Friedensförderung und Konfliktbearbeitung
Aktuell: Neue Studie erschienen!
Unsere neueste Publikation zum Thema Friedensförderung ist die Studie "Überwindung der bewaffneten Gewalt in Ostafrika". Sie dokumentiert unter anderem Friedensprojekte von World Vision Deutschland und bewertet Synergie-Effekte, die sich durch eine Verknüpfung von Friedensförderung mit Entwicklungszusammenarbeit und Nothilfe ergeben. Studie zum Download (pdf-Datei, 7,58 MB)
Konflikte und Kriege hindern nachhaltige Entwicklung
Kriege und Konflikte zählen neben Pandemien und Naturkatastrophen zu den drei großen Hindernissen erfolgreicher und nachhaltiger Entwicklung. Ein Beispiel für die Abhängigkeit erfolgreicher Entwicklung von Sicherheit ist Ruanda, wo 1994 innerhalb von zwei Wochen die jahrzehntelangen Entwicklungserfolge durch den Genozid zunichte gemacht wurden. Auch die derzeitige Entwicklung z.B. in Afghanistan, Sudan oder Sri Lanka zeigt, dass wir Konflikte bei unserer Arbeit mitbedenken und nach Möglichkeit zu einer Lösung beitragen müssen. Gewaltsame Konflikte und Militärinterventionen nehmen seit Jahren enorm zu. Insbesondere in Afrika ist mit einer weiteren Zunahme in den nächsten Jahren zu rechnen. Es gibt keine Gesamtopferstatistiken, aber Beispiele: 3,8 Millionen Tote in der Demokratischen Republik Kongo zwischen 1998 und 2002, zwei Millionen durch Kriege getötete Kinder im letzten Jahrzehnt, 300.000 Kindersoldaten weltweit zurzeit in Armeen und Milizen tätig.
Gleichzeitig wurden und werden Institutionen für Friedensförderung gegründet, die der systematischen Nutzung ziviler Instrumente der Konfliktbearbeitung dienen – so die Einrichtung der UN Peacebuilding Commission im Juli 2006 oder die neue Peacebuilding Partnership im EU Stabilitätsinstrument.
Schwerpunkte der Friedensförderung bei World Vision Deutschland
Geografisch liegt der Focus auf Ostafrika (Sudan, Kenia, Uganda,) sowie Sri Lanka, Pakistan und Zentralasien. Inhaltliche Schwerpunkte sind: Friedenserziehung, Demobilisierung und Reintegration von Kindersoldaten, Förderung von Friedensallianzen.
Beispiele bisheriger Projektarbeit (nach Projektansätzen geordnet):
• Förderung von Rechtsstaatlichkeit
• Friedenserziehung
• Reintegration von Kindersoldaten
• konfliktspezifische Aus- und Fortbildung
• Medienarbeit
• Jugendzentren zur Dialogförderung
• Versöhnungsarbeit
Durch Trainings versetzt World Vision Deutschland auch Mitarbeiter aus Partnerländern in die Lage, Konfliktanalysen durchzuführen und die Programme so zu gestalten, dass bestehende Konflikte durch die Hilfe nicht verschärft werden. Hierfür gibt es wissenschaftliche Instrumente wie den "Do no Harm"-Ansatz. Analysen liegen mittlerweile zu über 20 Ländern vor. Darunter Uganda, Sudan, Tansania, Libanon, Zimbabwe, Burundi, Indonesien, Sri Lanka, Indien, Afghanistan und einige mehr.
Dialog mit Politikern und Arbeit in Netzwerken
Zur Friedensförderung gehört natürlich auch die Einflussnahme auf politische Prozesse. Auf nationaler Ebene begleiten wir aktiv den Aktionsplan der Bundesregierung für zivile Krisenprävention, Konfliktlösung und Friedenskonsolidierung und betreiben Lobbying bei der Bundesregierung für Friedensprozesse in Afghanistan, Nord-Uganda, Sudan und Kongo. Auf europäischem Parkett engagiert sich World Vision über EPLO (European Peacebuilding Liaison Office). International wirbt World Vision für die UN-Konferenz zur Krisenprävention in 2010 und ist vertreten im GPPAC (das wichtigste globale zivilgesellschaftliche Netzwerk zur Prävention gewaltsamer Konflikte). Ansprechpartner zu diesem Themenbereich ist Ekkehard Forberg: Email: info@worldvision.de, Tel.: 06172-763-0
Speziell Kinder benötigen Schutzräume im Krieg. Zu oft wird dieser Aspekt von den Medien und Politikern ausgeblendet. Damit die Aufmerksamkeit auf die Kinder gerichtet wird, haben wir die Ausstellung "ich krieg dich - children affected by war" ins Leben gerufen.
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