Uganda
Nilkrokodile, Rothschild-Giraffen, seltene Affenarten und eine Antilopenart, die einzig und allein in Uganda anzutreffen ist – die Tierwelt Ugandas zeigt eine atemberaubende Vielfalt. Der überwiegende Teil des ostafrikanischen Landes besteht aus Feuchtsavanne, eine Landschaft aus hohem Gras, Baumgruppen und sogenannte Galeriewälder, äußerst artenreiche und fruchtbare Vegetationsstreifen, die an Flüssen oder Seen liegen.
Spektakuläres Naturschauspiel
Etwa 40.000 Quadratkilometer, 18 Prozent des Landes, sind von Wasser bedeckt. Vor allem im Zentrum Ugandas liegt ein verzweigtes Sumpf- und Seengebiet. Neun Nationalparks zeugen von der Schönheit des Landes. Der größte von ihnen, der Murchison Falls National Park, hat seinen Namen von dem spektakulären Wasserfall des Nils.
Wenn viele helfen –
kann viel gedeihen
Blutiger Bürgerkrieg
Im krassen Gegensatz zu dieser bezaubernden Natur steht der harte Alltag vieler Menschen. Obwohl sich Uganda unter der Regierung von Staatspräsident Museveni wirtschaftlich stabilisiert hat, zählt es weiterhin zu den ärmsten Ländern der Welt. Vor allem der Norden des Landes hat jahrzehntelang unter einem brutalen Bürgerkrieg gelitten. Die Lord's Resistance Army, eine Rebellentruppe unter dem Anführer Joseph Kony, hat dort Angst und Schrecken verbreitet. Bei ihrem Kampf vor allem gegen die Zivilbevölkerung ging die LRA mit solcher Brutalität vor, dass sie zeitweise als die "brutalste Rebellengruppe der Welt" bezeichnete wurde. Ihre Mitglieder plünderten, mordeten, folterten und vergewaltigen praktisch wahllos in den nördlichen Regionen Ugandas. Kinder wurden entführt, um sie teils als Kindersoldaten, teils als Sex-Sklaven zu missbrauchen. Geschätzte 25.000 bis 30.000 Kinder wurden von den Rebellen als Soldaten, Träger oder Spione eingesetzt. Viele haben Eltern, Geschwister und andere Angehörige verloren. Ganze Generationen kennen nichts anderes als Krieg.
Hoffnung auf bessere Zeiten
Doch in all dem Elend gibt es auch Hoffnung. 2008 kam ein Waffenstillstandsabkommen zustande. Der Anführer der LRA, Joseph Kony, hat den Friedensvertrag zwar bis heute nicht unterzeichnet, dennoch blieb Norduganda seither von größeren Überfällen verschont. Viele der beinahe zwei Millionen Binnenflüchtlinge bewirtschaften wieder ihre Felder und erwägen, ganz in ihre Heimatdörfer zurückzukehren. Allerdings stellen Konflikte um Acker- und Weideland ein großes Problem dar. Innenpolitisch werfen die nächsten Parlaments- und Präsidentschaftswahlen 2011 ihre Schatten voraus. Trotz hoffnungsvoller Entwicklungen hat Uganda noch einen weiten Weg vor sich.
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Uganda in Zahlen
FLÄCHE
240.000 km2
(Dt. 360.000 km2)
EINWOHNER
33 Mio. (Dt. 82 Mio.)
WÄHRUNG
Uganda Schilling
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AMTSSPRACHEN
Englisch und Suaheli
SPRACHE
Neben Englisch und Suaheli Luganda, Luo, Iteso, Rwanyankole und andere lokale Sprachen
ZEITZONE
MEZ +2 Stunden |
RELIGIONSZUGEHÖRIGKEIT

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HIER LEBEN
Mehr als 40 ethnische Gruppen, unterteilt in die beiden großen Gruppen der Bantu und Niloten.
JUNG UND ALT
0,4 % der Bevölkerung sind unter 14 Jahre, 2,5 % älter als 65. Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt 54 Jahre |
Ein Vergleich
Uganda
Lebenserwartung:
54 Jahre
Säuglingssterblichkeit:
63 von 1.000
Kindersterblichkeit bis zu 5 Jahren:
135 von 1.000
Einschulungsrate in der Grundschule:
62,3%
Analphabeten:
33%
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DEUTSCHLAND
79 Jahre
4 von 1.000
5 von 1.000
100%
0,5% |
DIE GRÖSSTEN BERGE IM VERGLEICH
Deutschland: Die Zugspitze ist mit 2.962 m der höchste Berg Deutschlands und des Wettersteingebirges
Uganda: Der Margherita-Gipfel im Ruwenzori-Gebirge ist mit 5,110 m der höchste Berg des Landes.
KLIMA
Gemäßigtes tropisches Klima, Temperaturen tagsüber zwischen 25 und 30 Grad, nachts um 17 Grad, Extremwerte zwischen 10 und 35 Grad. Niederschlagsmenge um 1500 mm, im Norden trockener |
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MENSCHEN PRO KM2
Uganda: 113
Deutschland: 236 |
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