Peru - hier bin ich zu Hause

Gewaltige Reste von Tempeln zeugen von einer untergegangenen Hochkultur und an Orten wie Machu Picchu kann man bis heute Glanz und Pracht des alten Inkareiches erahnen. 

Geheimnisvoll und atemberaubend

Die von starken Gegensätzen geprägte Geographie steht dem in nichts nach. Grandios erheben sich die Anden, in deren Kälte nur wenig gedeiht, von tief eingeschnittenen Tälern in bis zu 6.000 Meter Höhe. Die trockenste Wüste der Welt dagegen, die Atacama, liegt am südlichen Ende der Pazifikküste. Feucht und warm wiederum ist das undurchdringliche Regenwaldgebiet des Amazonasbeckens. Gewaltig sind auch die Naturkräfte in diesem Land. Immer wieder wird es von heftigen Erdbeben, Überflutungen, Kälteeinbrüchen, Wirbelstürmen oder Dürren heimgesucht.

Bewegte Geschichte

Die Eroberung durch die Spanier 1532 beendete jäh die Hochkultur des Inkareichs. Auch nach der Unabhängigkeit 1821 verhinderten Rebellionen und Konflikte noch lange die Entwicklung zu einem modernen Staat. Terror wurde in den 1980er Jahren vor allem durch die Guerillaorganisation „Der leuchtende Pfad“ verbreitet. Seit dem Ende der autoritären Regierung Fujimoris 2000 zeigen sich demokratische Strukturen in Peru, doch viele Bemühungen stehen noch immer am Anfang.

Alternativen - dringend gesucht!

Etwa die Hälfte aller Exporteinnahmen Perus werden im Bergbau zum Großteil durch internationale Firmen generiert. Arbeitsplätze für die peruanische Bevölkerung gibt es dort allerdings nur in geringem Maße. Die Bevölkerung in den Hochlagen der Anden lebt hauptsächlich von der Landwirtschaft. Traditionell ist Peru einer der größten Kokaproduzenten der Welt. Mangels Alternativen spielt die Koka-Wirtschaft mit ihren Folgen auch weiterhin eine große Rolle.

Extremes Land - extreme Schwierigkeiten

Innerhalb des Landes gibt es große regionale Unterschiede der Einkommensverteilung. Die Armut konzentriert sich vor allem auf ländliche Gebiete, in denen vorwiegend die indigene Bevölkerung lebt. Mangelnde Infrastruktur sowie klimatische Herausforderungen sind vor allem im Andenhochland und im Amazonasgebiet Grund für die Armut. Viele Menschen ziehen in die Städte, finden meist keine Arbeit und verelenden in Slums, oder sie versuchen illegal ins Ausland zu gelangen.

Ärztliche Versorgung - oft unerreichbar

Ein Mindestmaß an Gesundheit, Hygiene und gesunder Ernährung für alle? Angesichts übervölkerter Städte, Sprachproblemen der indigenen Bevölkerung, unerschwinglicher medizinischer Versorgung, Naturkatastrophen, belasteten Trinkwassers und schlechter Böden ist das für die arme Bevölkerung kaum zu erreichen.

Unterstützung und Hilfe

Peru ist auf Hilfe angewiesen. Auf politischer Ebene erfährt es Unterstützung bei der Entwicklung von Demokratie und Rechtssicherheit oder im Kampf gegen soziale Probleme. Karitative und Nichtregierungsorganisationen konzentrieren sich auf die Verbesserung der alltäglichen Lebenssituation der Menschen. So bietet World Vision Schulungen in Hygiene, Gesundheit und Ernährung an, hilft beim Ausbau der Trinkwasserversorgung und erarbeitet Programme zur Schul- und Weiterbildung. So gewinnen die Menschen Perspektiven für eine bessere Zukunft.

Hilfe für Kind, Familie und Umfeld 

World Vision hilft weltweit Menschen in Not – und setzt dabei auf nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe. Die Unterstützung kommt immer dreifach an: bei den Kindern, ihren Familien und ihrem Umfeld. In Peru wird seit 2006 Katastrophenhilfe geleistet und es werden Entwicklungsprogramme durchgeführt, um der Bevölkerung zu einem besseren Lebensstandard zu verhelfen.