dabei unterstützt ihre Milchproduktion zu steigern, um auch damit mehr Milchprodukte wie Käse und Jogurt herzustellen und zu verkaufen
  • Einrichtung von „Mother support Groups“ mit monatlichen Treffen zum regelmäßigen lernen

Insgesamt sind eine nachhaltige Bewirtschaftung und der Umweltschutz wichtig. Bereits in der Schule pflanzen Kinder Bäume. Das Projekt arbeitet auch mit relevanten Behörden der Region zusammen, damit ein Bestehen der Maßnahmen über den Projektzeitraum hinaus gewährleistet wird. Seit 2015 wurden bereits viele Fortschritte gemacht. Über 306 Haushalte haben verbesserte Methoden für die Weideproduktion eingeführt. Einige Haushalte sind in der Lage Akazienhülsen zu ernten und zu konservieren und Heu für ihre Tiere zu produzieren. Diese Fortschritte konnten auch durch die Förderung der Märkte in den Dörfern und durch Spargruppen erzielt werden. Dadurch finanzieren die Familien Schulbesuche für ihre Kinder, Investitionen im Haushalt und für die Tiere. 19 Haushalte konnten Gemüsegärten anlegen. Dies erzeugt eine Diversität in der Ernährung und die Versorgung mit Mineralien, Vitaminen, Proteinen und Kohlenhydraten. Es finden Fortbildungen zusammen mit anderen GIZ Modulen, sowie die Integration in andere Projekte statt. Eine Kooperation mit den staatlichen Landwirtschaftsbüros zum Teilen der Ergebnisse und Informationen, sowie regelmäßige Prüfungen, soll zur Stärkung der Kapazitäten und des Managements bestehender Gesundheitsdienste und Ministerien, einschließlich Ernährung, beitragen.

An wen richtet sich die Hilfe?

Das Projekt richtet sich direkt an 2000 Frauen wobei angenommen wird, dass 80% dieser Frauen schwanger sind oder stillen und dass diese Frauen mindestens zwei Kinder unter fünf Jahren haben. Indirekt richtet es sich an 4900 Menschen, wozu weitere Kinder und Ehemänner zählen Das Projekt soll gleichermaßen Männer und Frauen unterstützen und Diskriminierung unterbinden. Kinderschutz soll gefördert werden dadurch, dass die Kinder gut ernährt und gesund sind.