Hier bin ich zu Hause – Myanmar
Vielfältiger und landschaftlich reizvoller kann ein Land kaum sein als Myanmar, das nordwestlich von Thailand, am Golf von Bengalen liegt.
Ewiges Eis und asiatischer Zauber.
Im äußersten Norden des Landes liegt der mit seinen beeindruckenden fast 6.000 Metern höchste Berg Südostasiens. Eine nord-südlich verlaufende Gebirgskette mit Dreitausender-Gipfeln geht in die zentrale fruchtbare Flussebene des Irrawaddy über, der östlich der Millionenmetropole Rangun als weitläufiges Delta in den Golf von Bengalen mündet. Vor der Südküste liegen kleine Inseln und mehr als ein Drittel seiner Fläche ist von unberührtem Regenwald bedeckt.
Wenn viele helfen –
kann viel gedeihen
Zu viele Interessen - zu wenig Frieden
Das alte Königreich Birma fiel im 19. Jahrhundert – und erneut nach 1945 – an Großbritannien. 1948 wurde es unabhängig. Seitdem gab es nur eine kurze demokratische Phase. Ständige bewaffnete Konflikte ethnischer Minderheiten, Willkürakte aufeinander folgender Militärregierungen, Unterdrückung von Opposition und blutige Niederschlagungen von Demonstrationen lassen das Land nicht zur Ruhe kommen. Erste freie Wahlen – nach Jahrzehnten – sind für 2010 angekündigt.
Statt Schule - Geld verdienen
Viele Kinder besuchen trotz Schulpflicht keinen Unterricht. Sie müssen zu Hause mitverdienen und für viele ist der Schulbesuch zu teuer. Auch zu wenige und überfüllte Klassen, schlecht ausgestattete Schulen und mangelhaft ausgebildete Lehrer geben keinen Anreiz, zur Schule zu gehen. Viele brechen schon früh ab, nur 46 % besuchen weiterführende Schulen und die tatsächliche Analphabetenquote wird auf 10 % geschätzt.
Der Aufschwung kommt nicht an
Der Wohlstand der früheren „Kornkammer Asiens“ wurde durch Diktatur und Planwirtschaft vernichtet. Heute werden wieder über 42 % aller Einkünfte von zwei Drittel aller Beschäftigten in der Landwirtschaft verdient. 70 % der Firmen sind re-privatisiert und erbringen über 90 % der Wirtschaftsleistung. Das Pro-Kopf-Einkommen des Landes wird auf jährlich etwa 334 US Dollar geschätzt. D.h. ein Großteil der Bevölkerung lebt von weniger als einem US Dollar am Tag. Zusätzlichen Schaden hat 2008 der verheerende Zyklon Nargis angerichtet.
Für Gesundheit hat der Staat nichts übrig
Nur 1,8 % der Staatsausgaben fließen in die medizinische Versorgung. Entsprechend schlecht sind Krankenhäuser ausgestattet; Medikamente, Geräte und geschultes Personal fehlen. Weil professionelle Hilfe teuer ist, gehen viele zu traditionellen Heilern. Durchfall, Malaria, Denguefieber und Tuberkulose können sich daher leicht verbreiten. Kinder werden zwar geimpft, sind aber durch Mangelernährung gefährdet. Besorgniserregende 240.000 Menschen waren 2007 mit dem AIDS Virus infiziert.
Reisanbau ohne Pestizide gibt Hoffnung. Hier lesen
|
 |
Mein Zuhause in Zahlen
FLÄCHE
676.578 km2
(Dt. 360.000 km2)
EINWOHNER
55 Mio. (Dt. 82 Mio.)
WÄHRUNG
Kyat
|
|
AMTSSPRACHEN
Birmanisch
SPRACHE
Birmanisch, u.v.m.
ZEITZONE
MEZ +4:30 Stunden |
RELIGIONSZUGEHÖRIGKEIT
1 % Animisten
2 % Andere

JUNG UND ALT
25% der Bevölkerung sind unter 14 Jahre alt. Und nur 6% sind älter als 65 Jahre . Die Lebenserwartung liegt bei 61 Jahren. |
|
WIR SPRECHEN
Die Birmanische Sprache ist Amtssprache, während Englisch als Handelssprache gilt. Die einzelnen Völker sprechen jedoch ihre eigenen Sprachen.
HIER LEBEN
68% der Bevölkerung sind Burmesen. In Myanmar gibt es auch viele andere Volksgruppen, wie z.B. die Shan, Karen, Rakhine, Chinesen, Inder und Mon. |
Ein Vergleich
MYANMAR
Lebenserwartung:
61 Jahre
Ärzte pro 100.000 Einwohner:
36
Säuglingssterblichkeit:
75 von 1.000
Kindersterblichkeit bis zu 5 Jahren:
105 von 1.000
Einschulungsrate in der Grundschule:
90%
Kinder, die die 5. Klasse erreichen:
70%
Analphabeten:
10%
|
DEUTSCHLAND
79 Jahre
337
4 von 1.000
5 von 1.000
100%
100%
0,5% |
DIE GRÖSSTE STADT IST ...
Deutschland: Berlin mit rund 3,4 Mio. Einwohnern.
Myanmar: Rangun mit rund 4,5 Mio. EInwohnern.
SONNENSTUNDEN PRO JAHR
Myanmar: 2.494, Deutschland: 1.550 |
 |
KLIMA
Myanmar: tropisch/ Gebirgsklima
Deutschland: kontinental/ maritim |
 |
MENSCHEN PRO KM2
Myanmar: 81
Deutschland: 236 |
 |
|