Mosambik - hier bin ich zu Hause

Mosambik liegt im Südosten Afrikas, der Insel Madagaskar gegenüber. Von seiner langen Küste steigt es in Stufen zum Hochland mit dem über 2.400 Meter hohen Monte Binga an.

Zwischen Traumstränden und Trockensavanne

Am Indischen Ozean locken Sandstrände und Korallenriffe. Der größte Teil des Landes besteht aus Trockensavanne. Ein sehr kleiner Teil ist Ackerland. Die Flüsse aus dem Hochland – der bekannteste ist der Sambesi – bringen frisches Wasser, oft aber auch Überschwemmungen. Kühle Nächte gibt es nur im Landesinneren. Sonst ist es stets heiß und schwül.

Viel Blutvergießen und verlorenes Potenzial

Bis es im 16. Jahrhundert die Portugiesen besetzten und lange ausbeuteten, gehörte Mosambik zu einem durch Handel und Eisen mächtigen Reich. Nach blutigem Kampf wurde das Land 1975 sozialistische Volksrepublik. Die Wirtschaft brach zusammen, weil das Wissen der vertriebenen weißen Farmer fehlte. Ein neuer Bürgerkrieg zerstörte, was noch übrig war. 1992 kamen mit dem Frieden Privatisierung und Wiederaufbau. 1994 folgten die ersten freien Wahlen für das als Präsidialdemokratie geführte Land – die jüngsten Wahlen 2015 entschied Staatspräsident Nyusi für sich. Durch schwere Naturkatastrophen erleidet der Wiederaufbau aber immer wieder Rückschläge wie durch die beiden großen Fluten von 2000/01 und 2007.

Schlechte Chancen für ein langes Leben

Mehr als 50 Prozent haben kein sauberes Trinkwasser. Anlagen sind zerstört und Menschen und Tiere nutzen dieselben Wasserstellen. Vor allem Kinder erkranken oft gefährlich an Durchfall, Malaria und Atemwegsinfektionen. Die medizinische Versorgung ist minimal: Es gibt kaum Gesundheitsstationen, Material oder geschultes Personal. Größtes Problem ist AIDS. Jeder siebte 15- bis 49-Jährige ist infiziert, Medikamente fehlen und die Zahl der Waisen und kindergeführten Haushalte steigt.

Kleine Erfolge - von der Natur zerstört

Der Großteil der Familien lebt vom Anbau von Nüssen, Baumwolle, Zuckerrohr, Tee oder Tabak. Selten können sie sich von den Erträgen ausreichend ernähren oder gar kleine Gewinne erwirtschaften. Oft fehlt der Regen, es gibt Naturkatastrophen, Ernten fallen aus und Nahrungsmittel werden knapp. Auch mangelt es an landwirtschaftlichen Kenntnissen, Saatgut und Geräten. 38 Prozent der Menschen leben von weniger als einem US-Dollar pro Tag, 45 Prozent sind unterernährt.

Bildung - hier ist noch viel zu tun

Mehr als 50 Prozent der über 15-Jährigen sind Analphabeten. Der Unterricht ist kostenlos und 76 Prozent der Kinder werden eingeschult. Aber kaum 50 Prozent erreichen die fünfte Klasse, weil für viele Familien das benötigte Material zu teuer ist. Ist dann, wie häufig auf dem Land, die Qualität des Unterrichts schlecht, behält man die Kinder – vor allem die Mädchen, die früh verheiratet werden – zum Mitarbeiten zu Hause.

Unterstützung und Hilfe

Mosambik ist eines der ärmsten Länder der Welt. Seine enormen Probleme kann es ohne Hilfe nicht bewältigen. Auf politischer Ebene erhält das Land internationale Unterstützung. Karitative Organisationen konzentrieren sich auf die Verbesserung der alltäglichen Situation der Menschen, vor allem in den Bereichen Gesundheit und Bildung, und tragen dazu bei, den Menschen neue Perspektiven zu geben.

Hilfe für Kind, Familie und Umfeld 

World Vision hilft weltweit Menschen in Not – und setzt dabei auf nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe. Bei einer Kinderpatenschaft kommt die Unterstützung immer dreifach an: bei den Kindern, ihren Familien und ihrem Umfeld. In Mosambik hat World Vision erstmals 1988 Katastrophenhilfe geleistet. Seit vielen Jahren werden hier Entwicklungsprogramme durchgeführt. So wird etwa die Nahrungsmittelversorgung gefördert, um der Bevölkerung zu einem besseren Lebensstandard zu verhelfen.